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Eisenbahn News
 
Von Hennigsdorf nach Europa: Stadler eröffnet Kundenabnahmezentrum in Hennigsdorf

Europas Bahnstromsysteme unter einem Dach: Hennigsdorf wird zu einem der modernsten Inbetriebsetzungsstandorte Europas. Im neuen Kundenabnahmezentrum werden Züge unter der Spannung ihres späteren Einsatzlandes geprüft. Am Standort entstehen 128 zukunftssichere Arbeitsplätze.

Wenn ein neu gebauter Stadler-Zug künftig zum ersten Mal unter Strom geht, passiert das in Hennigsdorf. An der August-Conrad-Straße hat der Schweizer Schienenfahrzeughersteller heute die Halle 1 – das Kundenabnahmezentrum – feierlich eingeweiht. Damit ist die zweite von fünf Etappen abgeschlossen, mit denen Stadler den Standort bis 2027 zum vollwertigen Inbetriebsetzungszentrum (IBS) ausbaut. Errichtet wird der Standort vom Bauunternehmen S&V als Generalunternehmer.
 
Im Landkreis Oberhavel direkt nördlich von Berlin werden künftig alle Züge betriebsbereit gemacht, die im benachbarten Stadler-Werk in Berlin-Pankow gefertigt werden. „Inbetriebsetzung" – das umfasst alles zwischen der Montage und der Übergabe an den Kunden: Bordsysteme hochfahren, Hard- und Softwaretests im Stand und während der Fahrt, statische und dynamische Abnahmen. In Hennigsdorf kann dies künftig für mehrere Großaufträge parallel laufen.
 
Warum Hennigsdorf
Stadler ist seit über 20 Jahren in der Metropolregion Berlin-Brandenburg präsent. Mit Hennigsdorf bündelt das Unternehmen Aktivitäten, die bislang am IBS-Standort Velten angesiedelt waren. 2023 erwarb Stadler das rund 46.000 Quadratmeter große Grundstück in Hennigsdorf – einem Ort, der seit über hundert Jahren für den Schienenfahrzeugbau steht und nur wenige Kilometer vom Fertigungswerk in Berlin-Pankow entfernt liegt. Das Investitionsvolumen beträgt rund 40 Millionen Euro.
 
Von oben, von unten und unter Strom: 360-Grad-Blick für Zug-Kunden
Die heute eröffnete Halle 1 ist als Kundenabnahmezentrum auf das Herzstück des Geschäfts zugeschnitten: die finale Übergabe der Züge an die Kunden. Sie ist 3.360 Quadratmeter groß, rund 183 Meter lang und hat drei Hallengleise, zwei davon mit durchgehender Grubenwanne und Seitengrube. Drei technische Lösungen machen sie besonders.
 
Feste Dacharbeitsstände
bringen Personal und Kundinnen und Kunden ohne mobile Bühnen direkt auf Wagendachhöhe – dorthin, wo Stromabnehmer, Klima- und sogar Bremsanlagen geprüft und vorgeführt werden. Das beschleunigt die Abnahmen und erhöht die Arbeitssicherheit.
 
Eine eigene Oberleitung in der Halle – erstmals in einem Stadler-Werk in Deutschland – spannt sich über drei Hallengleise. Damit kann jeder Zug schon in der Halle, lange vor der ersten Fahrt im Freien, unter realer Fahrleitungsspannung gestartet, geprüft und gemeinsam mit dem Kunden begutachtet werden.
 
Das Herzstück des Standorts ist die Mehrspannungsversorgungsanlage (MSVA). Sie gleicht die große Vielfalt im Bahnstromnetz Europas aus: Während etwa Deutschland, Österreich und die Schweiz überwiegend mit 15 kV bei 16,7 Hz fahren, nutzen andere Länder wie Frankreich oder Spanien 25 kV bei 50 Hz. Auch im städtischen Verkehr gibt es Unterschiede: U- Bahnen werden meist über Stromschiene und mit abweichender Spannung betrieben, ebenso Straßenbahnen mit eigenen Systemen. Mit der MSVA lassen sich Stadler-Züge unter all diesen Bedingungen testen.
 
Drei weitere Etappen bis 2027
Die Eröffnung der Halle 1 ist Etappe 2 von insgesamt fünf. Vorangegangen war 2024 die Planungsphase nach dem Grundstückskauf 2023. Die nächsten Schritte:

  • Ab 2026 – Etappe 3: Sanierung und Erweiterung der Bestandshalle 3 mit festen Dacharbeitsständen, neuer Krananlage und Mittelgruben in allen Gleisen; im Anbau entstehen 14 Büroarbeitsplätze.
  • Ab 2027 – Etappe 4: Sanierung der Bestandshalle 2 für die Inbetriebsetzung am Fahrzeug und die Fertigstellung.
  • Ab 2027 – Etappe 5: Bau der 744 Meter langen Außengleisanlage mit Oberleitung.

Nach Vollausbau verfügt der Standort über insgesamt 1.437 Meter Hallengleis und 744 Meter Teststrecke im Freien.
 
„Mit Hennigsdorf bauen wir einen unserer wichtigsten Standorte in Europa auf – und zwar genau dort, wo unsere Züge gebaut werden. Kürzere Wege, schnellere Übergaben, mehr Kapazität für unsere Kunden", sagt Josef Köcher, CEO Stadler Deutschland GmbH.
 
„In dieser Halle können wir jeden Stadler-Zug unter exakt der Spannung seines späteren Einsatzlandes prüfen. So geben wir den 128 Kolleginnen und Kollegen, die hier künftig arbeiten, die beste Infrastruktur dafür. Wir freuen uns besonders, in dieser Region zukunftsfähige Arbeitsplätze zu schaffen, um so gemeinsam die Verkehrswende in Europa zu gestalten", sagt  Jürgen Graba, Leiter Inbetriebsetzung & Gewährleistung Stadler Deutschland GmbH. 
 
„Hennigsdorf steht seit über hundert Jahren für den Schienenfahrzeugbau. Mit Stadler bekommt diese Tradition weiteren wichtigen Impuls. Die Ansiedlung passt sehr gut in unser Profil als innovativer Industriestandort", sagt Thomas Günther, Bürgermeister von Hennigsdorf“, sagt Thomas Günther, Bürgermeister von Hennigsdorf.
 
