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Eisenbahn News
 

Siemens Mobility digitalisiert Großteil der Güterwagenflotte von DB Cargo

Ausrüstung von 30.000 Güterwagen mit intelligenten Sensoren
• Digitalisierung verbessert Kundenservice und Transporteffizienz in der
Schienenlogistik

Die DB Cargo AG, Europas größte Güterbahn, hat Siemens Mobility beauftragt,
einen Großteil ihrer Güterwagenflotte zu digitalisieren. Die insgesamt 30.000
Güterwagen werden mit der Frachtsensorlösung vom Typ CTmobile ausgestattet.
Mithilfe des Systems kann DB Cargo den Standort des jeweiligen Wagens direkt
und kontinuierlich ermitteln. Ebenso werden Informationen zum Beladungszustand
bereitgestellt. Die Ausstattung der Güterwagen erfolgt über einen Zeitraum von drei
Jahren. Siemens Mobility wird das System für sechs Jahre betreiben und die
Erfassung der Daten sowie den Datenfluss durch den zentralen, hauseigenen CTServer
abwickeln. Der Vertrag beinhaltet eine Option, bis zu 50.000 Güterwagen
auszurüsten.

„In einer Welt ständig fortschreitender Digitalisierung erwarten die Kunden heute ein
hohes Serviceniveau. Sie wollen in Echtzeit wissen, wo ihre Fracht gerade ist, wann
sie am Bestimmungsort eintreffen wird und in welchem Zustand sie ist“, so Steffen
Bobsien, Senior Vice President European Assets &Technology DB Cargo.
„Wir freuen uns, dass DB Cargo uns in diesem Großprojekt, dass gleichzeitig
Modellcharakter für die gesamte Branche hat, ihr Vertrauen ausgesprochen hat. Es
handelt sich für Siemens Mobility um den bisher größten Auftrag für die
Digitalisierung einer Güterwagen-Flotte“, sagte Michael Peter, CEO der Siemens
Mobility GmbH.

Im Jahr 2017 hat DB Cargo bekanntgegeben, dass ihre gesamte Flotte bis 2020 mit neuen Sensoren und neuen Telematiksystemen ausgerüstet wird. Mit dem
CTmobile-System erhält die DB Cargo Güterwagen- und Zuginformationen in
Echtzeit und kann diese an Leitzentralen, Wartungspersonal und Zugbetreiber für eine effiziente Logistik und Routenplanung übertragen. Durch kontinuierliche Überwachung trägt CTmobile dazu bei, nicht nur Diebstahl, Beschädigungen und Unfälle zu verhindern, sondern führt auch zu einer hohen Qualität der Transportdokumente.

Über GPS können die Wagen verfolgt und die erwartete Ankunftszeit kann entsprechend optimal ermittelt werden. Mithilfe der von Sensoren erfassten Daten können Informationen zum Beladungszustand, zur Temperatur und zum Feuchtigkeitsgrad bereitgestellt werden. Da sich die Position jedes einzelnen Wagens problemlos nachverfolgen lässt, kann DB Cargo eine höhere Verfügbarkeit erreichen.
Der Lieferumfang von Siemens Mobility umfasst die am Güterwagen installierte Telematik-Box CTmobile, die die Daten erfasst und über ein Mobilnetz überträgt, sowie CTsensor-Module, die die Bedingungen im Waggon messen, zum Beispiel die Temperatur und Feuchtigkeit, und an die Telematik. Der CTsensor wird in der Regel im oder unter dem Güterwagen montiert und überträgt Sensordaten an die CTmobile-Telematikeinheit. Die Telematikeinheit zeichnet die GPS-Position auf und überträgt sie an die CTcentral-Serveranwendung von Siemens Mobility. Einzelne und aggregierte Statusinformationen können über einen sicheren Web-Zugriff oder einen automatischen E-Mail- oder SMS-Alarm überwacht und analysiert werden. Die Daten von allen entsprechend ausgerüsteten Wagen werden im Server gesammelt und die Informationen über eine Standardschnittstelle an den Kunden übertragen, wo sie mit weiteren Informationen aus den Geschäftssystemen des Kunden angereichert und verarbeitet werden.

Quelle: Siemens / 20.09.2018

 
Neuer Loc Pool gegründet – Fokus auf Hybridloks

Der neu gegründete European Loc Pool bietet Bahnbetreibern und Logistikunternehmen in ganz Europa Lokomotiven inklusive Full-Service-Lösungen an. Am 18. September 2008 ist der European Loc Pool im Rahmen der InnoTrans in Berlin der Öffentlichkeit präsentiert worden.
 

Die Bank Reichmuth & Co aus Luzern und die PCS Holding AG aus Frauenfeld haben aufgrund der grossen Nachfrage nach innovativen Leasing-Lösungen den European Loc Pool (ELP) mit Sitz in Frauenfeld gegründet. Der ELP bietet den Leasingnehmern neben Lokomotiven auch ein umfassendes Service-Dienstleistungs-Paket an. Die Service-Dienstleistungen decken die gesamte Lebensdauer der Lokomotiven ab – dazu zählen sowohl präventive und korrektive Instandhaltungsarbeiten als auch Hauptuntersuchungen und Revisionen. Weil der Leasingnehmer keine eigene Infrastruktur für Wartung aufbauen muss, können Synergien genutzt und Kosten gespart werden und der Bahnbetreiber kann sich auf sein Kerngeschäft konzentrieren. Die komplette Wartung und der Unterhalt der Lokomotiven sind in der Leasingrate bereits enthalten.
 
Das sogenannte Full-Service-Leasing ist zur gefragtesten Beschaffungsmethode von Rollmaterial für öffentliche und private Bahnbetreiber geworden. Die Gründung von ELP ist eine Reaktion auf diese neue Marktumgebung und ermöglicht es Bahnbetreibern, nicht nur Rollmaterial zu leasen, sondern gleichzeitig auch Serviceleistungen in Anspruch zu nehmen, die eine langjährige Laufleistung auf qualitativ hochwertigem Niveau sicherstellen.
 
Portfolio wird ausgebaut
 
Der Fokus des ELP richtet sich zurzeit auf sechsachsige EuroDual-Lokomotiven. Diese Hybridlokomotiven sind eine Spezialität des ELP. Sie ermöglichen den Betrieb auf elektrifizierten sowie nicht-elektrifizierten Strecken und bieten damit logistische Vorteile. In einem nächsten Schritt sollen elektrische Mehrsystemlokomotiven in das Portfolio aufgenommen werden, welche für den Betrieb auf den definierten Nord-Süd- und West-Ost-Korridoren vorgesehen sind, sowie vierachsige bimodale Ranigerlokomotiven.
 
CEO der neuen Loc-Pool-Gesellschaft ist der Niederländer Willem Goosen. Er war von 1993 bis 2004 bei GE Capital / GE Rail Services und von 2005 bis 2009 bei der australischen Investmentgesellschaft Babock & Brown als Geschäftsführer der CBRail in München tätig und ist anschliessend nach Südafrika ausgewandert. Dort war er in Führungspositionen bei verschiedenen Firmen im Bereich Business Development involviert und hat zwei neue Rolling-stock-Leasing-Firmen sowie einen Rail-Infrastructure-Investment-Fund gegründet. Das Verwaltungsratspräsidium hat der Brite Haydn Turner Abbott inne. Seit 2015 ist er Non-Executive Director bei Porterbrook Leasing in Derby und war von 1999 bis 2010 CEO bei Angel Trains International und Alpha Trains. Er zeichnete in dieser Funktion massgeblich für den erfolgreichen Aufbau der beiden Firmen verantwortlich.
 
Der Verwaltungsrat setzt sich des Weiteren aus Urs Gerspacher (seit 2003 Managing Partner AIL Structured Finance), Stefan Matthias Hasenböhler (seit 2008 Mitglied der Geschäftsleitung Reichmuth & Co Investment Management, Partner, Leiter Private Markets, seit 2012 Chairman InRoll), Christoph Karl Reichmuth (Präsident des Verwaltungsrats der Privatbank Reichmuth & Co.) und Peter Spuhler (Eigentümer und Verwaltungsratspräsident von Stadler) zusammen.

Die erste Bestellung des European Loc Pool erfolgte bei Stadler und umfasst zehn EuroDual-Lokomotiven inklusive Full-Service-Paket. Die Lieferung der Lokomotiven ist für die zweite Hälfte 2019 und erste Hälfte 2020 vorgesehen.

Quelle: European Loc Pool / 20.09.2018
 
Aus Berlin für Berlin: Stadler und Siemens stellen den
ersten Halbzug der neuen S-Bahn vor

Herstellerkonsortium präsentiert Fahrzeug auf der Innotrans - S-Bahnzug am Wochenende auch fürs Publikum geöffnet

Das Herstellerkonsortium aus Stadler und Siemens und die S-Bahn Berlin haben heute auf der Innotrans, der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik in Berlin, den ersten Halbzug der neuen S-Bahn für die deutsche Hauptstadt vorgestellt. Das vierteilige Fahrzeug wird ab 2021 auf dem Teilnetz Ring/Südost verkehren.

Während der Innotrans kann der Zug vom 18. – 23. September genau unter die Lupe genommen werden. Das Fahrzeug ist auch während der Publikumstage geöffnet, so dass Berlinerinnen und Berliner sich selbst einen ersten Eindruck von „ihrer“ neuen S-Bahn machen können. Dabei ist sie selbst eine waschechte Berlinerin: Entworfen, entwickelt und hergestellt von zwei tief in der Hauptstadt verwurzelten Unternehmen, sind die 106 neuen Züge genau auf die Bedürfnisse Berlins zugeschnitten.

Während der Präsentation enthüllte Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin, gemeinsam mit dem Chef der Senatskanzlei, Christian Gaebler, und Susanne Henckel, Geschäftsführerin des
Verkehrsverbunds Berlin-Brandenburg (VBB), die Logos der S-Bahn und des VBB. „Die Vorfreude steigt mit jedem Schritt, den der Zug seinem Fahrgasteinsatz näherkommt. Diese Vorfreude können wir nun mit den
Berlinern und Brandenburgern teilen, die in dieser Woche ihre neue S-Bahn endlich live erleben können“, sagt Peter Buchner.

Man erkennt die „Neue“ auf den ersten Blick an der typisch gelb-roten Farbgebung. Dennoch ist einiges anders: Die modern gestaltete Front der Züge, hinter der die Bedienelemente in der Fahrerkabine nach aktuellen ergonomischen Erkenntnissen angeordnet sind, ebenso wie die Integration sämtlicher Bildschirme in das Fahrerpult, was dem Fahrer eine deutlich bessere Sicht auf die Strecke ermöglicht.

Im Innenraum kommen ebenfalls neueste Gestaltungsmodelle zum Tragen: Der 73,6 Meter lange vierteilige Halbzug mit 184 Sitzplätzen ist komplett durchgängig und ermöglicht so eine optimierte Fahrgastverteilung. Erstmalig ist die neue S-Bahn-Baureihe für Berlin mit einer Klimaanlage ausgestattet. Aufgrund der durch das Berliner S-Bahn-Netz vorgegebenen Fahrzeughöhe wurde eine besondere Lösung für das Einbringen der entsprechenden Komponenten projektiert. Während ein Teil der Klimaanlage im Bereich über den Sitzgruppen in der Fahrzeugdecke eingelassen ist, befinden sich weitere Bauteile der Anlage unter dem Fahrzeugboden. Das neue Fahrgastinformationssystem beinhaltet u.a. eine Flachbildschirm-Anzeige auf jeder Wagenseite, welche die Inhalte dank einer hohen Auflösung gestochen scharf anzeigt und die Fahrgäste über den Streckenverlauf informiert. Auch außen ist auf einer LED-Anzeige seitlich vom Bahnsteig aus erkennbar, welche Linie am Gleis steht und wohin sie fährt.

Konsortialführer Stadler übernimmt neben Design und Entwicklung der neuen Fahrzeug-Baureihe den mechanischen und wagenbaulichen Teil der Konstruktion und Fahrzeugproduktion. Darunter fallen beispielsweise die Klimatisierung, Türen, Wagenkasten und die Montage aller Komponenten. Siemens verantwortet den elektrischen Anteil. Dies umfasst das Antriebs- und Bremssystem, die Bordnetzversorgung, Fahrzeugsteuerung, Zugsicherungs- und Fahrgastinformationssystem sowie die Drehgestelle.

Die neuen Fahrzeuge werden ab 2021 auf dem Berliner Teilnetz Ring/Südost eingesetzt. Die Vorserienproduktion umfasst fünf Halb- sowie fünf Viertelzüge, welche 2020 ausgeliefert werden, um ab Januar 2021 auf der Linie S 8 (Spindlersfeld- Südkreuz) in Betrieb zu gehen. Die weiteren 96 Züge werden bis Ende 2023 auf der Ringbahn (S41, S42) sowie auf den Linien S45, S46 und S47 im Fahrgastbetrieb fahren. Das Projekt „Neue S-Bahn für Berlin und Brandenburg“ liegt damit weiter im Zeitplan.

Ulf Braker, CEO Stadler Pankow GmbH: „Der 2015 mit der S-Bahn Berlin geschlossene Vertrag stellt für Stadler einen wesentlichen Meilenstein für unsere Aktivitäten in Deutschland und vor allem in Berlin dar. Wie bei allen unseren Projekten verfolgen wir auch hier höchste Ansprüche an die Qualität unserer Arbeit. Als in Berlin produzierendes Unternehmen sind wir natürlich besonders stolz, heute die erste neue S-Bahn aus Berlin für Berlin vorstellen zu dürfen. Wir haben hier unsere Erfahrungen im Bereich von exakt auf die Kundenbedürfnisse zugeschnittenen Tailor-Made-Fahrzeugen mit eben diesen hohen Qualitätsansprüchen für die Fahrgäste der deutschen Hauptstadt verbunden.“

Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility GmbH: „Wir sind stolz darauf, erneut einen wichtigen Beitrag für die Mobilität der Stadt zu leisten, in der unser Unternehmen vor über 170 Jahren gegründet wurde. Die neue S-Bahn für Berlin vereint Tradition und High-Tech, und unter der fast hundertjährigen Farbkombination gelb-rot schlägt ein junges Herz. Mit einer hohen Redundanz der Antriebsanlage, modernster Bordnetzversorgung sowie zuverlässiger Fahrzeugsteuerung und Zugsicherung ermöglichen wir der S-Bahn Berlin einen reibungslosen Betrieb.“

Quelle: Stadler/18.09.2018
 
Neuste Generation der sechsachsigen EURODUAL-Lokomotive
an der InnoTrans

Stadler und die Havelländische Eisenbahn AG (HVLE) präsentieren heute die neuste Generation der
sechsachsigen EURODUAL-Lokomotive an der InnoTrans. HVLE hat im Jahr 2017 zehn dieser
Lokomotiven für den Gütertransport in Deutschland bestellt.