„Die Umsetzung des neuen Stadler Inbetriebnahme Zentrums Hennigsdorf bei laufendem Betrieb und in eine bestehende Infrastruktur hat dank einer beispielhaften Zusammenarbeit aller Beteiligten hervorragend funktioniert. Das Ergebnis ist ein in Deutschland einmaliger Standort mit eigener Bahnstromversorgung, der die Inbetriebnahme aller Fahrzeugtypen für einen stromtechnisch europaweiten Einsatz gewährleistet“, Oliver Brandt, Geschäftsführer Stahl & Verbundbau GmbH .

Quelle Stadtler 21.06.2026
 
Siemens präsentiert digitalisierte Vectron X Lokomotive und eröffnet neues Rail Service Center in München-Allach
 

 Vectron X verbindet bewährte Lokomotiven-Technologie mit einer digitalen, app-basierten Funktions- und Bedienwelt sowie Schnittstellen zu Drittpartnern

 

Digitaler Führerstand mit Smart Screen, TrainPlay, App-Funktionen und nahezu Echtzeit-Konnektivität für mehr Bedienkomfort und effizienteren Betrieb

 

Vectron X erweitert das Siemens Xcelerator Portfolio eines offenen, modularen digitalen Ökosystems mit standardisierten Schnittstellen

 

Neues Rail Service Center in München-Allach erweitert das Siemens-Servicenetzwerk und verkürzt Durchlaufzeiten für Vectron-Kunden in Europa

Siemens Mobility hat heute vor Kunden und internationalen Medien im neu eröffneten Rail Service Center in München-Allach die nächste Generation hoch digitalisierter Lokomotiven für den Schienengüter- und Personenverkehr präsentiert – den Vectron X. Die neue Lokomotive basiert auf der marktführenden Vectron-Lokomotivenplattform, die sich mit fast 3.000 verkauften Fahrzeugen im täglichen Betrieb bewährt hat. Sie kombiniert bewährte Technologie mit digitalen, app-basierten Funktionen, offenen Schnittstellen für Drittpartner sowie einem zentralen Smart Screen im Führerstand. Der Vectron X kann somit schrittweise mit künftigen Kundenanforderungen wachsen und flexibel an den Betrieb angepasst werden. Für Betreiber erhöht der Vectron X den Bedienkomfort und die Transparenz im Betrieb. Datenbasierte Anwendungen, gezieltere Wartung und app-basierte Funktionen tragen dazu bei, Betriebskosten zu optimieren und die Wirtschaftlichkeit des Fahrzeugeinsatzes weiter zu steigern.
 
Mit seiner offenen, softwarebasierten Architektur ist der Vectron X Teil von Siemens Xcelerator – dem offenen, modularen digitalen Ecosystem von Siemens. Dieser verknüpft Fahrzeug, Betrieb, Service und Infrastruktur digital und ermöglicht die Integration von Partnerlösungen über standardisierte Schnittstellen.
 
„Mit der Vectron X Lokomotive entwickeln wir unseren europäischen Marktführer konsequent weiter und schaffen als Teil des Siemens Xcelerator Portfolios eine skalierbare digitale Plattform, die mit den Anforderungen unserer Kunden wächst. Standardisierte Schnittstellen und softwarebasierte Funktionen sorgen für einen noch effizienteren Betrieb über den gesamten Lebenszyklus hinweg“, sagt Michael Peter, CEO bei Siemens Mobility. „Gemeinsam mit unserem wachsenden Serviceangebot und dem neuen Rail Service Center in München-Allach entsteht ein durchgängig digitalisiertes Leistungsangebot, das Betrieb und Instandhaltung nahtlos verbindet und den hocheffizienten Einsatz unserer Lokomotiven im Schienengüter- und Personenverkehr ermöglicht.“
 
„Der Vectron X verbindet perfekt die reale und die digitale Welt und bringt digitale Funktionen direkt in die Lokomotive. Smart Screen, app-basierte Anwendungen, TrainPlay und Konnektivität in nahezu Echtzeit vereinfachen die Bedienung und machen den Lokbetrieb transparenter und deutlich effizienter. Der Vectron X verbindet die bewährte Vectron-Performance mit intelligenter Software und schafft so einen spürbaren Mehrwert für Betreiber, Lokführerinnen und Lokführer sowie Instandhaltungsteams“, sagt Andre Rodenbeck, CEO Rolling Stock bei Siemens Mobility.
 
App Store und digitalisierter Führerstand
Im Führerstand setzt der Vectron X auf ein digitales Bedienkonzept. Es erweitert den bewährten Vectron-Führerstand, mit dem Triebfahrzeugführerinnen und -führer europaweit vertraut sind, um einen zentralen 11,6-Zoll-Smart-Screen. Dieser bündelt wichtige Anwendungen und Informationen direkt im Cockpit – von betrieblichen Daten über Streckeninformationen bis hin zu Applikationen von Drittanbietern im App Store. Zudem werden über TrainPlay ausgewählte kunden- und betreiberspezifische Anwendungen, die Lokführerinnen und Lokführer heute häufig auf Smartphones oder Tablets nutzen – etwa für Einsatzplanung, betriebliche Koordination oder kundenspezifische Informationen – künftig auf dem Smart Screen im Führerstand dargestellt. Das vereinfacht die Bedienung und unterstützt effizientere Abläufe im Betrieb. Siemens Mobility bringt damit erstmals eine CarPlay-ähnliche Lösung für Lokomotiven auf die Schiene und macht den Führerstand zu einem digitalen Arbeitsplatz, der Informationen einfacher zugänglich macht und Arbeitsabläufe spürbar vereinfacht.
 
Remote Control Funktionen
Auch bei der Fahrzeugbereitstellung bringt Siemens Mobility neue digitale Funktionen auf die Schiene. Über Remote Start kann die Lokomotive aus der Ferne aktiviert werden. Damit wird die Einsatzbereitschaft deutlich beschleunigt und die operative Flexibilität erhöht.
 
Konnektivität in nahezu Echtzeit und vorausschauende Wartung
Ein zentrales Element der Vectron X ist ihre durchgängige Konnektivität. Die Lokomotive kann Betriebsdaten in nahezu Echtzeit übertragen und sich sicher mit digitalen Systemen vernetzen. Das schafft die Grundlage für eine frühzeitige Erkennung von Auffälligkeiten, gezieltere Wartungsmaßnahmen und eine deutliche Reduzierung ungeplanter Ausfälle. Das trägt dazu bei, den Betrieb zu stabilisieren und die Verfügbarkeit weiter zu verbessern. Erweiterte Diagnose-, Analytics- und Condition-Monitoring-Funktionen sorgen darüber hinaus für mehr Transparenz über den Zustand der Lokomotive. Betreiber können den technischen Gesundheitszustand einzelner Systeme besser bewerten. Wartung wird dadurch zunehmend vorausschauend statt reaktiv, was die Fahrzeugverfügbarkeit nachhaltig erhöht.
 
Neues Rail Service Center: Europäisches Service Netz wächst
Parallel zur Vorstellung des Vectron X hat Siemens Mobility in München-Allach ein neues Rail Service Center nach umfassendem Umbau eröffnet. Mit dem Neubau verdreifacht das Unternehmen die Kapazität am Standort von bisher rund 25 auf künftig bis zu 80 Revisionen und Unfallinstandsetzungen pro Jahr. Als einer der größten industriellen Arbeitgeber in der Region hat Siemens Mobility in Allach rund 250 Millionen Euro in den Ausbau des Standorts investiert und beschäftigt dort rund 2.500 Menschen.

„Das neue Rail Service Center München-Allach ist unser Kompetenzzentrum für die Instandhaltung von Vectron-Lokomotiven – von Revisionen bis zur Unfallinstandsetzung – und ein weiterer wichtiger Baustein im Ausbau unseres europäischen Servicenetzwerks”, sagt Elmar Zeiler, CEO Customer Services bei Siemens Mobility. „Mit deutlich mehr Kapazität und durchgängig digitalen Werkstattprozessen schaffen wir die Basis für schnellere, planbarere Werkstattaufenthalte.“
 
Kunden profitieren damit von deutlich kürzeren Durchlaufzeiten und einer hohen Verfügbarkeit ihrer Lokomotiven auf der Schiene. Lösungen wie Railigent X ermöglichen dabei bereits vor dem Werkstattaufenthalt eine zustandsbasierte Instandhaltung: Auffälligkeiten werden früher erkannt, Ersatzteile schneller disponiert und Reparaturen gezielter vorbereitet. Ergänzt wird dies durch durchgängig digitale Werkstattprozesse, die papierloses Arbeiten, digitale Dokumentation und effizient vorbereitete Teilelogistik verbinden.

 
Weltneuheit: Erster massgeschneiderter Wasserstoffzug enthüllt

Heute haben Stadler und der süditalienische Bahnbetreiber Trasporti Regionali della Sardegna (ARST) in Erlen den weltweit ersten Wasserstoffzug für Schmalspurstrecken enthüllt. Verglichen mit Dieselfahrzeugen sparen die zehn neuen Züge auf der ARST-Linie jährlich über 2'100 Tonnen CO 2 ein. Neben Sardinien stellen auch Sizilien und Kalabrien mit Stadler-Zügen auf einen klimafreundlichen Betrieb um.

Stadler und ARST haben heute eine Weltpremiere gefeiert: Gemeinsam präsentierten sie im Stadler-Inbetriebsetzungszentrum in Erlen den ersten Schmalspur-Wasserstoffzug. Die neuen Fahrzeuge werden voraussichtlich ab 2028 auf der Schmalspurstrecke von ARST verkehren. Sie verbinden ab dann den Alghero Flughafen mit dem Vorort Mamuntanas und die nordöstliche Provinz Sassari mit Alghero und mit der Küstenstadt Sorso.
 
«Mit der Inbetriebnahme des ersten Wasserstoffzuges für Schmalspurbahnen erweist sich Sardinien als Vorreiter technologischer Innovation im Verkehrsbereich. Es handelt sich nämlich um den ersten Zug dieser Art, der speziell für einen Kontext wie unseren konzipiert wurde. Mit dem Ziel, eine Einschränkung in eine grosse Chance zu verwandeln. Die Wasserstoffzüge, die auf der ARST-Linie eingesetzt werden, sind ein vorbildliches Beispiel für die Umwelt, die lokale Wirtschaft und den Aufbau wichtiger Kompetenzen in unserer Region», erklärt Barbara Manca, Verkehrsministerin der Region Sardinien.
 
«Die Präsentation dieses Zuges zeigt, dass ARST in der Lage ist, sich auf internationaler Ebene als Vorreiter zu positionieren. Wir sind sehr stolz darauf, den weltweit ersten Schmalspur-Wasserstoffzug auf unseren Strecken einzusetzen. Dies ist ein historischer technologischer Qualitätssprung für unsere Flotte – ein Meilenstein, der durch die uneingeschränkte Übereinstimmung der Ziele und die entscheidende Unterstützung der Region Sardinien ermöglicht wurde. Wir verändern unsere Art des öffentlichen Nahverkehrs grundlegend und machen ARST zu einem Vorbild für Innovation und Zuverlässigkeit», sagt Giovanni Mocci, Sole Director von ARST.
 
«Mit dieser Neuentwicklung zeigen wir, wie Innovation und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen. Der Zug setzt neue Standards im regionalen Schienenverkehr Italiens und unterstreicht das Engagement von Stadler und der Region Sardinien, die Mobilität klimafreundlicher zu gestalten», sagt Maurizio Oberti, Verkaufsleiter für den italienischen Markt bei Stadler. «Wir danken der ARST für das entgegengebrachte Vertrauen und die hervorragende Zusammenarbeit im Rahmen des Projekts».
 
Über 2'100 Tonnen CO 2 eingespart
Mit den zehn von ARST bestellten Wasserstoffzügen werden im Vergleich zu Dieselfahrzeugen jährlich bis zu 2'100 Tonnen CO 2  eingespart. Dies entspricht etwa 450 Weltumrundungen mit dem Auto. Damit schlagen Stadler und ARST ein neues Kapitel für eine nachhaltige und klimafreundliche Mobilität im regionalen Schienenverkehr Sardiniens auf.
 