Die EURODUAL von Stadler steht für maximale Energieeffizienz, Leistung und Zuverlässigkeit – somit auch für maximale Wirtschaftlichkeit auf Seiten der Bahnbetreiber. Die leistungsstarke Lokomotive ist dafür ausgelegt, die durch gemischten Verkehr geprägten europäischen Korridore mit hoher Geschwindigkeit zu passieren. Durch das hochmoderne Adhäsionskontrollsystem und eine beachtliche Zugkraft von bis zu 500 kN kann die EURODUAL die grösste Schleppkapazität auf dem europäischen Markt bieten. Gleichzeitig wird die Umweltbelastung minimiert dank einer Recyclingrate von 97.71 Prozent und eines reduzierten Lärm- und Abgasausstosses. Der verbaute CAT C175-16 Generator erfüllt die neuesten europäischen Normen der Stufe IIIB und Stufe V.
 
"Vielseitigkeit, Wirtschaftlichkeit und Umwelt; EURODUAL ist die technologische Antwort von Stadler auf die Herausforderungen des Schienengüterverkehrs. Mit ihrer vorausschauenden Technologie deckt sie jeden Bedarf effizient und zuverlässig ab und bietet den Bahnbetreibern zahlreiche wirtschaftliche und ökologische Vorteile", sagt Iñigo Parra, CEO von Stadler Valencia, bei der Vorstellung der Lokomotive an der InnoTrans.
 
"Der Kauf der EURODUAL als Erstkunde ist ein Meilenstein in der ehrgeizigen Qualitätsstrategie von HVLE. Die EURODUAL wird es HVLE ermöglichen, unsere Marktposition zu stärken und nachhaltiges Wachstum zu realisieren", ergänzt Martin Wischner, Vorstandsmitglied von HVLE.
 
HVLE plant, die EURODUAL auf der anspruchsvollen Strecke Blankenburg-Rübeland einzusetzen. Diese weist ein Gefälle von über 63‰ auf. Auf dieser steilsten öffentlichen Güterverkehrslinie Europas müssen bis zu 1‘650 Tonnen schwere Züge bergab mit zwei Lokomotiven geführt werden.
 
HVLE ist Erstabnehmer dieser neusten Generation von sechsachsigen, bimodalen Lokomotiven, die von Stadler für den europäischen Markt entwickelt worden sind. Der Vertrag über die Lieferung von zehn Lokomotiven – inklusive Full-Service-Wartung – ist letztes Jahr unterschrieben worden. Der Zulassungsprozess der ersten beiden Exemplare hat vor einigen Wochen in Deutschland begonnen, ausgeliefert wird ab 2020. Die leistungsstarken Lokomotiven erzeugen bis zu 7‘000 kW im elektrischen Modus und bis zu 2‘800 kW im dieselelektrischen Betrieb und werden für den Gütertransport bei Geschwindigkeiten bis zu 120 km/h in ganz Deutschland zum Einsatz kommen – dies in Kombination von 15 kV AC und 25 kV AC Elektro- und Dieselantriebsmodi.
 
HVLE ist einer der führenden Schwerlastverkehrsbetreiber in Deutschland.

Quelle: Stadler / 18.09.2018

 
ÖBB und Siemens entwickeln Akkutriebzug

Einsatz auf nicht-elektrifizierten Bahnstrecken
 Test im Fahrgasteinsatz in zweiter Jahreshälfte 2019 geplant
 Umweltfreundlicherer Betrieb durch bis zu 50 Prozent
weniger CO2 Emission im Vergleich zum Dieselantrieb


Die Österreichische Bundesbahn (ÖBB) und Siemens Mobility investieren
gemeinsam in die Zukunft des Personenverkehrs und entwickeln einen elektrohybriden
Batterieantrieb für Züge. Beide Unternehmen stellten heute in Wien das
erste Ergebnis dieses innovativen Pilotprojekts, den Prototyp des Cityjet eco vom
Typ Desiro ML, vor. Der Cityjet eco ist als Akkutriebzug eine Alternative für nichtelektrifizierte
Strecken, die heute größtenteils mit dieselbetriebenen Personenzügen
befahren werden. Im Vergleich zum Dieselantrieb können die CO2-Emissionen um
bis zu 50 Prozent reduziert werden. Nach umfangreichen Tests des Zuges findet ein
erster Einsatz im Fahrgastbetrieb voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019
statt. Der Prototyp wird auf der Innotrans 2018, der internationalen Leitmesse für
Verkehrstechnik, vom 18.-21. September auf Gleis 1/400 in Berlin präsentiert.

„Der Klimaschutz nimmt bei den ÖBB einen sehr hohen Stellenwert ein. Wir sind
immer auf der Suche nach Möglichkeiten, unsere Produkte zu verbessern und
umweltfreundlich zu gestalten. Daher legen die ÖBB auch in Zukunft einen starken
Fokus auf den Ersatz von Dieselfahrzeugen. Mit dem Cityjet eco setzen die ÖBB
hier als größtes Klimaschutzunternehmen Österreichs eine weitere Initiative im
Kampf gegen den Klimawandel“, sagte Evelyn Palla, Vorstandsmitglied der ÖBB
Personenverkehr AG.

„Alternative und umweltfreundliche Antriebe wie Batterien, Wasserstoff und
Zweikraftsysteme werden in unserem Portfolio immer wichtiger. Beim Desiro ML
ÖBB Cityjet eco gibt es viele Gewinner: Zu vergleichsweise geringen
Investitionskosten erhält unser Kunde eine deutlich flexibler einsetzbare Zugflotte,
und die Fahrgäste freuen sich über das Plus beim Reisekomfort“, sagte
Sabrina Soussan, CEO Siemens Mobility.

Siemens entwickelt einen elektro-hybriden Batterieantrieb, der es möglich macht,
dass der Zug auf elektrifizierten Strecken Energie über seinen Stromabnehmer
aufnimmt und gleichzeitig in den neu mitgeführten Batterien speichert. Diese
Energie kann für den Betrieb auf nicht-elektrifizierten Strecken genutzt werden.
Sobald der Zug die elektrifizierte Strecke verlässt, speisen die Batterien das
Energieversorgungssystem des Zuges. Gemeinsam mit den ÖBB wird diese
Technologie nun in einem Pilotprojekt in den kommenden Monaten in der Praxis auf
Herz und Nieren geprüft und zur Serienreife weiterentwickelt.

Im gemeinsamen Pilotprojekt mit Siemens sichern sich die ÖBB als eine der ersten
europäischen Bahnen wertvolle Erkenntnisse und können damit ihre
Angebotsqualität für die Fahrgäste und die Nachhaltigkeit ihrer Flotte weiter
ausbauen. Das Pilotprojekt wird mit einem Zug aus der aktuell für die ÖBB
laufenden Serienproduktion des Siemens Desiro ML umgesetzt. Die Bauweise des
Fahrzeuges ermöglicht es, zusätzliche Dachlasten aufzunehmen. Damit sinkt die
ansonsten branchenweit übliche Liefer- und Fertigungszeit eines Neufahrzeugs von
bis zu 36 Monaten auf weniger als die Hälfte.

Die Batterieanlage am Mittelwagen des umgebauten Triebfahrzeuges umfasst drei
Batteriecontainer, zwei DC/DC-Steller, einen Batteriekühler sowie weitere
Elektronikbauteile. Zum Einsatz kommen Lithium-Titanat-Batterien (LTOTechnologie).
Diese modifizierten Batterien erlauben – verglichen mit
herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien – deutlich höhere Ladeströme zur
Schnellladung. Durch ein spezielles thermisches Konzept der Batteriecontainer wird
erwartet, dass es keinen Einfluss auf die Lebensdauer und den Ladezustand der
Akkusaufgrund äußerer Witterungsverhältnisse geben wird. Die Lebensdauer der
Batterien soll bei Serienreife rund 15 Jahre betragen, was zur Folge hätte, dass sie
über die Gesamtnutzungsdauer des Zuges nur einmal gewechselt werden müssen.

Quelle: Siemens/10.09.2018

 
ÖBB und Siemens setzen mit dem Cityjet eco neue Maßstäbe auf nicht-elektrifizierten Strecken im Nah- und Regionalverkehr

ÖBB und Siemens entwickeln umweltfreundlichen Zug mit elektro-hybridem Batterieantrieb mit bis zu 50% weniger CO2 Emission
 Einsatz auf nicht-elektrifizierten Bahnstrecken
 Test im Fahrgasteinsatz in zweiter Jahreshälfte 2019 geplant

(Wien, 10.09.2018) – Gemeinsam investieren Siemens und ÖBB viel Know-How, um die Zukunft des Personenverkehrs noch umweltfreundlicher zu gestalten. Der in Wien vorgestellte Prototyp des Cityjet eco ist das erste Ergebnis dieses innovativen Pilotprojekts. Mit diesem Zug kann künftig eine nachhaltige Alternative zu Dieselfahrzeugen abseits der Hauptverkehrsrouten geboten werden.
Bahnfahren noch umweltfreundlicher

Der Cityjet eco ist eine Alternative für nicht-elektrifizierte Strecken, die heute größtenteils mit dieselbetriebenen Personenzügen befahren werden.
Evelyn Palla, Mitglied des Vorstands der ÖBB-Personenverkehr AG: „Mit dem Cityjet eco stellen die ÖBB den ersten Prototyp einer neuen Generation von Akkutriebzügen auf die Schiene. Dieses Leuchtturmprojekt hat das Potential, die noch vorhandenen Treibhausgasemissionen im österreichischen Bahnverkehr weiter massiv zu reduzieren, und das Angebot für unsere Fahrgäste gleichzeitig auf Cityjet-Niveau anzuheben. Mit dem Cityjet eco läuten die ÖBB somit ein neues Zeitalter für einen noch umweltfreundlichen Bahnverkehr ein.“

„Unsere Forschungsergebnisse zeigen klar, dass ein elektro-hybrider Batterieantrieb die beste Technologie für den gemischten Einsatz von Zügen auf Österreichs Haupt- und nicht-elektrifizierten Strecken ist,“ erläutert Arnulf Wolfram, CEO der Siemens Mobility GmbH Österreich. „Mit den ÖBB haben wir dafür einen konstruktiven Partner gefunden, der viele unserer Fahrzeuge im Einsatz hat und uns zu immer Innovationen und neuen Höchstleistungen anspornt.“

Siemens entwickelt einen elektro-hybriden Batterieantrieb, der es möglich macht, dass der Zug auf elektrifizierten Strecken Energie über seinen Stromabnehmer aufnimmt und gleichzeitig in den neu mitgeführten Batterien speichert. Diese Energie kann für den Betrieb auf nicht-elektrifizierten Strecken genutzt werden. Sobald der Zug die elektrifizierte Strecke verlässt, speisen die Batterien das Energieversorgungssystem des Zuges. Gemeinsam mit den ÖBB wird diese Technologie nun in einem Pilotprojekt in den kommenden Monaten in der Praxis auf Herz und Nieren geprüft und zur Serienreife weiterentwickelt.

Innovatives Pilotprojekt für nachhaltiges Bahnfahren
Im gemeinsamen Pilotprojekt mit Siemens sichern sich die ÖBB als eine der ersten europäischen
Presseinformation

Bahnen wertvolle Erkenntnisse und können damit ihre Angebotsqualität für die Fahrgäste und die Nachhaltigkeit ihrer Flotte weiter ausbauen. Nach umfangreichen Tests des Zuges findet ein erster Einsatz im Fahrgastbetrieb voraussichtlich in der zweiten Jahreshälfte 2019 statt. Der Prototyp wird auch bei der InnoTrans 2018, der internationalen Leitmesse für Verkehrstechnik, von 18.-21. September einem breiten Publikum in Berlin präsentiert.

Rascher und effizienter Einsatz

Das Pilotprojekt wird mit einem Zug aus der aktuell für die ÖBB laufenden Serienproduktion des Siemens Desiro ML umgesetzt. Die Bauweise des Fahrzeuges ermöglicht es, zusätzliche Dachlasten aufzunehmen. Damit sinkt die ansonsten branchenweit übliche Liefer- und Fertigungszeit eines Neufahrzeugs von bis zu 36 Monaten auf weniger als die Hälfte.

Zahlen, Daten, Fakten – die technischen Komponenten

Die Batterieanlage am Mittelwagen des umgebauten Triebfahrzeuges 119 (4746 049) der Serie DESIRO ML umfasst drei Batteriecontainer, zwei DC/DC-Steller, einen Batteriekühler sowie weitere Elektronikbauteile. Zum Einsatz kommen Lithium-Titanat-Batterien (LTO-Technologie). Diese modifizierten Batterien erlauben – verglichen mit herkömmlichen Lithium-Ionen-Batterien – deutlich höhere Ladeströme zur Schnellladung. Durch ein spezielles thermisches Konzept der Batteriecontainer erwarten die ExpertInnen, dass es keinen Einfluss auf die Lebensdauer und den Ladezustand der Akkusaufgrund äußerer Witterungsverhältnisse geben wird. Die Lebensdauer der Batterien soll bei Serienreife rund 15 Jahre betragen, was zur Folge hätte, dass sie über die Gesamtnutzungsdauer des Zuges nur einmal gewechselt werden müssen.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 459 Millionen Fahrgäste und 115 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 100 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern. Die ÖBB gehörten 2017 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 41.107 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Über Siemens Österreich

Siemens Österreich zählt zu den führenden Technologieunternehmen des Landes. Insgesamt arbeiten für Siemens in Österreich rund 10.300 Menschen. Der Umsatz lag im Geschäftsjahr 2017 bei rund 3,4 Milliarden Euro. Die Geschäftstätigkeit konzentriert sich auf die Gebiete Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung. Dazu gehören im Wesentlichen Systeme und Dienstleistungen für die Energieerzeugung, -übertragung und -verteilung ebenso wie energieeffiziente Produkte und Lösungen für die Produktions-, Transport- und Gebäudetechnik.