«Stadler ist der weltweit einzige Zughersteller, der Wasserstoffzüge für Schmalspurstrecken fertigt. Gemeinsam mit ARST haben wir eine einzigartige Lösung auf die Schiene gebracht, die einen konkreten Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrs leistet. », sagt Ansgar Brockmeyer, Divisionsleiter Marketing & Sales und stellvertretender Group CEO von Stadler.
 
Wasserstoff aus 100 Prozent erneuerbarer Energie
Das Kernstück der neuen Fahrzeuge ist das innovative Antriebssystem mit Wasserstoff-Brennstoffzellen. Dieses ist im Mittelwagen (Power Pack) integriert und funktioniert wie ein Ladegerät. Das Modul wandelt Wasserstoff in Energie um und lädt anschliessend die Batterien auf. Dank dieses Antriebssystems können die Züge effizient auf nicht-elektrifizierten Strecken fahren. Das System stellt somit eine weitere konkrete Antwort auf die Herausforderungen der ökologischen Wende dar und bietet gleichzeitig Zuverlässigkeit und Betriebskontinuität.
 
Besonders innovativ ist die Wasserstofferzeugung: Die dafür benötigte Energie wird zu 100 Prozent aus Sonnenenergie gewonnen. Die Züge werden somit mit nachhaltigem Wasserstoff betankt. Die Wasserstoffanlagen befinden sich derzeit im Bau. So entsteht ein vollständig emissionsfreies System für die Schmalspurstrecken – von der Energieerzeugung bis zum Bahnbetrieb.
 
«Die mit Stadler entwickelten Fahrzeuge sind ein zentraler Bestandteil der Strategie zur Dekarbonisierung des Schmalspurnetzes. Für ARST ist dies der erste Schritt auf dem Weg von einem Verkehrsunternehmen zu einem Energieunternehmen, das in der Lage ist, sein eigenes Dienstleistungsnetz mit Energie zu versorgen. Wie bereits die aktiven Baustellen in Mandas, Alghero und Macomer zeigen, verbinden wir die technologische Innovation der Fahrzeuge mit der eigenständigen Erzeugung sauberer Energie. In enger Zusammenarbeit mit den regionalen Institutionen verwirklicht ARST ein Modell für nachhaltige und vollständig autarke öffentliche Mobilität», erklärt Carlo Poledrini, Zentraldirektor von ARST.
 
Massgeschneidert für die Schmalspurbahn

Schmalspurbahnen in Italien erlauben aufgrund der Bauweise der Schieneninfrastruktur nur geringe Achslasten. Die neuen Fahrzeuge wurden aus diesem Grund als Leichtbauzüge konzipiert und können die Anforderungen der Strecke vollumfänglich erfüllen.
 
Fahrgäste profitieren von einer komfortablen, hellen Innenausstattung sowie grosszügigen Panoramafenstern. Im Vergleich zu Dieselzügen fahren die Wasserstoffzüge leise, was den Fahrkomfort weiter steigert. Dank des niederflurigen Einstiegs ist zudem ein bequemes Ein- und Aussteigen für alle Fahrgäste möglich – auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität. Für die Lokführerinnen und Lokführer stehen eine eigene Einstiegstür sowie eine Klimaanlage zur Verfügung.
 
Vor ihrer Inbetriebnahme werden die neuen Züge strengen Tests unterzogen – vorgesehen von den Richtlinien der italienischen Agentur für die Sicherheit von Eisenbahnen, Strassen und Autobahnen (ANSFISA).
 
Drei Regionen Italiens setzen auf nachhaltigen Bahnbetrieb
Der Rahmenvertrag für die Wasserstoffzüge der ARST umfasst insgesamt zehn Fahrzeuge, die künftig im Regional- sowie Nahverkehr auf Sardinien eingesetzt werden.
 
Das Projekt ist Teil einer vom italienischen Staat und dem Verkehrsministerium initiierten Initiative zur Dekarbonisierung des regionalen Bahnverkehrs in Süditalien. Ziel ist es, Wasserstofftechnologie erstmals gezielt auf Schmalspurstrecken einzusetzen und damit den Weg für eine neue Generation nachhaltiger Regionalzüge zu ebnen.
 
So stellen neben ARST zwei weitere italienische Bahnbetreiber auf einen nachhaltigen Bahnbetrieb mit Wasserstoffzügen um. Aktuell baut Stadler zwei Wasserstoffzüge für die sizilianische Ferrovia Circumetnea (FCE) und neun für die kalabrische Ferrovie della Calabria (FdC). Diese Züge werden ebenfalls im Regional- und Nahverkehr eingesetzt. Die Fahrzeuge für alle drei Regionen werden am Stadler Hauptsitz in Bussnang (TG) gebaut.

Quelle Stadler 21.06.2026

 
Reblaus Express, Schneebergbahn und Gemeindealpe Mitterbach starten in die Saison 2026

Am 1. Mai starten Reblaus Express und Schneebergbahn unter dem Dach der Niederösterreich Bahnen in die neue Saison. Die Sommer-Angebote der Gemeindealpe Mitterbach stehen den Gästen ab 9. Mai zur Verfügung. „Der nostalgische Reblaus Express und die traditionsreiche Schneebergbahn sind gelebte Bahngeschichte und niederösterreichische Kulturgüter, die unseren Landsleuten auch in der Saison 2026 attraktive Ausflugsmöglichkeiten auf Schiene bieten. Die Gemeindealpe Mitterbach erwartet wanderbegeisterte Familien und Actionfans mit vielfältigen Freizeiterlebnissen in einzigartiger Naturkulisse“, informiert NÖ Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer.

Reblaus Express

Der nostalgische Wein- und Genusszug ist in der Saison 2026 bis 26. Oktober an Samstagen, Sonn- und Feiertagen für die Gäste unterwegs. Darüber hinaus verkehrt der Reblaus Express freitags von 10. Juli bis 4. September sowie an den Fenstertagen der Saison. Die zusätzlichen Abendzüge, die immer samstags von 11. Juli bis 5. September sowie am 1., 2., 3., 16. und 23. Mai, am 6. Juni, 26. September und 3. Oktober verkehren, komplettieren das Angebot. Großes Highlight und immer mit an Bord ist der Heurigenwaggon: Winzer aus der Region verwöhnen die Gäste darin mit kulinarischen Schmankerln, Erfrischungen und besten Weinen. Tipp : Frühbucherbonus nutzen und die ganze Saison lang zum halben Preis reisen. Bis 31. Mai ist die Reblaus Express-Saisonkarte im Niederösterreich Bahnen Infocenter, im Webshop oder direkt im Zug zum attraktiven Frühbuchertarif (minus 50 Prozent auf den Normalpreis) erhältlich. Veranstaltungstipp : Am 3. Mai feiert der Reblaus Express „Geburtstag“. Seit 25 Jahren verbindet der Wein- und Genusszug das Weinviertel mit dem Waldviertel und schafft unvergessliche Erlebnisse – die Gäste erwartet ein Jubiläumstag voll Geselligkeit, Musik und Nostalgie. Infos & Buchung: www.reblausexpress.at

Schneebergbahn

Ganz entspannt geht es mit der traditionsreichen Zahnradbahn bis 1. November täglich auf den höchsten Berg Niederösterreichs. Der Nostalgie Dampfzug ist in der Saison 2026 an ausgewählten Sonntagen unterwegs und bietet ein besonderes Reiseerlebnis wie anno dazumal. Für wanderbegeisterte Morgenmenschen bietet die neue Saison zwei Highlights: Frühaufsteher genießen mit dem „Early-Bird-Ticket“ die besondere Morgenstimmung auf dem Schneeberg und profitieren von der ermäßigten Talfahrt bis 12:00 Uhr. Das Kombi-Angebot „Alpine Sunrise“ bringt die Fahrgäste jeden Freitag im Juli und August frühmorgens auf den Hochschneeberg. Neben dem spektakulären Sonnenaufgang wartet ein einmaliger Fernblick auf das Wiener Becken und die Pannonische Tiefebene: Inkludiert ist ein stärkendes Bergfrühstück bei der Station Baumgartner. Tipp : Mit dem Schneeberg-Rax Kombiticket „Top of Wiener Alpen“ die beiden höchsten Berge der Wiener Alpen erkunden und dabei sparen. Infos & Buchung: www.schneebergbahn.at

Gemeindealpe Mitterbach

Der niederösterreichische Actionberg startet mit 9. Mai in die Sommersaison. Bis 1. November stehen die Angebote der Gemeindealpe Mitterbach an Samstagen, Sonn-, Feier- und Fenstertagen für die Gäste bereit, von 10. Juni bis 13. September sowie in den Herbstferien sogar täglich. Auf die Besucher warten das Mountain Escape Spiel „Das Geheimnis der Gemeindealpe“, die 4,6 Kilometer lange Mountaincartstrecke, der Modell-Crawler Parcours, gut markierte Wanderwege in unterschiedlichen Schwierigkeitsgraden, der 800 Meter lange kinderwagentaugliche Panoramarundweg im Gipfelbereich, beste regionale Kulinarik im Bergrestaurant Terzerhaus, Relaxstationen im Gipfelbereich und Rastplatzerln im Bereich der Mittelstation. Die beiden Sesselbahnen bringen die Gäste bequem von 800 auf 1.626 Meter Seehöhe. Vorankündigung : Ab Juli 2026 wird ein zweites Escape Spiel – speziell für Familien und rätselbegeisterte Kinder ab 8 Jahren – bereitstehen. Veranstaltungstipp : Am 21. Juni heißt es wieder „Rock am Berg“: The Ridin‘ Dudes Trio spielt von 13:00 bis 15:00 Uhr im Gipfelbereich auf und bietet ein musikalisches Outdoor-Erlebnis der Extraklasse. Infos & Buchung: www.gemeindealpe.at

Öffentliche Anreise

Reblaus Express : Mit den leo poldi Regionalbuslinien 814, 815, 875, 876, 877, 878, 888 sowie den Zügen der ÖBB geht's zum Bahnhof Retz. Der Bahnhof Drosendorf (Haltestelle Drosendorf Schulen) ist mit den leo poldi Regionalbuslinien 875 und 886 erreichbar.

Schneebergbahn : Mit den leo poldi Regionalbuslinien 330 und 350 sowie den Zügen der ÖBB geht's zum Bahnhof Puchberg.

Gemeindealpe Mitterbach : Die Mariazellerbahn-Haltestelle Mitterbach ist nur wenige Gehminuten von der Talstation der Gemeindealpe entfernt. Die Gemeinde Mitterbach/Erlaufsee wird vom leo poldi Regionalbus 169 bedient. Aus Fahrtrichtung Mariazell bringt die RegioBuslinie 197 die Fahrgäste zur Gemeindealpe (Haltestelle Mitterbach/Erlaufsee Sessellift). Alle Verbindungen sind unter https://routing.leopoldi.info abrufbar.

Quelle: NÖVOG 25.04.2026

 
80. Vectron-Lokomotive ausgeliefert: Siemens schließt Großauftrag für Finnland ab

Abschlusslieferung: 80 Vectron-Elektrolokomotiven an das finnische Eisenbahnunternehmen VR übergeben

Erste Breitspur-Vectron-Flotte vollständig ausgeliefert für den Personen- und Güterverkehr in Finnland

Siemens Mobility hat die letzte von insgesamt 80 Vectron-Elektrolokomotiven aus dem Erstabruf an das finnische staatliche Eisenbahnunternehmen VR übergeben und damit den Anfang 2014 unterzeichneten Liefervertrag abgeschlossen. Zum Zeitpunkt der Vertragsunterzeichnung war dies der größte Einzelauftrag für die Vectron-Plattform und markierte den erstmaligen Einsatz dieser Plattform im finnischen Breitspurnetz. Gleichzeitig stellte er die größte Investition in Schienenfahrzeuge in der Geschichte der VR Group dar. Alle Lokomotiven wurden pünktlich und innerhalb des vertraglich vereinbarten Zeitrahmens geliefert.
 