Quelle: ÖBB/Siemens / 10.09.2018

 
Siemens nimmt RRX-Instandhaltungswerk offiziell in Betrieb

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Rail Service Center in Dortmund-Eving eingeweiht

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Digitalisierte Wartung und Instandhaltung der RRX-Triebzüge über 32 Jahre

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Über 99-prozentige Verfügbarkeit der 82 RRX-Züge vereinbart

Nach rund anderthalb Jahren Bauzeit nimmt Siemens Mobility heute das neu errichtete Instandhaltungswerk für den Rhein-Ruhr-Express (RRX) offiziell in Betrieb. Im Rail Service Center in Dortmund-Eving werden künftig 75 Mitarbeiter die 82 elektrischen Triebzüge des RRX vom Typ Desiro HC über einen Zeitraum von 32 Jahren warten und instandhalten. Das digitalisierte und papierlose Konzept sorgt dafür, dass die vertraglich vereinbarte Verfügbarkeit der Fahrzeuge von über 99 Prozent gesichert werden kann.

Martin Husmann, Vorstandssprecher Verkehrsverbund Rhein-Ruhr, sagte auch im Namen der anderen am RRX-Projekt beteiligten Aufgabenträger, dem Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), dem Nahverkehr Rheinland (NVR), dem SPNV-Nord und dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV): „Ich freue mich besonders für die Fahrgäste, denn die heutige Eröffnung ist ein weiterer Schritt in die Zukunft. Für die täglich rund 2,7 Millionen Menschen, die im Schienenpersonennahverkehr im Land unterwegs sind, schaffen wir in den nächsten Jahren ein deutlich verbessertes Mobilitätsangebot. Wir erwarten, dass das neue Dortmunder Werk maßgeblich dazu beiträgt, eine bestmögliche Einsatzfähigkeit der neuen Fahrzeuge zu garantieren.“

„Mit unserer digitalisierten Wartung und Instandhaltung sehen wir uns als Vorreiter in der Branche und werden dafür sorgen, dass die RRX-Züge für die Fahrgäste zuverlässig zur Verfügung stehen. Dafür haben wir das Rail Service Center und die Züge mit den neusten Diagnosesystemen ausgestattet, die es uns ermöglichen, Fehler zu erkennen, bevor sie zu einer Störung im Betrieb führen können“, sagte Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Hierfür hat Siemens Mobility auf dem Gelände des ehemaligen Rangierbahnhofs Dortmund-Eving rund 5,5 Kilometer Gleise verlegt sowie ein sechsgleisiges Werkstattgebäude, ein dreigeschossiges Lager- und Sozialgebäude, ein Pförtnergebäude, Außenlagerflächen und eine Außenreinigungsanlage errichtet. Sämtliche Instandhaltungsprozesse können komplett papierlos gesteuert werden. Die Mitarbeiter erhalten ihre Arbeitsaufträge sowie alle Informationen, die sie für Reparaturen und Wartungsmaßnahmen benötigen, auf Tablets zur Verfügung gestellt. Hierfür liefern die Züge über eine Reihe von Sensoren Zustandsdaten, die kontinuierlich an das Depot gesendet und dort verarbeitet werden.

Ein Zug generiert zwischen einer und vier Milliarden Datenpunkte pro Jahr. Mithilfe intelligenter Algorithmen analysieren die Datenexperten von Siemens Mobility die Daten für jedes kritische Bauteil des Zuges. Ziel ist es, Abweichungen von der Regel zu entdecken, um daraus Fehlerprognosen zu errechnen und den Technikern in der Werkstatt akute oder terminierte Instandhaltungsempfehlungen zu geben. Dies ermöglicht es, notwendige Maßnahmen bereits vor Eintreffen im Depot zu planen und vorzubereiten. So können Ersatzteile frühzeitig bereitgestellt und auch der Einsatz der Mitarbeiter kann koordiniert werden. Damit wird sichergestellt, dass die Zeit im Depot so kurz und effizient wie möglich ist, damit die Züge schnellstmöglich wieder für den Betrieb zur Verfügung stehen.

Das RRX-Depot verfügt zudem über eine hochmoderne Fahrzeug-Inspektions-Anlage (AVI), die erstmals in Deutschland zum Einsatz kommt. Während der Einfahrt der Züge in das Depotgelände passieren sie die Anlage und bei jedem Fahrzeug werden automatisch Räder, Achsen und Laufflächenprofile mit modernster Lasertechnologie überprüft. Die Daten werden unmittelbar in das Datenmanagementsystem übernommen, ausgewertet und weiterverarbeitet. Darüber hinaus verfügt das Depot über einen Hochleistungs-3D-Drucker, um schnell und direkt Kunststoffersatzteile anzufertigen, die sonst nicht kurzfristig bzw. kostengünstig verfügbar wären.

Im März 2015 beauftragten die am neuen Schienenverkehrskonzept RRX beteiligten Zweckverbände Siemens Mobility mit der Lieferung von 82 Elektrotriebzügen vom Typ Desiro HC und der Wartung über einen Zeitraum von 32 Jahren. Der Auftrag im Gesamtvolumen von über 1,7 Milliarden Euro ist für Siemens der bisher größte aus dem Bereich des regionalen Schienenverkehrs in Deutschland.

Quelle: Siemens/06.09.2018

 

Siemens Mobility präsentiert neue Lokomotive Vectron Dual Mode

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Nachhaltige und wirtschaftliche Lösung für den Güterverkehr in Deutschland

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Kombination aus Diesel- und Elektrolok

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Bestellbar ab Ende September 2018

Siemens Mobility präsentiert auf der InnoTrans 2018, der weltweit größten Messe für Bahntechnik, eine neue Lokomotive. Der Vectron Dual Mode kann sowohl als Diesel- als auch Elektrolok betrieben werden. Auf elektrifizierten Streckenabschnitten ist die neue Lokomotive rein elektrisch unterwegs, um Kraftstoff zu sparen und Wartungskosten zu reduzieren. Auf oberleitungsfreien Streckenabschnitten kann in den Dieselbetrieb umgeschaltet werden. Der Vectron Dual Mode ermöglicht es Betreibern, nachhaltige Wertschöpfung über den gesamten Lebenszyklus zu erhöhen. Die Lok ist für den Güterverkehr in Deutschland konzipiert und ab Ende September 2018 bestellbar.

„Der Vectron Dual Mode vereint das Beste aus zwei Welten: einen leistungsstarken Dieselantrieb mit der Ausstattung für den elektrischen Betrieb. Wo ein Fahrdraht existiert, spart die Lok Emissionen in Bezug auf Abgas und Lärm sowie Kraftstoff und Wartungskosten. Mit dem Vectron Dual Mode haben wir eine zukunftsfähige, umweltfreundliche und sehr wirtschaftliche Alternative zur herkömmlichen Diesel- Lok entwickelt“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.

Das deutsche Schienennetz ist heute zu rund 60 Prozent elektrifiziert, mit der neuen Lokomotive von Siemens Mobility können Lücken in der Elektrifizierung ohne Lokwechsel durchfahren werden. Ballungszentren und Großstädte, in denen es häufig ein elektrifiziertes Schienennetz gibt, bleiben gleichzeitig von Emissionen verschont.

Der Vectron Dual Mode basiert auf bewährten Vectron-Komponenten. Die Spurweite des Vectron Dual Mode beträgt 1.435 mm, das Gewicht liegt bei 90 Tonnen. Die Lok ist für das 15 kV AC Spannungssystem ausgelegt und mit dem Zugsicherungssystem PZB ausgerüstet. Unabhängig von der Betriebsart beträgt die Leistung am Rad 2.000 kW. Der Dieseltank fasst 2.500 Liter Kraftstoff. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h.

Auf der InnoTrans 2018 präsentiert Siemens Mobility den Vectron Dual Mode mit einem interaktiven Modell. Das Unternehmen ist in diesem Jahr wieder in Halle 4.2 und auf dem Außengelände vertreten.

Quelle: Siemens/02.09.2018

 
Sonderfahrt über die Semmeringbahn zur Höllentalbahn

Sehr geehrte Damen und Herren,

Am Samstag, dem 22. September 2018 führt der Verein "Nostalgiebahnen in Kärnten" eine ganz besondere Sonderfahrt durch. Wir würden uns freuen, wenn Sie an dieser teilnehmen würden oder wenn Sie diese E-Mail auch an Bekannte weiterleiten könnten!

Zum Einsatz kommt der stilvolle Elektroschnelltriebwagen 4042.01 aus 1936, der ursprünglich für den hochwertigen Städte-Schnellverkehr gebaut wurde. Er befährt von Klagenfurt Hbf. ausgehend die Strecke über den Neumarkter Sattel sowie die Semmeringbahn . Zustiegshalte werden unterwegs in St. Veit an der Glan, Unzmarkt, Knittelfeld und Bruck an der Mur eingelegt. Während der Befahrung der weltbekannten Semmeringbahn werden sowohl bei der Hin- als auch Rückfahrt einige Halte in unterschiedlichen Bahnhöfen eingelegt. Ziel der Reise ist Payerbach-Reichenau.

In Payerbach gibt es die Möglichkeit, gemeinsam beim "Payerbacher Hof" Mittag zu Essen (Konsumation nicht im Fahrkartenpreis inkludiert). Im Anschluss folgt ein kurzer Fußmarsch zur Abfahrtsstelle der " Höllentalbahn ", einer schmalspurigen elektrifizierten Museumsbahn.

Mit den Garnituren der Höllentalbahn befahren wir die Gesamtstrecke bis nach Hirschwang . Es sind hier einige Fotohalte (auch außerhalb von Bahnhöfen!) vorgesehen. Je nach Anzahl der Fahrtteilnehmer werden unterschiedliche Fahrzeuge eingesetzt. Sollten sich nur wenige Fahrgäste zu unserer Fahrt angemeldet haben, kommen Triebwagen 1 mit Beiwagen 21 zum Einsatz. Sollte es die Einnahmensituation ermöglichen kommt auch auf einem Teilabschnitt die Elektrolok 1 "Fahrendes Gartenhaus" aus 1903 mit zwei Beiwagen zum Einsatz. Die E-Lok hat Kärnten Bezug - sie wurde für den Bau des Karawanken- Eisenbahntunnels zwischen Rosenbach und Jesenice beschafft und kam während der Bauzeit dort zum Einsatz.

Wissenswertes:

  • Bis zum 08. September muss die Kostendeckung erreicht werden, damit diese Fahrt durchgeführt werden kann! Jede Anmeldung zählt und trägt ihren Teil dazu bei!
  • Zustiege für die Mitfahrt im Elektroschnelltriebwagen 4042.01 sind in Klagenfurt Hbf, St. Veit an der Glan, Unzmarkt, Knittelfeld und Bruck an der Mur möglich
    • Die Halte in Bruck an der Mur sind auf ausgewählte Schnellzüge aus/nach Wien und aus/nach Graz abgestimmt
  • Ebenso ist es möglich, NUR an der Fahrt mit der Höllentalbahn teilzunehmen
  • Reservierte Sitzplätze im 4042.01 (ohne Aufpreis), Bewirtung am Platz, Souvenirartikel im Zug
  • Den Fahrplan und die Fahrkartenpreise entnehmen Sie bitte dem Veranstaltungsplakat (siehe Anhang oder unter http://www.nostalgiebahn.at/files/NBiK/files/plakate/hoellentalbahn.pdf )
  • Spezialangebot für Bahnfotografen entlang der Fahrtstrecke! Das "Solidaritätsticket" beinhaltet die genauen Fahrzeiten unseres Zuges sowie einen Nachdruck einer Werbebroschüre der Schnelltriebwagen ET 11 (heute 4042) aus den 30er Jahren
  • Ermäßigter Fahrkartenpreis für Mitglieder des Vereins "Nostalgiebahnen in Kärnten"

Anmeldung und Information:

Wir freuen uns, Sie bei unserer Sonderfahrt begrüßen zu dürfen. Wir bitten um rechtzeitige Anmeldung, da bei zu wenigen Teilnehmern die Fahrt nicht stattfinden kann!

Als Zeichen Ihrer Wertschätzung unseres ehrenamtlichen Engagements bedanken wir uns auch für die Weiterleitung dieser Mail an Bekannte und Freunde.

Quelle: Vereins "Nostalgiebahnen in Kärnten" / 02.09.2018

 
ÖBB bestellen neue Fernverkehrszüge für Tag- und Nachtverkehr

21 neue Züge bis Ende 2022 auf Schiene
 ÖBB bieten neuen Qualitätsstandard im Fernverkehr

(Wien, 17.08.2018) – Die ÖBB und Siemens haben eine Rahmenvereinbarung über die Lieferung von Railjets und Nightjets der neuen Generation geschlossen. Das Gesamtauftragsvolumen beläuft sich auf über 1,5 Milliarden Euro. In einem ersten Abruf bestellen die ÖBB 21 Züge im Wert von ca. 375 Millionen Euro. Die Produktion der 13 Nightjets und acht Railjets der neuen Generation startet im April 2019. Ende 2022 sollen alle bestellten Züge im Einsatz sein.
„Mit den Railjets und Nightjets der neuen Generation setzen die ÖBB ihre Komfortoffensive konsequent fort. Im Nachtreiseverkehr untermauern wir mit den zusätzlichen Zügen für den Nightjet unsere führende Rolle in Europa und setzen auch im Tagverkehr neue Maßstäbe“, so Andreas Matthä, CEO der ÖBB-Holding AG.
„Mit den neuen Zügen werden die ÖBB im Fernverkehr noch erfolgreicher unterwegs sein können als bisher“, so Wolfgang Hesoun, CEO von Siemens AG Österreich. „Der Löwenanteil der Wertschöpfung bleibt in Österreich, denn wir bauen die Züge in unseren Werken Wien und Graz und nutzen das Know-how von rund 1.000 österreichischen Klein- und Mittelbetrieben der heimischen Zulieferindustrie. Auch deshalb werden die Züge eine Erfolgsgeschichte in Rot-Weiß-Rot.“

Design & Komfort am Puls der Zeit
Für den Designprozess setzten die ÖBB auf eine enge Zusammenarbeit mit Siemens und dem international renommierten Designstudio PriestmanGoode. Im Fokus stand die Optimierung des Reiseerlebnisses: Neben dem Bedürfnis nach mehr Privatsphäre und höherem Komfort wird auch dem Wunsch der Fahrgäste nach mehr Individualität nachgekommen. In den neuen Zügen werden hochwertige Materialien wie Holz und Leder eingesetzt und schaffen damit einen deutlichen Österreichbezug.