„Der Abschluss dieses Auftrags unterstreicht die Vielseitigkeit der Vectron-Plattform und unsere Erfahrung im Management komplexer Lokomotivprojekte von der Designanpassung bis zur endgültigen Lieferung“, sagte Steffen Bobsien, Vice President Locomotives and Coaches bei Siemens Mobility. „Er spiegelt zudem die starke Partnerschaft wider, die wir während dieses Projekts mit der VR Group aufgebaut haben. Wir freuen uns, die VR Group bei der Modernisierung ihrer Flotte für den Bahnbetrieb in Finnland unterstützt zu haben.“

„Die operative Zuverlässigkeit ist ein Schlüsselfaktor für unsere Kunden im Schienenverkehr. Deshalb investieren wir langfristig und systematisch in Schienenfahrzeuge. Die für die anspruchsvollen Betriebsbedingungen Finnlands entwickelten Sr3-Elektrolokomotiven dienen sowohl dem Personen- als auch dem schweren Güterverkehr. Diese Investition stärkt die operative Zuverlässigkeit im gesamten Schienenverkehr und unterstützt die finnische Industrie sowie zuverlässige Personenverkehrsdienste – jetzt und in Zukunft“, sagt Joonas Roivainen, Vice President, Fleet Management bei VR.
 
Die Lokomotiven wurden speziell angepasst, um eine zuverlässige Leistung unter anspruchsvollen klimatischen Bedingungen, einschließlich Temperaturen von bis zu –40 Grad Celsius, zu gewährleisten und die betrieblichen und regulatorischen Anforderungen des Schienenverkehrs in Nordeuropa zu erfüllen. Die Fahrzeuge wurden im Siemens Mobility Werk in München, Deutschland, gefertigt, während die Drehgestelle in Graz, Österreich, produziert wurden.
 
Die Lokomotiven wurden im Laufe des Projekts phasenweise geliefert und sind seitdem vollständig in die Flotte der VR Group für den Personen- und Güterverkehr integriert. Bislang hat die Flotte rund 72 Millionen Kilometer im Betrieb zurückgelegt.
 
Mit dem Abschluss dieses Vertrags bekräftigt Siemens Mobility seine Erfolgsbilanz bei der Lieferung standardisierter und dennoch hochgradig anpassungsfähiger Lokomotivplattformen, die für unterschiedliche Spurweiten, Betriebsumgebungen und regulatorische Rahmenbedingungen weltweit konzipiert sind. Als modulare und hochflexible Plattform sind Vectron-Lokomotiven für den Betrieb unter unterschiedlichsten klimatischen Bedingungen ausgelegt – von extremer Kälte in Polarregionen bis hin zu hohen Temperaturen in Wüstenumgebungen. Bis heute hat Siemens Mobility mehr als 2.900 Lokomotiven der Vectron-Familie an über 110 Kunden verkauft, und die Flotte hat rund 1,35 Milliarden Kilometer im Einsatz zurückgelegt. Lokomotiven auf Basis der Vectron-Plattform sind für den Betrieb in 20 europäischen Ländern zugelassen.

Quelle Siemens 25.4.2026
 
ÖBB bestellen sieben weitere FLIRT Akku für Niederösterreich

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) setzen weiter auf emissionsfreien Regionalverkehr und bestellen sieben zusätzliche FLIRT Akku bei Stadler. Die Züge werden in Bussnang gefertigt und sparen jährlich 500'000 Liter Diesel ein. Die Auslieferung ist für 2028 geplant.

Mit der weiteren Bestellung setzen die ÖBB ihren Weg zur Modernisierung und Dekarbonisierung des Regionalverkehrs fort. Die batteriebetriebenen FLIRT Akku ermöglichen einen emissionsfreien Betrieb auch auf nicht elektrifizierten Strecken. Ab dem Fahrplanjahr 2029 werden die neuen Akkutriebzüge schrittweise bestehende Dieseltriebzüge in Niederösterreich ersetzen, zum Beispiel auf den Strecken der Kamptalbahn oder der Erlauftalbahn.
 
«Der FLIRT Akku zeigt, wie moderne Technologie und nachhaltige Mobilität Hand in Hand gehen. Wir freuen uns sehr über das Vertrauen der ÖBB und dass wir die erfolgreiche Zusammenarbeit fortführen können», sagt Ansgar Brockmeyer, Leiter der Division Marketing & Sales von Stadler.
 
Im Juli 2023 hatten die ÖBB und Stadler einen Rahmenvertrag über bis zu 120 FLIRT Akku abgeschlossen. Der erste Abruf umfasste 16 Fahrzeuge für die Kamptalbahn. Nun erfolgt der Zweitabruf.
 
Komfortabel, barrierefrei und flexibel unterwegs
Die FLIRT Akku bieten über 160 Sitzplätze, barrierefreie Einstiege, geräumige Mehrzweckbereiche für Kinderwagen, Rollstühle und Fahrräder sowie Steckdosen und USB-C-Anschlüsse. Dank der hybridfähigen Antriebstechnologie können die Züge sowohl unter Fahrleitung als auch rein batterieelektrisch betrieben werden. Auf Strecken ohne Oberleitung fahren die Züge mit der eingebauten Batterie.
 
Jährliche Einsparung von 500'000 Liter Diesel
Mit den sieben neuen FLIRT Akku spart die ÖBB im Vergleich zur dann ausgemusterten Dieselflotte bis zu 500'000 Liter Diesel pro Jahr. Das reduziert den CO 2 -Ausstoss um rund 1200 Tonnen jährlich, was dem Verbrauch von rund 300 Einfamilienhäusern entspricht.
 
Mit dem Abruf stärken Stadler und die ÖBB ihre langjährige Partnerschaft und setzen ein klares Zeichen für eine klimafreundliche, moderne und effiziente Mobilität im regionalen Bahnverkehr.

Quelle: Stadler/16.03.2026

 
Stadler liefert FLIRT-Züge für Grosspolen

Stadler und das Marschallamt der Woiwodschaft Grosspolen haben einen Vertrag über die Lieferung von bis zu 20 FLIRT-Zügen unterzeichnet. Die Fahrzeuge tragen ab 2028 zu einem nachhaltigeren und effizienteren regionalen und städtischen Verkehrssystem bei. Gebaut werden die Züge in Polen selbst.