Bequemes Reisen untertags
Die neunteiligen Railjets für den Tagverkehr bieten für mobilitätseingeschränkte Personen barrierefreien Einstieg und verfügen jeweils über mehr als 500 Sitzplätze. Diese sollen vorrangig auf der Brennerstrecke von München über Innsbruck nach Verona, Bologna und Venedig mit spannenden Neuerungen im Einsatz sein. Allen voran stehen den Fahrgästen neben Großraumwagen wieder einzelne Abteile – sogenannte „Pod Areas“ – zur Verfügung. Familien und Business-Reisende profitieren dadurch von zusätzlicher Privatsphäre. In der 1. und 2. Klasse der neuen Railjets nehmen Fahrgäste auf neu entwickelten, besonders komfortablen und verstellbaren Sitzen mit Fußstützen Platz. Die Doppelsitze können zudem mit wenigen Handgriffen zu einer Art Sofa umgebaut werden.
Zusätzlich wird jeder Sitzplatz in der 1. und 2. Klasse mit einer Steckdose mit USB-Lademöglichkeit aufgewertet. Kostenfreies WLAN, das Fahrgastinformationssystem und verbesserte Mobilnetzverbindungen runden das Reiseerlebnis ab.

Mehr Privatsphäre in den Nachtzügen
Die siebenteiligen Nightjets der neuen Generation verfügen über zwei Sitzwagen, drei Liegewagen und zwei Schlafwagen. Auch hier verbindet sich hochmodernes Design mit noch mehr Komfort. Im neuen Liegewagenkonzept bieten zusätzliche Minisuiten für Alleinreisende noch mehr Privatsphäre und sorgen für eine angenehme und entspannte Ankunft am Reiseziel. Auf Gäste der Standard- oder Deluxe-Schlafwagenabteile warten ein WC und eine Duschmöglichkeit im Abteil, während Familien wie bisher Familienabteile zur Verfügung stehen.
Neu an Bord ist das kostenfreie WLAN, das im Fernverkehr bisher auf die Railjets beschränkt war und nun auch Reisenden in den Nachtzügen der neuen Generation zur Verfügung steht. Wer sich die Zeit bis zur Ankunft vertreiben möchte, kann damit gratis im ÖBB Railnet surfen, streamen und das digitale Zeitungs- und Zeitschriftenangebot nutzen.

Quelle: Siemens / 17.08.2018

 
ÖBB und Siemens Mobility schließen Rahmenvertrag über Reisezugwagen für Österreich

Erstabruf von 8 Tagzügen und 13 Nachtzügen
 Gesamtauftragswert von über 1,5 Milliarden Euro
 Erste Züge ab 2022 im Einsatz

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und Siemens Mobility haben eine Rahmenvereinbarung über die Lieferung von Tag- und Nachtzügen mit insgesamt bis zu 700 Reisezugwagen innerhalb der nächsten fünf Jahre unterzeichnet. Bei Abruf sämtlicher Leistungen ergibt sich ein Gesamtauftragsvolumen von über 1,5 Milliarden Euro. Mit Vertragsunterzeichnung rufen die ÖBB 8 neunteilige Züge für den Tagverkehr und 13 siebenteilige Züge für den Nachtverkehr ab. Die Garnituren vom Typ Viaggio werden mit den ÖBB-Bestandslokomotiven der Siemens-Baureihe
vom Typ Taurus angetrieben. Ab 2022 ist die Inbetriebnahme der ersten Züge geplant. Die Fertigung der Wagen soll im Siemens-Werk in Wien, Österreich, erfolgen. Die Rahmenvereinbarung kann von den ÖBB auch über 2023 hinaus verlängert werden.
„Mit den neuen Garnituren für den Tag- und Nachtverkehr setzen die ÖBB ihre Komfortoffensive konsequent fort. Mit den zusätzlichen Zügen für den Nightjet untermauern wir unsere führende Rolle im Nachtreiseverkehr in Europa“, sagt Andreas Matthä, CEO der ÖBB-Holding AG.
„Den Zuschlag bei einer der größten europaweiten Ausschreibungen für Reisezugwagen erhalten zu haben, zeigt, dass unsere Viaggios der Maßstab für den modernen Fernverkehr sind. Sie stehen für über 160 Jahre Reisezugerfahrung.

Viaggio-Reisezüge bieten große Flexibilität über Grenzen hinweg sowie modernen Fahrgastkomfort – und das bei niedrigen Instandhaltungskosten und hoher Zuverlässigkeit im Betrieb“, sagt Sabrina Soussan, CEO von Siemens Mobility.
Der Vertrag umfasst die Lieferung sämtlicher Typen an Reisezugwagen. Dazu gehören Steuerwagen, Multifunktionswagen, Sitzwagen für die 1. und 2. Klasse sowie Schlaf- und Liegewagen. Als Einsatzländer sind Österreich, Deutschland, die Schweiz und Italien vorgesehen. Bei Bedarf ist auch die Ausrüstung für den Einsatz in Kroatien, Polen, der Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn als Option möglich.
Die Basisvariante für den Tagverkehr wird als Niederflur-Wagen mit extra breiten Türen ausgeführt, sodass ein rascher und komfortabler Fahrgastwechsel möglich ist. Die Züge für den Tagverkehr verfügen über 520 Sitzplätze. Die Nachtzüge bieten über 100 Sitz- sowie 160 Schlafplätze. Eine komplette Ausstattung für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität ist an Bord. Die Viaggio-Garnituren zeichnen sich durch eine vorbildliche Energieeffizienz aus. Erreicht wird dies
beispielsweise durch die LED-Innenraumbeleuchtung, die Klimaanlage mit Wärmepumpenfunktion sowohl im Kühl- als auch im Heizbetrieb sowie einer Regelung der Frischluftzufuhr entsprechend des CO2-Gehalts in der Luft. Ebenso erlauben die Viaggio-Garnituren eine sehr flexible Zugbildung, so dass alle Betriebsanforderungen damit zu erfüllen sind.

Quelle: Siemens / 17.08.2018

 
Stadler gewinnt Auftrag von Wales & Borders für 71 Züge

Stadler CITYLINK-Tram-Trains und FLIRT-Triebzüge werden bald zu einem vertrauten Anblick auf den Verkehrsnetzen von Wales and Borders und South Wales Metro. Auf beiden Netzen werden ab 2022 insgesamt 71 Stadler-Züge unterwegs sein.

Stadler gewinnt erneut einen grossen Auftrag im Vereinigten Königreich. Wales & Borders bestellt bei Stadler 36 dreiteilige Tram-Trains des Typs CITYLINK und 35 Triebzüge des Typs FLIRT – total 71 Züge.

Auf den Linien von Cardiff nach Treherbert, Aberdare und Merthyr Tydil werden 36 dreiteilige CITYLINK-Tram-Trains unterwegs sein – mit einem kombinierten 25-kV-Elektro- und einem Batteriebetrieb. Diese Züge stehen für die Rückkehr des Trambetriebs in die Strassen von Cardiff nach über 70 Jahren. Von den übrigen 35 bestellten Züge des Typs FLIRT werden 11 dieselelektrisch betrieben (DMU) und deren 24 einen trimodalen Antrieb haben, der die Möglichkeiten eines dieselelektrischen Antriebs, eines Elektroantriebs und Batteriebetriebs nutzt. Die 11 DMU werden auf dem Netz der South-Wales-Metro zwischen Maesteg, Ebbw Vale und Cheltenham zum Einsatz kommen. Die 24 trimodalen Triebzüge werden via Cardiff das südlich gelegene Vale of Glamorgan im Dieselbetrieb mit Destinationen nördlich der walisischen Hauptstadt im Elektrobetrieb verbinden.

Die Verwendung von Batterien in Strassenbahnen und das Konzept eines trimodalen Antriebs sind beides vorausschauende und kosteneffiziente Lösungen, die einerseits den umweltfreundlichen Betrieb auf elektrifizierten Strecken nördlich von Cardiff sicherstellen und andererseits eine sogenannte „Intelligente Elektrifizierung“ ermöglichen. Diese „Intelligente Elektrifizierung“ bedeutet, dass der Zugverkehr auch auf nichtelektrifizierten Strecken komplett im elektrischen Betrieb gewährleistet werden kann ohne gleichzeitig hohe Infrastrukturkosten zu verursachen, die anfallen würden, müssten etwa die 55 Brücken auf der Strecke nachgerüstet werden.

Alle Züge werden mit Klimaanlagen, Steckdosen an allen Sitzgruppen sowie grossen Bildschirmen ausgestattet sein, auf denen die Fahrgäste mit aktuellen Informationen versorgt werden. Des weiteren verfügen alle Züge über Stellplätze für bis zu sechs Fahrräder und über einen ebenen Einstieg, um das Ein-und Aussteigen mit Kinderwagen und Mobilitätsrollern zu erleichtern. Die Lärmbelastung und Vibrationen wurden auf ein Minimum reduziert – insgesamt bedeutet die neue Flotte von Stadler-Zügen also einen grossen Gewinn für das Fahrgasterlebnis und unterstützt Transport of Wales dabei, die Vision der walisischen Regierung für den öffentlichen Verkehr in Wales zu realisieren.

Stadler hat bereits eine beachtliche Präsenz in Grossbritannien: Zwölf Variobahn-Züge sind seit 2012 in Croydon, London, im Einsatz und sieben CITYLINK-Züge auf dem Netz von Sheffield Supertram. Ab dem Jahr 2019 werden 58 neue Stadler-Züge im Einsatzgebiet von Greater Anglia eingeführt werden und ab dem Jahr 2020 werden in der Region Liverpool 52 neue METRO-Züge das Rückgrat des Nahverkehrs bilden.

Ralf Warwel, Verkaufsleiter bei Stadler, sagt: „Stadler ist sehr stolz darauf, ausgewählt worden zu sein, diese einmalige und innovative Flotte von Rollmaterial für Wales & Borders liefern zu dürfen. Fahrgäste in Südwales werden die neuen Züge nicht nur aufgrund des hohen Levels an Komfort schätzen, sondern auch wegen des Einsatzes der neuesten Batterietechnologie. Wenn diese neue Technologie landesweit zum Einsatz kommt, wird sie die Branche einen Schritt näher an die Klimaneutralität führen.“

Ken Skates, Minister für Wirtschaft und Verkehr, sagt: „Mit einer Investition von fünf Milliarden Pfund in den Schienenverkehr führen wir innovative, kosteneffiziente und umweltfreundliche Reiselösungen ein, die die Bedürfnisse unserer Fahrgäste in den Mittelpunkt stellen. Stadlers Strassenbahnzüge werden einen spannenden Teil unseres neuen Bahnangebots in Südwales ausmachen und ich freue mich auf ihre Einführung.“

James Price, Geschäftsführer von Transport for Wales, sagt: „Wir stehen am Anfang einer aufregenden neuen Reise, wenn wir unser Verkehrsnetz umgestalten und eine neue Vision für den Verkehr liefern, wobei die Menschen und Orte von Wales im Mittelpunkt unserer Mission stehen. Das Rollmaterial von Stadler wird dabei eine Schlüsselrolle spielen.“

Colin Lea, Leiterin Mobilisierung und Bahndienstleistungen von Transport for Wales, kommentiert: „Wir möchten uns bei Stadler dafür bedanken, dass sie mit uns zusammengearbeitet haben, um Züge zu entwickeln, die die präsentierte innovative South-Wales-Metro-Lösung ermöglichen. Dies wird das Fahrgasterlebnis komplett verändern und einen hundertprozentigen Elektrobetrieb auf den Talstrecken nördlich von Cardiff ermöglichen. Dieser Strom wird aus erneuerbaren Energien erzeugt und die Hälfte davon kommt aus Wales. Diese hervorragenden Züge werden uns dabei helfen, die Fahrzeiten zu verkürzen, die Kapazitäten zu erhöhen und Wales an die Spitze der Technologien für Intelligente Elektrifizierung zu bringen.“

Quelle: Stadler / 13.08.2018

 
Deutsche Bahn und Siemens entwickeln digitalisierten
Betrieb bei der S-Bahn Hamburg

Hamburg ist Partnerstadt und wird Vorreiter für digitalen Bahnbetrieb in
Deutschland • Bis zum ITS-Weltkongress im Oktober 2021 rollen vier Züge
auf einer Pilotstrecke hochautomatisiert
(Hamburg/Berlin, 12. Juli 2018) In Hamburg wird 2021 erstmals in Deutschland ein
hochautomatisierter S-Bahn-Betrieb aufgenommen. Eine entsprechende
Kooperationsvereinbarung zur „Digitalen S-Bahn Hamburg“ haben heute der
Erste Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Dr. Peter
Tschentscher, Siemensvorstand Dr. Roland Busch und DBInfrastrukturvorstand
Ronald Pofalla unterzeichnet. Hamburg ist damit Vorreiter
für den digitalisierten Betrieb in einem deutschen Bahnnetz.
Die Vereinbarung sieht vor, den 23 Kilometer langen Streckenabschnitt auf der
S-Bahn-Linie 21 zwischen den Stationen Berliner Tor und Bergedorf/Aumühle
für das hochautomatisierte Fahren einzurichten und parallel dazu vier
Fahrzeuge mit der erforderlichen Technik auszurüsten. Die drei Partner haben
vereinbart, sich die rund 60 Millionen Euro Kosten zu teilen. Im Oktober 2021,
wenn Hamburg den Weltkongress für Intelligente Transportsysteme (ITS)
ausrichtet, werden diese Fahrzeuge digital gesteuert verkehren.
Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn: „In Hamburg
starten wir die Digitalisierung des Betriebes in einem unserer wichtigen S-Bahn-
Netze in Deutschland. Das ist ein Meilenstein in unserem Zukunftsprogramm
‚Digitale Schiene Deutschland‘. Denn wir leiten den größten technologischen
Wandel seit Jahren ein. Mit diesem Projekt werden wir eine wichtige Referenz
für die Gestaltung intelligenter und klimafreundlicher Verkehrsnetze entwickeln,
wie wir sie insbesondere in den Großstädten künftig brauchen. Das ist ein guter
Tag für die Eisenbahn in Deutschland.“
Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt
Hamburg: „Hamburg ist auf dem Weg zur Modellstadt für moderne Mobilität. Wir
wollen den Verkehr in unserer Stadt auf der Straße und auf der Schiene
zuverlässiger, umweltfreundlicher und sicherer machen. Wir sind damit ein
guter Partner für die Deutsche Bahn, um deutschlandweit die erste Teststrecke
für hochautomatisiert fahrende S-Bahnen einzurichten.“
Dr. Roland Busch, Chief Technology Officer und Mitglied des Vorstandes der
Siemens AG: „Die S-Bahn in Hamburg ist ein anschauliches Beispiel, wie die
digitale Transformation unser Leben in vielen Bereichen positiv verändert. Mit
intelligenter Technik schaffen wir es, dass immer mehr Menschen den
öffentlichen Nahverkehr nutzen können. Ein automatisierter Bahnbetrieb hat
viele Vorteile: auf derselben Strecke können bei höherer Kapazität deutlich mehr Personen befördert werden, der Energieverbrauch sinkt ebenfalls, und die
Kosten für den Betreiber sinken, zum Beispiel durch optimierte Fahrprofile.“
Die „Digitale S-Bahn Hamburg“ wird auf dem Streckenabschnitt zwischen den
Stationen Berliner Tor und Aumühle entwickelt und erprobt. Technische Basis
für die hochautomatisierte Fahrt auf der Strecke ist der künftige europäische
Standard ATO (Automatic Train Operation) über das funkbasierte europäische
Zugsicherungssystem ETCS Level 2 (European Train Control System). Die
Steuerung der vier Fahrzeuge erfolgt per Funksignal. Daten werden zwischen
Zug und Streckenzentrale übermittelt. Bei allen Fahrten in dem
Streckenabschnitt ist weiter ein Triebfahrzeugführer an Bord. Eingreifen muss
er künftig jedoch nur noch, sollten Störungen oder Unregelmäßigkeiten das
erfordern.
Vollautomatisch werden ab 2021 hingegen die vier speziell ausgerüsteten Züge
aus der und in die so genannte Abstellanlage an der Station Bergedorf rollen.
Diese befindet sich etwa in der Mitte zwischen den Stationen Berliner Tor und
Aumühle. An den Bergedorfer Bahnsteig fährt der Zug nach einer Kehrfahrt
über 1.000 Meter allein und ohne Personal an Bord.
Nach einer erfolgreichen Pilotphase ist geplant, das gesamte Netz der S-Bahn
Hamburg zu digitalisieren. Langfristig liegen die Effekte der neuen
Technologien insbesondere in einer engeren Taktung der Fahrzeuge auf
gleichen Streckenabschnitten. Für die Fahrgäste bedeutet das ein deutlich
verbessertes Mobilitätsangebot.
Die Kooperationsvereinbarung ist Ergebnis des im vergangenen Jahr
unterzeichneten „Memorandum of Understanding“ zur „Smart City“-
Partnerschaft zwischen der DB und der Hansestadt. Eine damals vereinbarte
Machbarkeitsstudie ist die Grundlage für das Pilotprojekt „Digitale S-Bahn
Hamburg“.

Quelle: Siemens / 12.07.2018

 
Stadler gewinnt langfristigen Service- und Instandhaltungsauftrag für 69 Züge
von Arriva Nederland im Norden Hollands

Stadler und Arriva Nederland haben heute einen Service- und Instandhaltungsvertrag für 15 Jahre und 69 Züge unterschrieben. Es handelt sich um die 69 Züge aus dem Auftrag vom November 2017: Lieferung von 18 bi-modalen WINK und Upgrade der bestehenden 51 Arriva-GTW. Stadler setzt bei diesem Auftrag hauptsächlich auf innovative Batterietechnologie und leistet damit einen wertvollen Beitrag zum Umweltschutz. Die Züge werden im Norden der Niederlande in Friesland und Groningen zum Einsatz kommen.

Der neue Service- und Instandhaltungsvertrag startet im Jahr 2020 und ist für die Zeit von 2020 bis 2035 für 15 Jahre abgeschlossen worden. Er schliesst an den Servicevertrag an, der seit dem Jahr 2006 für die Instandhaltung der GTW-Züge läuft.

Hein van der Schoot, Managing Director bei Stadler Service für die Niederlande und Grossbritannien, sagt dazu: „Wir freuen uns ausserordentlich über diese Zusage. Sie ebnet Stadler den Weg zur wegweisenden umweltfreundlichen Technologie und belegt unsere Anstrengungen, die Auswirkungen des Klimawandels einzudämmen. Darüber hinaus sind wir stolz, die langjährige Partnerschaft mit Arriva Nederland weiterzuführen, die bereits seit Jahren sehr erfolgreich ist und zu einer ausserordentlichen Fahrgastzufriedenheit geführt hat.“

Anne Hettinga, Verwaltungsratspräsident von Arriva Nederland, unterstreicht die Wichtigkeit des neuen Vertrags: „Die Zusammenarbeit zwischen Arriva und Stadler ist ein wirtschaftlicher Treiber für den ganzen Norden der Niederlande. Der Vertrag ist ein weiterer Meilenstein auf dem Weg zur neuen Konzession. Wir freuen uns auf weitere 15 Jahre guter Zusammenarbeit und gehen mit demselben innovativen Geist an die Instandhaltung der Züge, wie wir diese auch beschaffen.“

WINK mit Biodiesel und Batterien
Die neuen WINK-Züge werden sowohl mit erneuerbarem hydriertem Planzenöl (HVO) als auch mit Batteriestrom betrieben. HVO ist ein erneuerbarer Brennstoff (2. Generation Biodiesel), der aus Pflanzenöl und Fettabfällen – wie zum Beispiel Bratfett – gewonnen wird. Ab dem Jahr 2025 wird die Strecke Leeuwarden-Groningen teilweise elektrifiziert sein. Dann wird auf den nicht elektrifizierten Streckenabschnitten nur noch mit in den Batterien gespeichertem Strom gefahren werden. Die Verwendung von Biodiesel wird nicht mehr nötig sein.

GTW mit umfassendem Modernisierungsprogramm
Im Jahr 2020 werden die GTW einer umfassenden Modernisierung unterzogen. Sie erhalten innen und aussen ein Upgrade. Unter anderem werden sie auf Batteriebetrieb umgestellt, womit sich die Emissionen verringern lassen und auch die GTW-Züge bedeutend umweltfreundlicher werden als heute.

Mehr Jobs in Leeuwarden
Damit die zusätzlichen WINK-Züge professionell gewartet werden und höchste Verfügbarkeit sichergestellt werden kann, wird das Instandhaltungs-Depot in Leeuwarden vergrössert und ein drittes Gleis gebaut. Es ist zu erwarten, dass dadurch auch zusätzliche Jobs für Mechaniker geschaffen werden.

Quelle: Stadler AG / 10.07.2018

 
ÖBB bestellen neue Züge für den Tiroler Nahverkehr bei Bombardier Transportation
  • 25 moderne Cityjets vom Typ TALENT3 bereits ab August 2020 in Tirol unterwegs
  • Mehr Sitzplatzkapazitäten und Komfort für den Nahverkehr
  • Zulassung in Österreich, Deutschland und in Italien

(Wien, 03.07.2018) – Die ÖBB und das Land Tirol bieten ihren Fahrgästen moderne, sichere und komfortable Züge. Das erfordert eine regelmäßige Erneuerung des Fuhrparks und entsprechende Investitionen. Zudem wird das Angebot auf der Schiene gemeinsam von ÖBB und dem Land Tirol in den kommenden Jahren deutlich ausgebaut. Daher haben die ÖBB einen Abrufvertrag für 25 Elektrotriebwagen vom Typ TALENT3 für den Personennahverkehr in Tirol unterzeichnet und erweitern damit ihre Flotte. Alle 25 Fahrzeuge erhalten in Österreich und in Deutschland die uneingeschränkte Zulassung – 6 davon machen in Zukunft das Umsteigen am Brenner Richtung Südtirol überflüssig. Grundlage dieser Bestellung ist eine Rahmenvereinbarung zwischen den ÖBB und Bombardier Transportation vom September 2016.

Evelyn Palla, Vorstandsmitglied der ÖBB-Personenverkehr AG: „Mit dieser Beschaffung setzen die ÖBB die Fuhrparkerneuerung konsequent fort. Barrierefreiheit und ein State-of-the-art - Komfortstandard im Nah- und Regionalverkehr sind damit für Tirol sichergestellt.“

Christian Diewald, Österreichchef von Bombardier „Wir freuen uns darauf, die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der ÖBB fortzusetzen. Gemeinsam werden wir den Ausbau und die Modernisierung der Mobilitätsangebote in Österreich erfolgreich umsetzen.“

Mehr Komfort: barrierefreie Einstiege, Steckdosen und Klimaautomatik

Bei den nun bestellten Cityjets vom Typ TALENT3 handelt es sich um sechsteilige Elektrotriebfahrzeuge mit einer Länge von ca. 105 Metern. Auf bis zu 316 Sitzplätzen mit 24 Fahrradstellplätzen erwartet Passagiere in diesen Cityjets ein offenes Raumgefühl mit durchdachtem Design und bequemen Komfortsitzen mit ausreichender Beinfreiheit. Die Sitze haben verstellbare Rückenlehnen und Sitzflächen, Fußrasten, Steckdosen, und Leseleuchten. Auch ein modernes Fahrgastinformationssystem, ein onboard Portal, WLAN und viel Platz für Kinderwagen, Fahrräder, Wintersportgeräte sowie ausreichend Stauraum für Gepäck zeichnen dieses Fahrzeug aus. Zudem bietet auch dieser Cityjet ein Zonenkonzept mit verschiedenen Lichtstimmungen für unterschiedliche Kundenbedürfnisse wie z.B. Arbeiten oder Relaxen.

Barrierefrei und flexibel

Die Niederflurfahrzeuge verfügen an allen Einstiegstüren über Schiebetritte sowie Spaltüberbrückungen. Die neuen Garnituren bieten gemäß den Anforderungen der Behindertenverbände ein barrierefrei zugängliches WC pro Zug sowie 2 Plätze für Rollstuhlfahrer und deren Begleitpersonen.

Quelle: ÖBB / 09.07.2018

 

Siemens liefert Bahntechnik nach Taiwan

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Stadt Taoyuan erhält vollautomatische Metro

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Green Line mit 27,8 Kilometern und 21 Stationen

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Anbindung an den Flughafen Taoyuan International Airport

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CBTC-Zugbeeinflussungssystem maximiert Durchsatz und Kapazität

Ein Konsortium bestehend aus dem südkoreanischen Fahrzeughersteller Hyundai Rotem, dem taiwanesischen Bauunternehmen BES Engineering und Siemens wird für die Metrolinie „Green Line“ der taiwanesischen Stadt Taoyuan die elektrische und mechanische Ausrüstung auf schlüsselfertiger Basis liefern. Den Auftrag erteilte die Stadtregierung Taoyuan City. Der Lieferanteil von Siemens umfasst das funkbasierte Zugbeeinflussungssystem (Communications-Based Train Control – CBTC) vom Typ Trainguard MT, das Antriebssystem der Fahrzeuge sowie die Bahnstromversorgung mit Gleichstrom. Das Signalsystem ermöglicht den unbegleiteten Zugbetrieb (Grade of Automation, GoA4).

„Die Green Line ist ein Vorreiterprojekt für Taoyuans Bahninfrastruktur. Der Bau des aufgeständerten Teils wird noch in diesem Oktober beginnen. In Zukunft wird die Green Line Chungli und Taoyuan City mit der zukünftigen Flughafenstadt Aeropolis über Taoyuans unterirdisches Bahnnetz, die Flughafenlinie TTY Airport Line, die Brown Line, die Verlängerung der San-ying-Linie nach Bade und die Verlängerung der Green Line nach Chungli verbinden. Mit dem fertiggestellten Nahverkehrssystem wird Taoyuan in Verbindung mit der Aerotropolis und den asiatischen Silicon-Valley-Projekten der Stadt zu einer smarten, dynamischen und wettbewerbsfähigen Stadt umgewandelt werden“, sagte Chen Wen De, Generaldirektor der Abteilung Nahverkehr der Stadt  Taoyuan.

„Unser CBTC-Zugbeeinflussungssystem ermöglicht es Bahnbetreibern, die Netzkapazitäten und -durchsätze optimal auszunutzen. Zugfolgezeiten von 90 Sekunden oder weniger werden durch echten Moving-Block-Betrieb zur Abstandssicherung in Kombination mit kontinuierlicher, bidirektionaler Kommunikation über freie Funkausbreitung erzielt. Dadurch lässt sich die Anzahl der auf der Strecke befindlichen Züge maximieren und damit auch die Zahl der Fahrgäste, die gleichzeitig befördert werden können“, sagte Michael Peter, CEO der Siemens-Division Mobility.

Die Green Line von Taoyuan hat eine Gesamtlänge von 27,8 Kilometern und 21 Stationen. Davon werden 12,5 Kilometer unterirdisch und 15,3 Kilometer aufgeständert ausgeführt. Die Green Line verbindet Taoyuan über die TTY-Airport-MRT-Linie mit dem internationalen Flughafen und der künftigen Flughafenstadt Aerotropolis. Zwei Streckenerweiterungen, nach Daxi mit drei Stationen und nach Chungli mit sieben Stationen, sind geplant.

Quelle: Siemens AG / 09.07.2018

 
Vierzigster Kunde für Siemens-Lokomotive

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Rath Gruppe ist vierzigster Vectron-Kunde

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Bestellung von drei Vectron-Lokomotiven in MS-Ausführung

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Lieferung ab Dezember 2018

Die Rath Gruppe und Siemens haben einen Vertrag über die Lieferung von drei Mehrsystem-Lokomotiven vom Typ Vectron abgeschlossen. Die Lokomotiven sind für den Güterverkehr vorgesehen und werden in Deutschland, Niederlande, Österreich, Polen, Slowakei, Tschechien und Ungarn zum Einsatz kommen. Die Auslieferung der Fahrzeuge beginnt im Dezember 2018. Gebaut werden die Loks im Siemens-Werk in München-Allach. Die Güterverkehrssparte der Rath Gruppe, RTB Cargo, erhält damit erstmals eine eigene Mehrsystem-Flotte.

„Die Rath Gruppe ist der vierzigste Kunde für unsere Vectron-Plattform. Diese Erfolgsgeschichte steht für die Qualität und den zuverlässigen Einsatz unserer Lokomotiven in ganz Europa“, sagt Sabrina Soussan, CEO der Siemens-Division Mobility.

Die Lokomotiven für die Rath Gruppe verfügen über eine maximale Leistung von 6.400 KW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die Vectron MS sind für die Spannungssysteme 15 kV / 16,7 Hz, 25 kV / 50 Hz AC sowie 1,5 kV DC und 3 kV DC ausgelegt und neben den nationalen Zugsicherungssystemen auch mit dem europäischen Sicherungssystem ETCS ausgerüstet.

Siemens hat den Vectron insgesamt bereits über 700 Mal verkauft. Die Vectron-Flotte hat bisher eine Gesamtfahrleistung von mehr als 130 Millionen Kilometern absolviert. Die Siemens-Lokomotiven sind derzeit in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, der Slowakei, Slowenien, Schweden, der Schweiz, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen.