«Wir werden innovative FLIRT-Fahrzeuge der neuesten Generation nach Grosspolen liefern – moderne und energieeffiziente Triebzüge, von denen weltweit bereits mehr als 3000 Einheiten in 24 Ländern verkauft wurden. Die FLIRT-Flotte hat ihre Zuverlässigkeit und ihren Komfort seit Jahren eindrucksvoll bewiesen», sagt Radoslaw Banach, Vorstandsvorsitzender von Stadler Polska bei der Vertragsunterzeichnung am 12. März 2026. Allein im Stadler Werk in Siedlce wurden mehr als 650 FLIRT-Züge für Betreiber aus 18 Ländern gebaut – 127 davon fahren auf polnischen Gleisen.
 
Das Auftragsvolumen für Grosspolen liegt bei rund 263 Millionen Euro und umfasst zunächst 10 fünfteilige FLIRT-Elektrotriebzüge, mit einer Option auf weitere 10 Fahrzeuge. Die ersten Züge sollen Anfang 2028 in Betrieb gehen.
 
Bedeutender Auftrag für Polen

Die Umsetzung des Vertrags ist für die Region besonders wichtig – sowohl für die Entwicklung eines modernen und sicheren Bahnverkehrs als auch für die Stärkung der Ingenieurskompetenz von Stadler in Grosspolen.
 
«Die Ingenieurinnen und Ingenieure von Stadler Polska – darunter unser Team in Poznan – werden die neuen Fahrzeuge für Grosspolen entwickeln und damit einen direkten Mehrwert für die Region schaffen. Unser lokales Engineering-Team besteht derzeit aus 100 Fachkräften, etwa die Hälfte davon arbeitet in Poznan. Dieses Jahr wollen wir weitere 20 Ingenieure einstellen», ergänzt Radoslaw Banach.

3000 FLIRT-Züge in 24 Ländern

FLIRT ist das weltweit meistverkaufte Zugmodell von Stadler. In Polen verkehren FLIRT-Züge unter anderem für Koleje Mazowieckie, die Lódzka Kolej Aglomeracyjna, Koleje Slaskie und PKP Intercity. Fahrgäste schätzen den hohen Komfort, Betreiber die Zuverlässigkeit und Wirtschaftlichkeit.
 
Die Leichtbauweise aus Aluminium sorgt für einen besonders niedrigen Energieverbrauch und reduziert Betriebskosten sowie den ökologischen Fussabdruck im Vergleich zu herkömmlichen Stahlzügen. Damit eignen sie sich ideal für Regionen, die auf nachhaltigen öffentlichen Verkehr setzen.

Die fünfteiligen Züge enthalten:

  • Grosszügige Einstiegsbereiche
  • Viel Niederflurfläche
  • Vollständige Barrierefreiheit für mobilitätseingeschränkte Personen, Rollstuhlfahrer, Kinderwagen und Radfahrer
  • ETCS Level 2
  • Klimaanlage
  • Videoüberwachung
  • Modernes Fahrgastinformationssystem
  • WLAN
  • Sicherheitsausstattung wie Defibrillatoren und Notrufsprechanlagen

 
Jeder Zug bietet Platz für bis zu 632 Fahrgäste, davon über 250 Sitzplätze, und erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.
 
Lokale Entwicklung, Produktion und Lieferketten

Stadler ist seit 2006 in Polen aktiv und baut seine Präsenz kontinuierlich aus – durch Investitionen in lokale Produktion, Serviceeinrichtungen und Engineering-Kapazitäten. Heute beschäftigt das Unternehmen mehr als 2000 Mitarbeitende in Polen:

  • drei Produktionsstandorte in Siedlce, Sroda Wielkopolska und Bialystok
  • Engineering-Büros in Poznan, Siedlce und Warschau
  • Servicezentren in Lódz und Sochaczew
Quelle: Stadler/16.03.2026


 
Wachaubahn: Start in die Saison mit barrierefreiem Bahnhof Aggsbach Markt

Die Modernisierungsarbeiten an der Strecke der Wachaubahn sind abgeschlossen und die Traditionsbahn startet pünktlich zur Marillenblüte am 13. März 2026 in die Saison. Mit dem „Frühlingsticket Wachau“ erreichen die Fahrgäste nicht nur alle Sehenswürdigkeiten, Ausflugsziele und Orte bequem und stressfrei, es bündelt auch alle Mobilitätsangebote in der UNESCO Weltkulturerbe-Region . „Die Wachaubahn ist nicht nur ein Verkehrsmittel, sie ist auch fahrendes Freizeiterlebnis und bietet aufgrund ihrer erhöhten Trassierung ganz besondere Ausblicke auf die schöne Wachau, ihre blühenden Marillenbäume und die herrliche Natur. Mit dem neugestalteten, barrierefreien Bahnhof Aggsbach Markt setzen wir einen weiteren wichtigen Meilenstein, um die Wachaubahn zukunftsfit und komfortabel zu gestalten “, informiert NÖ Verkehrslandesrat LH-Stellvertreter Udo Landbauer.

Der Bahnhof Aggsbach Markt wurde im Zuge der diesjährigen Winter- und Frühjahrsbauarbeiten entlang der Strecke saniert und barrierefrei ausgestaltet. Die Gleisanlage im Bahnhofsbereich wurde erneuert, die Entwässerungsanlage entsprechend saniert bzw. erneuert und neue Kabelwege wurden hergestellt. Der Bahnhof wurde mit einem barrierefreien Randbahnsteig samt neuer Zugänge auf Höhe des bestehenden Bahnhofsgebäudes und zur nördlichen Ortssiedlung hergestellt. Zusätzlich wurde im Bahnhof noch ein bestehender Durchlass saniert und die Energie- und Signaltechnik auf die Anforderungen des neuen Bahnhofes angepasst. So wurden auch der Bahnsteig und das Gleisfeld mit energiesparenden und insektenfreundlichen LED Leuchten ausgestattet.

„Unser Anspruch ist es, die Auswirkungen auf unsere Fahrgäste trotz umfangreicher Bauarbeiten möglichst gering zu halten. Wir bedanken uns bei unseren Mitarbeitern und Partnern, die durch ihr großes Engagement und eine sehr gute Planungsleistung den termingerechten Abschluss der Modernisierungsarbeiten zum Saisonstart am 13. März 2026 gewährleisten. Nun freuen wir uns auf eine erfolgreiche Sommersaison und zahlreiche Fahrgäste, die den besonderen Blick auf das UNESCO Weltkulturerbe genießen möchten“, sagen die NÖVOG Geschäftsführer Wolfgang Schroll und Michael Hasenöhrl.