Quelle: Siemens AG / 09.07.2018

 

Tschechische Bahnen bestellen 50 Reisezugwagen

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Konsortium aus Siemens und Škoda Transportation beauftragt

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Lieferung der ersten Wagen innerhalb von 32 Monaten

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Verbesserung des Fahrgastkomforts sowie Reiseerlebnisses

Die Tschechischen Bahnen Ceské dráhy (CD) haben bei einem Konsortium aus Škoda Transportation und Siemens 50 Reisezugwagen vom Typ Viaggio Comfort bestellt. Die
Auslieferung der ersten Wagen erfolgt innerhalb von 32 Monaten. Siemens übernimmt das Engineering, Produktion der Rohbaukästen sowie die Lieferung der Fahrwerke und zeichnet für
die dynamische Inbetriebsetzung sowie Zulassung verantwortlich. Škoda übernimmt die elektrische undmechanische Endmontage, die statische Inbetriebsetzung und liefert Hilfsbetriebeumrichter und Schaltschränke. Der Gesamtauftragswert beläuft sich auf rund 115 Millionen Euro.

„Die Tschechischen Bahnen sind Innovationsführer innerhalb der neuen EU-Staaten, sowohl im Bereich des Betriebs als auch bei der Implementierung eines modernen Angebots sowie im
Bereich Technologie und Fahrzeuge Das zeigt auch der jetzt mit Siemens und Škoda
unterzeichnete Vertrag für neue Reisezugwagen. Das neue Konzept verbindet Komfort und Ausstattung von Hochgeschwindigkeitszügen mit der Flexibilität und den Vorteilen von lokbespannten Zügen. Dadurch können wir unsere Wettbewerbsfähigkeit im Fernverkehr weiter stärken, nicht nur innerhalb der Tschechischen Republik, sondern auch in Zentraleuropa“, sagte Pavel Krtek, Vorsitzender des Vorstands der Tschechischen Bahnen.

Mit den neuen Reisezugwagen, basierend auf der Viaggio-Comfort-Plattform von Siemens, wird
die CD ihr Fernverkehrsangebot erneuern. Diese Wagen werden bisher auch bei den bekannten
und erfolgreichen CD-Railjet-Zügen eingesetzt. Das neue Angebot ist als ein offenes System konzipiert, dass einen flexiblen Betrieb der Wagen auf den unterschiedlich frequentierten Linien gemäß den jeweiligen Anforderungen ermöglicht.

Die Wagen sollen als fünfteilige Züge mit semipermanenten Kupplungen aneinander gekuppelt werden. Zwischen den Wagen gibt es druckdichte Übergänge. Beide Zugenden erhalten eine Standardschnittstelle gemäß UIC, die es ermöglicht, die Wagen mit unterschiedlichen Wagentypen sowie Lokomotiven zu betreiben. Die Zuganordnung ist wie folgt vorgesehen: Der erste Klasse Wagen befindet sich am Beginn der Garnitur, es folgt ein Multifunktions-Wagen mit zweiter Klasse sowie Infopunkt und Abteil für die Zugbegleiter. Hier gibt es drei Rollstuhlplätze, Ladestationen für elektrisch betriebene Rollstühle, eine barrierefreie Toilette sowie eine entsprechenden Hublift für
das Ein- und Aussteigen. Für Familien mit Kindern wird ein Bereich mit einem Kino, Kinderwagenstellplätzen und Wickeltisch ausgestattet. Platz für acht Fahrräder ist ebenfalls vorgesehen. Zwei weitere Zweite-Klassen-Wagen folgen plus Endwagen ebenfalls mit Zweiter-Klasse-Ausstattung. Insgesamt hat die Einheit eine Länge von 132 Metern, verfügt über 330 Sitzplätze mit WLAN, Steckdosen sowie USB-Anschluss und eine Höchstgeschwindigkeit
von 200 Kilometern pro Stunde. Die modernen und geräumigen Wagen sind druckertüchtigt und klimatisiert. Klapptische und fixe Tische zwischen den gegenüberliegenden Sitzplätzen gehören ebenfalls zur Ausstattung, wie auch viel Platz für das Gepäck.

Quelle: Siemens/ 03.07.2018

 

ÖBB-Güterverkehr: Eigene Güterzüge in Griechenland

  • Die Rail Cargo Group (RCG) erweitert ab Juli 2018 ihr Eigentraktionsgebiet
  • Länderübergreifende Traktion aus einer Hand in elf Ländern mit modernen Triebfahrzeugen
  • Qualitativ hochwertige Zugsprodukte in Zentral-, Südost- und Nordwesteuropa

(Wien, 28.06.2018) – Die Rail Cargo Group, die Güterverkehrssparte der ÖBB, wickelt  bereits in elf europäischen Ländern die Züge operativ selbst ab. Neuestes Land im Eigentraktionsgebiet der RCG ist ab Juli 2018 Griechenland.

Von Griechenland bis Deutschland

Die RCG-Tochterfirma Rail Cargo Logistics - Goldair SA tritt in Griechenland ab Juli als eigenes Eisenbahnverkehrsunternehmen auf und ist berechtigt, die operative Abwicklung selbst durchzuführen. Sie ist damit das erste aktive Eisenbahnprivatunternehmen in Griechenland das Eigentraktionsleistungen anbietet. Am 27. Juni 2018 fand am RCG-Terminal in Sindos der offizielle Start mit Vertretern der RCG, des griechischen Partnerunternehmens Goldair Cargo sowie hochrangigen Vertretern der griechischen Wirtschaft und Politik statt.

Die eigenen Züge werden zwischen der griechischen Grenze Gevgelija/Idomeni und der Region Thessaloniki fahren. Weitere Ganzzugspotentiale liegen auf der Strecke zwischen Mitteleuropa und den beiden griechischen Häfen Thessaloniki und Piräus. Dadurch kann die RCG eine durchgehende Eigentraktion zwischen Deutschland und Griechenland über Bulgarien (Grenzübergang Kulata) sicherstellen.

Kontinuierlich hohe Transportqualität mittels durchgehender RCG-Eigentraktion;

Die Erweiterung des Eigentraktionsgebietes sowie die Intensivierung der Verkehre bis nach Asien sind Eckpfeiler der Internationalisierungsstrategie der RCG. Mit Griechenland ist die RCG nun in bereits elf Ländern in Eigentraktion unterwegs: Neben den Heimmärkten Österreich und Ungarn werden Produktionsleistungen in Italien, Deutschland, Bulgarien, Rumänien, Slowenien, Kroatien, Tschechien, der Slowakei und eben seit neuestem in Griechenland angeboten.

Traktion in durchgehender RCG-Verantwortung entlang der gesamten Logistik- und Transportkette gewährleisten Kunden eine kontinuierlich hohe Transportqualität. Das internationale Produktionsnetzwerk der RCG ermöglicht dabei eine bessere Planbarkeit der Zugabwicklung, eine verbesserte Pünktlichkeit sowie eine verkürzte Transportdauer.

Starke Partnerschaft zwischen RCG und Goldair Cargo

Bereits seit dem Jahr 2015 arbeiten die RCG und Goldair Cargo erfolgreich zusammen. Das gemeinsame Joint Venture Rail Cargo Logistics - Goldair SA ist eine der erfolgreichsten Bahnspeditionen und Logistikunternehmen am griechischen Markt. Ziel ist, die Rolle als führender Bahnlogistiker in Griechenland einzunehmen.         

Rail Cargo Group: Güterverkehr der ÖBB

Die Rail Cargo Group ist mit rund 2,2 Mrd. EUR Umsatz jährlich und rund 8.700 MitarbeiterInnen eines der führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Ausgehend von den Heimmärkten Österreich und Ungarn bietet die Rail Cargo Group maßgeschneiderte Bahnlogistiklösungen zwischen Nordsee, Schwarzem Meer und Mittelmeer und sorgt für sicheren, umweltfreundlichen und zuverlässigen Transport auf der Schiene. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG

Quelle: Rail Cargo Group (RCG) / 28.06.2018
 
Start der Inbetriebsetzung: ein weiterer Meilenstein für die neuen S-Bahnzüge für Berlin und Brandenburg

Herstellerkonsortium aus Siemens/Stadler liegt im Zeitplan – erster Halbzug läuft aus der Montage
(Berlin, 27. Juni 2018) Die neue S-Bahn für Berlin und Brandenburg – ein weiterer Meilenstein ist erreicht! Der erste Halbzug der BR 484 sieht nach Montageende von außen schon so gut wie fertig aus.
Auch von innen können sich die vier Wagen bereits sehen lassen: Die blauschwarzen Sitze, Haltestangen und Wandverkleidungen sind montiert, der Bodenbelag liegt, 90 Kilometer Kabel wurden verlegt. Auffällig sind die großen Panoramafenster und die großzügigen Stellflächen für Kinderwagen und Fahrräder. Für Rollstuhlfahrer gibt es einen speziellen Bereich in unmittelbarer
Nähe zum Fahrer.
Doch aus eigener Kraft fahren kann der neue Zug noch nicht. Innerhalb der kommenden Tage wird er deshalb an den Stadler-Standort nach Velten überführt, wo die Inbetriebsetzung das Fahrzeug zum Leben erweckt. Technisch umfasst dieser Schritt alle Tätigkeiten, die notwendig sind, um das
fertig montierte Schienenfahrzeug in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Praktisch bedeutet er, dass die für alle Funktionen erforderliche Software aufgespielt und im Anschluss jedes technische Gewerk geprüft wird: von der Nothaltfunktion über den Betrieb der Klimaanlage bis hin zum Test der dritten Schiene, denn die Stromübertragung erfolgt über eine seitliche, von unten bestrichene Stromschiene.


Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin: „Für die Berlinerinnen und Berliner ist die S-Bahn ein tägliches, unverzichtbares Verkehrsmittel, das in der wiedervereinten Stadt eine zentrale Rolle spielt. Die neuen Halbzüge beschreiben die Zukunft und werden die Qualität und
Sicherheit der S-Bahn erhöhen und sie in das 21. Jahrhundert führen. Ich freue mich, dass wir eine klare Perspektive haben, die heute sichtbar und anfassbar geworden ist.“


Millionen-Investitionen der S-Bahn Berlin
Die S-Bahn Berlin investiert in die neuen Fahrzeuge und die notwendige Anpassung der Werkstatt in Grünau rund 900 Millionen Euro. Das Verkehrsunternehmen hat beim Konsortium aus Stadler Pankow GmbH und Siemens AG insgesamt 106 Züge, bestehend aus 382 Wagen bestellt. Die 85
Vier-Wagen-Einheiten und weitere 21 Zwei-Wagen-Einheiten sind für das Teilnetz Ring/Südost vorgesehen.

Peter Buchner, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin GmbH:
„Die neuen Züge werden mit Zuverlässigkeit und Komfort überzeugen. Daher freue ich mich sehr, dass das erste Fahrzeug heute auf dem Gleis steht. Es bleibt dabei: Am 1.1.2021 geht es los! Dann kommen die ersten zehn Vorserienzüge auf der Linie S47 zwischen Südkreuz und Spindlersfeld zum
Einsatz.“
Susanne Henckel, Geschäftsführerin der VBB Verkehrsverbund Berlin- Brandenburg GmbH: „Heute erreichen wir einen echten Meilenstein! Wir hatten die Fahrzeugstandards vor vielen Monaten auf Papier fixiert – es ist jetzt ein schönes Gefühl, das Fahrzeug auch endlich konkret zum Anfassen vor sich zu haben. Es bleibt jedoch keine Zeit zum Ausruhen: Wir hoffen, dass die Schritte
bis zur Fahrzeugzulassung termingerecht abgearbeitet werden. Die Fahrgäste erwarten die Fahrzeuge ab dem Jahr 2021.“


Das Konsortium Stadler/Siemens
Im Oktober 2017 war der erste rot-gelb lackierte Wagenkasten der künftigen Fahrzeuggeneration in Berlin eingetroffen. Seitdem läuft die Montage auf Hochtouren.
Siemens liefert die wesentlichen elektrischen Komponenten, wie beispielsweise Antriebsstromrichter, Hilfsbetriebsumrichter, die Leittechnik des Fahrzeuges,
Fahrgastinformationssysteme sowie die Drehgestelle und das Bremssystem.

Stadler ist hauptsächlich für die mechanischen Komponenten, wie
Wagenkasten, Innenausbau (Wände, Fußboden, Decken), Sitze, Türen, und die Klimaanlagen verantwortlich. Die Auslieferung der Hauptserie wird bis zum Jahr 2023 abgeschlossen sein.

Ulf Braker, Geschäftsführer der Stadler Pankow GmbH: „Der Abschluss der Montagearbeiten an einem ersten Fahrzeug einer Serie ist immer etwas Besonderes. Wir freuen uns, den ersten Zug für die neue S-Bahn Berlin mit der heute gezeigten hohen Qualität ‚made in Berlin‘ nun in die Inbetriebsetzung entsenden zu können. Auf der Innotrans 2018 werden wir das fertige Fahrzeug
dann allen interessierten Berlinerinnen und Berlinern vorstellen.“
„Rund zweieinhalb Jahre nach der Vertragsunterzeichnung präsentieren wir heute das erste Fahrzeug und können mit der Inbetriebsetzung beginnen. Im Anschluss daran erwarten wir die erste S-Bahn im Siemens-Prüfcenter für Schienenfahrzeuge in Wegberg-Wildenrath. Hier werden wir den Zug unter Realbedingungen und simulierten Extrembedingungen mit statischen oder dynamischen Tests auf Herz und Nieren prüfen und Fahrten im Rahmen der Zulassung absolvieren“, erläutert Müslüm Yakisan, Leiter der S-Bahn- und Regionalverkehrszüge von Siemens.
Das Projekt „Neue S-Bahn für Berlin und Brandenburg“ liegt damit weiter im Zeitplan.

Quelle: Siemens / 27.06.2018

 
Erster neuer Mälab-Zug von Stadler im Hauptbahnhof Stockholm vorgestellt

Heute hat Stadler zusammen mit Mälab und Transitio im Hauptbahnhof Stockholm den ersten neuen Mälartåg (übersetzt Mälar-Zug) vorgestellt. Der neueste Doppelstockzug von Stadler wird ab 2019 in der Region Mälardalen unterwegs sein. Die Züge von Stadler für den schwedischen Markt sind bestens für die Bedingungen im rauen nordischen Klima gerüstet. Sie bieten den Fahrgästen im Sommer wie im Winter hohen Reisekomfort.

Der neue Mälar-Doppelstockzug ist heute im Hauptbahnhof Stockholm den Medien und geladenen Gästen vorgestellt worden. Es handelt sich um den ersten von 33 Doppelstockzügen, die Transitio – beauftragt von Mälab – bei Stadler bestellt hat. Stadler-Doppelstockzüge sind bereits in der Schweiz, in Österreich, Deutschland, Luxemburg, Russland, Georgien und Aserbaidschan in Betrieb und wurden auch in die USA verkauft. Die Züge weisen technische Parallelen zum Bestseller FLIRT auf, wie sie von der norwegischen NSB, der finnischen VR und der schwedischen MTR Express eingesetzt werden.
 