Die Wachaubahn verkehrt unter dem Dach der Niederösterreich Bahnen, einem Unternehmen der NÖVOG. Sie verbindet Krems an der Donau mit Emmersdorf und verkehrt in der Saison 2026 von 13. März bis 15. November an Samstagen, Sonn- und Feiertagen. Von 24. April bis 1. November ist sie täglich für die Gäste unterwegs, im Advent – von 20. November bis 13. Dezember – an Samstagen-, Sonn- und Feiertagen.

Mit dem „Frühlingsticket Wachau“ reisen Fahrgäste von 13. März bis 26. April 2026 an Samstagen, Sonn- und Feiertagen (=Verkehrstage der Wachaubahn) zum Vorteilspreis von 14 Euro für Erwachsene und 7 Euro für Kinder und Jugendliche (bis zum 15. Geburtstag). Das Ticket ist einen Kalendertag lang gültig und inkludiert innerhalb der Wachau auch die leo poldi Regionalbuslinien 715, 717, 718, 719, 720 und 721 der NÖVOG, die sieben Linien des Citybus Krems sowie die Donaufähren in Dürnstein, Weißenkirchen und Spitz.

Tipp: Für Vielfahrer ist die Saisonkarte bis 01. Mai 2026 zum Frühbuchertarif mit 50 Prozent Rabatt erhältlich.

Öffentliche Anreise : Neben den Zügen der ÖBB bis Krems und Melk bietet die leo poldi Regionalbuslinie 721 eine bequeme An- und Abreise ab Bahnhof Melk nach Emmersdorf Bahnhof. Der leo poldi Shuttlebus verkehrt Montag bis Sonntag von 13. März bis 15. November 2026. Sämtliche Verbindungen findet man mit dem Routenplaner routing.leopoldi.info beziehungsweise über die leopoldi-App.

Quelle: NÖVOG/10.03.2026

 
Arriva Nederland bestellt fünf FLIRT-Züge von Stadler

Stadler und die niederländische Verkehrsgesellschaft Arriva Nederland haben einen Vertrag über die Lieferung von fünf FLIRT-Zügen unterzeichnet. Eingesetzt werden die Fahrzeuge auf den Vechtdallijnen in den Provinzen Overijssel und Drenthe. Die neuen Züge werden die Kapazität, die Anbindung und den Fahrgastkomfort auf den Regionalstrecken von Arriva verbessern. Sie tragen zu einem nachhaltigeren und effizienteren Verkehrsnetz in den Niederlanden bei.

Die fünf bestellten vierteiligen FLIRT-Züge werden die bestehende Stadler-Flotte bei Arriva ergänzen. Für Arriva stehen in den Niederlanden bereits 165 Fahrzeug von Stadler im Einsatz.

Viel Platz, flexibel, barrierefrei

Die neuen FLIRT-Züge für Arriva sind leistungsstark, energieeffizient, barrierefrei und komfortabel. Jede vierteilige Einheit bietet 248 Sitzplätze – darunter 12 in der ersten Klasse – und Platz für insgesamt 457 Fahrgäste. Die Fahrzeuge sind geräumig und haben spezielle Zonen für Rollstuhlfahrer. Die multifunktionalen Bereiche lassen sich an saisonale Bedürfnisse anpassen und je nachdem in Fahrradabstellplätze oder zusätzliche Sitzplätze umwandeln. Ruhebereiche bieten die richtige Umgebung für diejenigen, die arbeiten oder sich entspannen möchten.
 
Die Fahrzeuge werden ausserdem mit modernen, barrierefreien Toiletten, Steckdosen, Echtzeit-Fahrgastinformationsanzeigen und einer übersichtlichen Beschilderung zur Erleichterung der Orientierung ausgestattet sein. Lackiert werden die Züge in einer Kombination aus Violett-, Blau- und Grüntönen. Im Innenraum sorgen neue Sitzbezüge und ein aktualisiertes Farbschema für eine helle, einladende Umgebung. Gebaut werden die Züge vollständig im Stadler-Werk im polnischen Siedlce.

Gemeinsames Engagement für nachhaltige Zukunft

«Mit diesem jüngsten Vertrag bekräftigen Stadler und Arriva ihr gemeinsames Engagement für moderne, barrierefreie und umweltfreundliche Mobilitätslösungen», sagte Pascal Kuenzler, Vertriebsleiter für Benelux bei Stadler. «Die neuen FLIRT-Züge sind wichtig, damit Arriva ihre Nachhaltigkeitsziele erreichen und das Fahrgasterlebnis im gesamten Vechtdallijnen-Netz verbessern kann. Ich danke Arriva für das entgegengebrachte Vertrauen».
 
«Seit 2012 betreibt Arriva in den Niederlanden Zugverbindungen zwischen Zwolle und Emmen sowie zwischen Almelo und Hardenberg. In dieser Zeit sind die Fahrgastzahlen und die Kundenzufriedenheit dank Fahrplanverbesserungen und der Einführung moderner Fahrzeuge stetig gestiegen», sagte Annemarie Hoogeveen, Regionaldirektorin bei Arriva Nederland. «Die fünf neuen FLIRT-Züge werden die nötige Kapazitätserhöhungen zwischen Zwolle und Emmen unterstützen und die regionale Bahnanbindung weiter stärken».

Langjährige Partnerschaft wird gestärkt

Stadler und Arriva verbindet eine fast zwei Jahrzehnte lange Partnerschaft. Ihre Zusammenarbeit begann 2006 mit der ersten Lieferung von Gelenktriebwagen-Zügen (GTW) in die Niederlande. Zwischen 2006 und 2012 lieferte Stadler 122 GTW-Einheiten, gefolgt von 18 WINK-Fahrzeugen, die zwischen 2021 und 2022 ausgeliefert wurden. Von 2016 bis 2024 produzierte Stadler 34 FLIRT-Züge für den Betrieb von Arriva in der Region Limburg.

Quelle: 05.01.2026 / Stadler

 
 
 
 
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