Die Züge sind so gebaut, dass sie auch bei minus 40 Grad und einer Schneehöhe von bis zu 800 Millimetern fahren können. Einige Beispiele für Konstruktionslösungen, die den extremen Witterungsbedingungen trotzen, sind doppelwandige Wagenübergänge, grosse Schneepflüge, effiziente Fussboden- und Seitenwandheizungen und eine speziell angepasste Isolierung. Die Unterböden der Züge sind so entwickelt, dass ein Einfrieren möglichst verhindert wird.

Peter Jenelten, Executive Vice President Marketing & Sales bei Stadler, der im Hauptbahnhof Stockholm persönlich Rede und Antwort stand, sagt:
 
«Unsere Züge haben sich im nordischen Klima bestens bewährt, denn sie werden bereits sehr erfolgreich in Norwegen, Finnland und anderen Ländern mit langen harten Wintern eingesetzt. Der Mälar-Zug wurde in Zusammenarbeit mit schwedischen Designern auf Schweden zugeschnitten und zeichnet sich durch hohe Funktionalität, Komfort und Langlebigkeit aus.»
 
Mit den neuen Mälar-Zügen baut Stadler die Position in Schweden weiter aus – als zuverlässiger Hersteller von Schienenfahrzeugen mit Geschwindigkeiten bis zu 250 km/h. Mit einem Komplettangebot von der Fahrzeugherstellung bis zur Instandhaltung ist Stadler in Skandinavien in kurzer Zeit stark gewachsen. Stadler sieht auch in Zukunft hohes Wachstumspotenzial, auf das sich das Unternehmen derzeit vorbereitet. Bis 2020 sollen mehr als 300 von Stadler produzierte Schienenfahrzeuge auf nordischen Schienen unterwegs sein, was einem Wachstum von fast 400 Prozent seit dem Jahr 2013 entspricht. In Schweden betreibt Stadler zwei Werkstätten mit 190 Mitarbeitenden in Hagalund und Tillberga, wo die SJ X2000 X31-Flotte derzeit in Kooperation mit ABB technisch überholt wird. Seit 2017 ist Stadler auch Mitglied bei Swedtrain.
 
Mehr über die Züge
 
Der komfortabel ausgelegte DOSTO für die Mälardalen-Strecken ist mit flexiblen Lösungen auf das schwedische Lichtraumprofil angepasst worden. Ausserdem sind die Wintertauglichkeit des Zugs optimiert und konstruktive Massnahmen getroffen worden, um allfällige Schäden durch Kollisionen mit Wildtieren zu begrenzen. Die neuen Züge werden unter der zukünftigen Marke Mälartågen von MÄLAB verkehren. Die Fahrzeuge sind rund 105 Meter lang, bieten inkl. Klappsitzen 357 Fahrgästen Sitzplätze und sind mit bis zu 200 km/h unterwegs. Die Innenausstattung ist für tägliche geschäftliche und regionale Fahrten mit einer Fahrzeit von rund ein bis zwei Stunden ausgelegt. Fahrgäste sitzen auf komfortablen verstellbaren Sitzen mit Arbeitstischen, Steckdosen, WLAN und mehr. Grössere Gepäckstücke und Fahrräder lassen sich ebenfalls problemlos mitführen und verstauen. Es gibt drei Toiletten im vierteiligen Zug, eine davon ist für Fahrgäste mit reduzierter Mobilität (PRM). Der Fahrerstand (EUROCAB) weist Fahrertüren auf.

Quelle: Stadler / 28.06.2018

 
Siemens erhält erste Smartron-Bestellung

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Die Eisenbahngesellschaft Potsdam (EGP) bestellt drei Lokomotiven vom Typ Smartron

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Neuer Smartron: eine Variante, ein Vertrag, ein Preis

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Auslieferung Anfang 2019

Die Eisenbahngesellschaft Potsdam mbH (EGP) hat bei Siemens drei Lokomotiven vom Typ Smartron bestellt. Der Smartron, die neue Lokomotive von Siemens, ist auf eine definierte Transportaufgabe zugeschnitten und kombiniert die Vorteile eines Standardprodukts mit der plattformerprobten Technologie des Vectron. Als vorkonfigurierte Lokomotive ist der Smartron für den Güterverkehr in Deutschland konzipiert und ermöglicht Kunden einen kosteneffizienten Betrieb bei hoher Betriebssicherheit.

„Bei Probefahrten überzeugte die Lok mit ihren technischen Parametern. Zusätzlich punkteten die intuitive Bedienung, der unkomplizierte Bestellvorgang und die überschaubaren Lieferzeiten“, sagt Mathias Tenisson, Geschäftsführer der EGP.

„Im März haben wir den Smartron zum ersten Mal vorgestellt. Dass wir mit der EPG heute die erste Bestellung verzeichnen können, zeigt, dass das Konzept überzeugt: Mit dem neuen Smartron bieten wir unseren Kunden ein leistungsfähiges und zuverlässiges Fahrzeug, das auf einen definierten Anwendungsbereich festgelegt ist und dadurch einen einfachen Kaufprozess möglich macht. Eine Standardvariante, ein Standardvertrag, ein Preis – das ist die Idee des Smartron“, sagt Sabrina Soussan, CEO der Division Mobility von Siemens.

Die EPG hat sich für eine Finanzierungslösung der Financial Services-Einheit von Siemens (Siemens Financial Services) entschieden.

Der Smartron basiert auf bewährten Komponenten des Vectron. Das Fahrzeug verfügt über eine Leistung von 5.600 kW und erreicht eine maximale Geschwindigkeit von 140 km/h. Siemens präsentiert den Smartron auch auf der InnoTrans 2018, der internationalen Fachmesse für Verkehrstechnik, die von 18. bis 21. September in Berlin stattfindet. Das Unternehmen ist in diesem Jahr wieder in Halle 4.2 und auf dem Freigelände vertreten.

Quelle: 26.06.2018/Siemens

 
Siemens zeigt vernetzte Mobilität auf der InnoTrans 2018

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Motto des Messe-Auftritts: „Shaping connected mobility”

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Messe-Highlights: Digital Station, Stellwerk in der Cloud und neuer Hochgeschwindigkeitszug „Velaro Novo“ mit 30 Prozent weniger Energieverbrauch

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Digitale Lösungen machen Infrastrukturen intelligent, verbessern Reisekomfort für Passagiere, garantieren Verfügbarkeit und erhöhen nachhaltige Wertschöpfung über den gesamten Lebenszyklus

Unter dem Motto „Shaping connected mobility“ präsentiert Siemens auf der InnoTrans digitale Innovationen in einem zunehmend stärker vernetzten „Gesamtsystem Mobilität“. Die Lösungen werden das Verkehrsmittel Bahn noch effizienter, sicherer und zuverlässiger machen.

Quelle: Siemens/ 18.06.2018

 

Siemens präsentiert den neuen Hochgeschwindigkeitszug „Velaro Novo“

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Erhöhter Reisekomfort und reduzierte Lebenszykluskosten

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30 Prozent Energieeinsparung, 15 Prozent weniger Gewicht

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Erprobung des Zugs seit April 2018

Siemens präsentiert auf der InnoTrans 2018, der weltweit größten Messe für Bahntechnik, ein neues Fahrzeugkonzept für Hochgeschwindigkeitszüge. Der Velaro Novo setzt Maßstäbe in puncto Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit und bietet gleichzeitig höchsten Fahrgastkomfort. Siemens hat die neue Plattform für Hochgeschwindigkeitszüge für einen weltweiten Einsatz von 250 bis 360 km/h entwickelt.

„Der Velaro Novo ist unsere Antwort auf globale Anforderungen im Hochgeschwindigkeitsverkehr. Der neue Zug setzt die Velaro-Erfolgsgeschichte fort und ermöglicht Betreibern einen verbesserten Fahrgastkomfort und Wirtschaftlichkeit über die gesamte Lebensdauer. Was wir heute präsentieren, ist das Ergebnis von fünf Jahren detaillierter Entwicklung: Eine Plattform mit einzigartig optimiertem Energieverbrauch und Wartungsaufwand, sowie maximaler Flexibilität und Zuverlässigkeit“, sagt Sabrina Soussan, CEO der Division Mobility von Siemens.

Bei 300 km/h benötigt der neue Hochgeschwindigkeitszug bis zu 30 Prozent weniger Energie als bisherige Velaro-Modelle und spart damit im Durchschnitt jährlich 1.375 Tonnen CO 2 ein. Das Fahrzeuggewicht konnte dank Leichtbaukonstruktion um 15 Prozent reduziert werden. Gleichzeitig wurde der verfügbare Platz für Passagiere um zehn Prozent gesteigert. Die Wagenkästen folgen dem Prinzip der leeren Röhre. Das bedeutet, dass keine festen Einbauten vorhanden sind und sich die Innenräume nach den Vorstellungen des Kunden einrichten lassen. Konfigurationsmöglichkeiten wie diese machen den Velaro Novo zukunftssicher und flexibel, noch nach Jahren im Betrieb kann er an neue Anforderungen der Betreiber angepasst werden. Die Kosten für die Instandhaltung verringern sich dank der Integration modernster Mess- und Sensorentechnologie. Seit April 2018 erprobt Siemens Teile des neuen Hochgeschwindigkeitszugs. Der Novo-Testwagen, integriert in den ICE S der DB Systemtechnik, absolviert derzeit Testfahrten in ganz Deutschland.

Siemens hat bereits vier Generationen des Velaro entwickelt. Die Züge sind seit dem Jahr 2000 im Einsatz und derzeit in Deutschland, den Niederlanden, Belgien, der Schweiz, Spanien, Frankreich, China, Russland, UK und in der Türkei in Betrieb. Täglich legen sie mehr als eine Million Flottenkilometer zurück. In Deutschland kennt man den Velaro als ICE 3 (Baureihe 407) der Deutschen Bahn AG.

2013 startete Siemens mit der Entwicklung des neuen Fahrzeugkonzepts Velaro Novo, ab 2023 kann Siemens erste Züge in den Einsatz bringen. Auf der InnoTrans 2018 stellt Siemens das Konzept im Rahmen einer digitalen Inszenierung zum ersten Mal einem internationalen Messepublikum vor.

Quelle: Siemens/ 18.06.2018

 
Roll-out Voralpen-Express: Stadler und die Schweizerische Südostbahn AG präsentieren erstmals den neuen Zug „Traverso“

Stadler und die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) haben heute mit circa 200 Gästen aus Wirtschaft und Politik den Roll-out des neuen „Traverso“ für die Voralpen-Express-Strecke gefeiert. Nach nur knapp zwei Jahren Entwicklungs- und Bauzeit konnte der Triebzug des Typs FLIRT „Traverso“ zum ersten Mal präsentiert werden. Die Züge für die SOB stellen den aktuellen Entwicklungsstand der FLIRT-Fahrzeuglinie (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) dar – mit Innovationen wie zum Beispiel den komplett neuen Motordrehgestellen und weiter optimierten Laufdrehgestellen. Insgesamt baut Stadler für die SOB sechs achtteilige und fünf vierteilige Züge. Ab Fahrplanwechsel 2019/2020 soll die neue Flotte des Erfolgsprodukts Voralpen-Express auf den Schienen der Strecke zwischen St. Gallen und Luzern verkehren.

Ende Juni 2016 hat die SOB bei Stadler die elektrischen Niederflurtriebzüge bestellt, um ab dem Fahrplanwechsel 2019/2020 die älteren, teils 40 Jahre im Einsatz stehenden Kompositionen mit elf neuen Fahrzeugen zu ersetzen. Die neuen Züge werden auf der Strecke des Voralpen-Express zwischen
St. Gallen und Luzern zum Einsatz kommen und das Reisen durch die Voralpen noch hochwertiger und komfortabler gestalten.
 
Der Roll-out ist einer der wichtigsten Meilensteine im Entstehungsprozess eines technisch hochkomplexen Schienenfahrzeugs. In der Branche ist es üblich, dass dieser Moment gebührend gefeiert wird. Die spektakuläre Einfahrt des „Traverso“ in Erlen wurde von circa 200 geladenen Gästen aus Wirtschaft und Politik live verfolgt.

Peter Spuhler: „Beitrag zum Erfolgsprodukt Voralpen-Express“
 
 „Wir sind sehr stolz, heute zusammen mit der SOB den neuen Zug für die Voralpen-Express-Strecke präsentieren zu dürfen. Es freut uns sehr, einen Beitrag zum Erfolgsprodukt Voralpen-Express leisten zu können. Dass Stadler-Züge auf dieser wunderschönen Strecke von St. Gallen nach Luzern zum Einsatz kommen, ist für uns eine grosse Freude. Die neuen Züge werden den Fahrgästen noch mehr Komfort bieten und den Fahrspass beträchtlich erhöhen“, sagte Peter Spuhler, Verwaltungsratspräsident von Stadler, zu den Gästen.

Thomas Ahlburg, Group CEO von Stadler, hob zudem die gute Zusammenarbeit der Projektteams von Stadler und der SOB hervor: „Die hervorragende Zusammenarbeit der beiden Projektteams hat massgeblich dazu beigetragen, dass dieser Zug so schnell entwickelt und gebaut werden konnte.“ Weiter sagt er: „Beide Unternehmen gehen pragmatisch an Herausforderungen heran. Dies zeigt sich unter anderem in der gemeinsamen Erprobung von neuen Technologien für bereits bestehende Fahrzeuge. Auch beim neuen Voralpen-Express hat die Zusammenarbeit der beiden Projektteams dazu beigetragen, dass dieser Zug eine Vielzahl von Innovationen enthält. Wir sind dankbar, dass wir für Unternehmen wie die SOB arbeiten dürfen und so gemeinsam den Beweis antreten, dass am Werkplatz Schweiz Spitzentechnologie in Rekordzeit entwickelt und realisiert wird.“
 
Die Zusammenarbeit der beiden Ostschweizer Unternehmen reicht weit zurück: Gemäss Peter Spuhler ist die SOB einer der ältesten Kunden von Stadler. „Als Stadler-Gründer Ernst Stadler 1981 unerwartet verstarb und Irma Stadler von einem Tag auf den anderen als Firmenchefin einspringen musste, war das für sie und die Belegschaft keine einfache Zeit. Die SOB bestellte damals als erster Kunde bei Irma Stadler zwei Steuerwagen, die aus vorhandenen Personenwagen mit Gepäckabteil hergerichtet wurden. Das trug wesentlich dazu bei, die schwierige Zeit nach dem Tod von Ernst Stadler zu meistern.“
 
Nachdem Stadler Ende der 90er Jahre ein umfangreiches Modernisierungsprogramm an der bestehenden Flotte der SOB vornehmen konnte, kann Stadler heute die Flotte für die Strecke des Voralpen-Express erneuern. „Natürlich hoffen wir, diese erfolgreiche Zusammenarbeit auch in Zukunft weiterführen zu können“, sagte Thomas Ahlburg zu den Gästen.

Hans Altherr: „Mit dem Einstieg in den Fernverkehr verdoppeln wir die gefahrenen Zugkilometer“
 
„Der 15. Dezember 2019 und der 13. Dezember 2020 sind für die SOB zwei wichtige, ja historische Daten. Ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 rollen auf der Strecke des Voralpen-Express zwischen
St. Gallen und Luzern die neuen Fahrzeuge und lösen somit die gesamte alte Voralpen-Express-Flotte ab. Und am 13. Dezember 2020 steigt die SOB in Kooperation mit der SBB ins Fernverkehrsgeschäft ein. Ab diesem Datum fahren wir stündlich alternierend ab Zürich beziehungsweise Basel über die Gotthard-Bergstrecke nach Locarno und erweitern somit unser Marktgebiet markant“, sagte SOB-Verwaltungsratspräsident Hans Altherr zu den Gästen.
 
Die neuen achtteiligen Züge sind kupferfarben. „Das Halbedelmetall Kupfer symbolisiert einerseits Hochwertigkeit und Gediegenheit, andererseits ist Kupfer mit der Geschichte des menschlichen Fortschritts eng verbunden. Die neuen Züge sind für alle ein Fortschritt: Für die Reisenden, für die SOB und für Stadler. Dies wollen wir mit der Farbe Kupfer ausdrücken“, betonte Thomas Küchler, CEO der SOB, am heutigen Festanlass. Der neue Triebzug wird bei der SOB unter dem Namen „Traverso“ verkehren und auf der Voralpen-Express-Strecke sowie im Fernverkehr eingesetzt. „Das Wort Traverso stammt aus dem Italienischen und bedeutet quer. Denn wir durchqueren mit dem neuen Fahrzeug die Schweiz – von Norden nach Süden und von Osten nach Westen“, erklärte Thomas Küchler.

Komfortabel durch die Voralpen
 
Bei den elf Fahrzeugen handelt es sich um sechs achtteilige und fünf vierteilige Triebzüge der neusten Generation. Die Züge zeichnen sich durch Innovation und Komfort aus. Sie ermöglichen den Fahrgästen eine Reise in einem einzigartigen Fahrzeug auf einer einzigartigen Strecke. Die hochwertige Innenausstattung ist speziell auf die Bedürfnisse der unterschiedlichen Benutzergruppen ausgerichtet: Pendlerinnen und Pendler finden Raum, wo sie in Ruhe arbeiten können. Touristen und Wochenend-Ausflügler geniessen die fantastische Aussicht aus den Panoramafenstern, können Skier und Velos verstauen und sich in den zwei Cateringzonen verpflegen. Für Familien steht ein eigener Familienbereich zur Verfügung. Der Zug erfüllt die neusten europäischen Behindertengleichstellungsgesetze und bietet ein Informationssystem mit vier bis sieben Bildschirmen pro Wagen.
 
Die achtteiligen Züge verfügen über 359 Sitzplätze, davon 68 Plätze in der 1. Klasse. In den vierteiligen Zügen stehen 197 Plätze zur Verfügung, davon 22 in der 1. Klasse. An allen Sitzplätzen stehen den Fahrgästen Steckdosen zur Verfügung. Die Züge fahren mit einer Betriebsgeschwindigkeit von 160 Kilometern pro Stunde und verfügen über ein neuartiges, leichtes Drehgestell, welches bei Wartungsarbeiten einen schnellen Austausch ermöglicht.
 
Wie alle Fahrzeuge der FLIRT-Familie weist auch der neue „Traverso“ folgende, typische Merkmale auf: Stufenlose Eingänge, eine grosszügige und übersichtliche Innenraumgestaltung und Wagenkasten in Aluminium-Leichtbauweise, was zu deutlich tieferem Energieverbrauch und somit auch wesentlich tieferen Energiekosten führt. Innovative Fahrwerktechnik sorgt für verschleissarmen Betrieb auf dem kurvenreichen Streckennetz der SOB.

Über die Schweizerische Südostbahn AG
 
Die Schweizerische Südostbahn AG (SOB) ist ein eigenständiges, in der Ost- und Zentralschweiz verankertes Bahnunternehmen und beschäftigt über 560 Mitarbeitende. Sie ist Know-how- und Innovationstreiberin in der Branche und übernimmt Technologie- und Systemführerschaften. Die SOB unterstützt Bund und Kantone aktiv beim Erreichen ihrer Mobilitätsziele, indem sie die Rolle als kreative Innovatorin und Querdenkerin wahrnimmt.
Das Kerngeschäft der SOB ist der Personenverkehr. Im Fokus steht die optimale Betreuung der Kundinnen und Kunden, sowohl beratend in den Bahnreiszentren als auch unterwegs mit schnellen und pünktlichen Verbindungen in modernem Rollmaterial. Im Jahr 2017 reisten über 13,5 Millionen Fahrgäste mit der SOB. In den vergangenen Jahren optimierte das integrierte Bahnunternehmen in die betrieblichen Prozesse, baute das Leistungsangebot aus und investierte vermehrt in Infrastruktur, Rollmaterial und Sicherheit. Das SOB-Schienennetz umfasst 123 Kilometer und ist reich an Tunnels, Viadukten und Brücken, darunter die höchste Eisenbahnbrücke der Schweiz, der 99 Meter hohe Sitterviadukt bei St. Gallen.

Über Stadler
 
Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Produktions- und Engineering-Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Weissrussland und den USA sowie über 30 Servicestandorten arbeiten über 7600 Mitarbeitende. Servicestandorte betreibt Stadler an den Produktionsstandorten und darüber hinaus unter anderem auch in Algerien, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Russland, Schweden und in Grossbritannien. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reise­zugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste dieselelektrische Lokomotive. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.

Stadler in weiteren Zahlen: Der Bestseller FLIRT (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) hat sich bereits über 1500-mal in insgesamt 18 Ländern verkauft. Auch der KISS (Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug) ist sehr gefragt: Er wurde annähernd 300-mal in 11 Ländern verkauft. Europas stärkste dieselelektrische Lok, die EURO4000, wurde in 7 Ländern 140-mal verkauft. Stadler Service hält zudem in 16 Ländern Fahrzeugflotten mit über 680 Fahrzeugen mit einer jährlichen Laufleistung von über 120 Millionen Kilometern instand.

Quelle: Stadler AG/07.06.2018

 
Stadler gewinnt den ersten Auftrag in Frankreich für die innovative Lokomotivengeneration

Der Schienenfahrzeughersteller Stadler, das französische Schienengüterverkehrsunternehmen VFLI und das Leasingunternehmen Alpha Trains haben die Kaufverträge für die ersten zwölf dieselelektrischen Lokomotiven EURO4001 und den Prototypen der Dual-Mode-Lokomotive EURODUAL unterschrieben. Beide Modelle gehören zur neuen Generation sechsachsiger Lokomotiven, die Stadler in Valencia für den europäischen Markt entwickelt hat. VFLI wird die 13 neuen Lokomotiven für Schienengütertransporte in Frankreich und Belgien einsetzen.

Das französische Schienengüterverkehrsunternehmen VFLI, eine Tochtergesellschaft von SNCF, nutzt die Lokomotiven von Stadler seit 2013 für seine Gütertransportdienstleistungen. Die Flotte des Unternehmens besteht derzeit aus 19 EURO4000-Lokomotiven, die letzten davon wurden Ende 2017 ausgeliefert. Mit diesen neuen Verträgen ist VFLI der erste französische Kunde der neuen Generation von Co'Co'-Lokomotiven, die Stadler in seinem Werk in Albuixech entworfen und hergestellt hat, um den Schienengütertransport in Europa zu erneuern.

Das Leasingunternehmen Alpha Trains besitzt eine Flotte von 30 EURO4000-Lokomotiven, die durch verschiedene Schienengüterunternehmen in Spanien und Portugal betrieben werden. Derzeit weitet Alpha Trains seine Geschäftstätigkeit durch das Leasing von zusätzlichen Stadler-Lokomotiven in Frankreich weiter aus..

Die EURODUAL ist die technologische Antwort von Stadler auf die Herausforderungen, die durch grenzübergreifende Korridore wie beispielsweise den Mittelmeer- und den Atlantischen Schienenfracht-Korridor entstanden sind. Iñigo Parra, CEO von Stadler Valencia, betont die Wichtigkeit des Projekts sowie die Vorteile der neuen Plattform: «Die EURODUAL ist das Resultat vieler Jahre Arbeit und Ressourcen, die wir in Forschung, Entwicklung und Innovation investiert haben. Mit ihrer Avantgarde-Technologie deckt die Lokomotive sämtliche Bedürfnisse effizient und zuverlässig ab. Den Bahnbetreibern werden dadurch zahlreiche ökonomische und ökologische Vorteile geboten.»

Einer der Verträge beinhaltet den Erwerb des Prototyps der EURODUAL durch VFLI, die Stadler für die Homologation der neuen Plattform in Frankreich und Belgien nutzt. Die vielseitige Lokomotive bietet zwei Lösungen in einem durch die Kombination von zwei Antriebsmodi: elektrisch und Diesel. Sie fährt auf elektrifizierten Strecken mit 25 kV AC und 1,5 kV DC mit einer Leistung von 7000 kW, wird für nicht elektrifizierte Strecken aber auch durch einen IIIB-Dieselmotor mit 2800 kW angetrieben. Dank ihrer hohen Leistungskraft und Zugkraft sowie dem hochmodernen Adhäsionskontrollsystem kann sie längere und schwerere Züge transportieren. Dazu kommt die operative Flexibilität, die durch die hochleistungsfähige Dieseltraktion und die ökologischen Vorteile der Elektrotraktion geboten wird.

Die Verträge beinhalten ebenfalls die Lieferung von zwölf dieselelektrischen Lokomotiven des Typs EURO4001. VFLI übernimmt drei Stück davon und wird die restlichen neun via Alpha Trains nutzen. Die EURO4001 ist die Nachfolgerin der sehr erfolgreichen EURO4000. Diese Lokomotive hat die unglaubliche Leistungskraft und Zuverlässigkeit ihrer Vorgängerin geerbt. Sie ist eine sechsachsige dieselelektrische Lokomotive mit AC/AC-Übertragung und einem Motor mit 2800 kW. Dieser entspricht den gemäss EG 26/2004 in Europa für Zugmaschinen geforderten Emissionsgrenzwerten der Stufen IIIB und V. Die leistungsstarke Lokomotive bietet hohe Flexibilität, Zugkraft, niedrigen Energieverbrauch und damit reduzierte Betriebskosten.

Über Stadler
 
Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Produktions- und Engineering-Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Weissrussland und den USA sowie über 30 Servicestandorten arbeiten über 7600 Mitarbeitende. Servicestandorte betreibt Stadler an den Produktionsstandorten und darüber hinaus unter anderem auch in Algerien, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Russland, Schweden und in Grossbritannien. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reisezugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste dieselelektrische Lokomotive. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.
 
Stadler in weiteren Zahlen: Der Bestseller FLIRT (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) hat sich bereits über 1500-mal in insgesamt 18 Ländern verkauft. Auch der KISS (Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug) ist sehr gefragt: Er wurde annähernd 300-mal in 11 Ländern verkauft. Europas stärkste dieselelektrische Lok, die EURO4000, wurde in 7 Ländern 140-mal verkauft. Stadler Service hält zudem in 16 Ländern Fahrzeugflotten mit über 680 Fahrzeugen mit einer jährlichen Laufleistung von über 120 Millionen Kilometern instand.
 
Über VFLI
 
Seit der Gründung 1998 hat sich VFLI, ein Tochterunternehmen von SNFC, der staatlichen Eisenbahngesellschaft Frankreichs, zu einem führenden Eisenbahnunternehmen im Schienengüterverkehr entwickelt. Das dynamische Unternehmen verzeichnet nachhaltiges Wachstum und beschäftigt rund 900 Mitarbeitende, deren Arbeit sich vor allem um die Kundenbedürfnisse in Bezug auf Sicherheit, Qualität und Schnelligkeit dreht. So ist das Unternehmen in der Lage, massgeschneiderte Transportlösungen anzubieten. VFLI setzt das breite Fachwissen und die Professionalität gezielt ein, um die Schiene zum bevorzugten Transportsystem für Güter beliebt zu machen.
 
Das Unternehmen hat täglich rund 60 Züge auf dem französischen Bahnschienennetz (RFN) im Einsatz und kümmert sich ebenfalls um Logistikarbeiten an den Industriestandorten ihrer Kunden. Weiter teilt VFLI nicht nur das Fachwissen, sondern auch Schienenfahrzeuge und Schwermaschinen mit Unternehmen, die in der Eisenbahninstandhaltung aktiv sind.

Umfassender Zugbetrieb und optimale Verkehrsflüsse sprechen für die starken organisatorischen Fähigkeiten von VFLI, wenn es darum geht, massgeschneiderte Lösungen zu liefern. Darüber hinaus bietet das Unternehmen lokale Transporteinrichtungen an, damit multimodale Nutzer leicht von der Strasse auf die Schienen wechseln können.
 
VFLI ist ständig bemüht, seine CO 2 -Bilanz zu verbessern und optimiert Transportpläne laufend, um diese so umweltfreundlich wie möglich zu gestalten.
 
Im Jahr 2017 hat VFLI über 3,7 Milliarden Tonnenkilometer Waren transportiert und einen Umsatz von 154,5 Millionen Euro erzielt. Dies ist ein Anstieg von 5 % im Vergleich zum Vorjahr. VFLI verfolgt auch im Jahr 2018 eine nachhaltige Wachstumsstrategie: Nach der Integration von Ecorail Transport plant das Unternehmen nun die Anstellung und Ausbildung von 100 Zugführern und Betriebspersonen.
 
Über Alpha Trains
 
Alpha Trains ist die führende Leasinggesellschaft für Schienenfahrzeuge in Kontinentaleuropa. Rund 100 Mitarbeitende aus 11 Ländern arbeiten in den Büros in Luxemburg, Antwerpen, Köln, Madrid und Paris. Alpha Trains besitzt 435 Personenzüge und 370 Lokomotiven und bietet massgeschneiderte Leasinglösungen, ein umfassendes Fachwissen in der Instandhaltung und Fahrzeugreparatur sowie langjährige Erfahrung in der Finanzierung neuer Bauprojekte an. Die Flotten von Alpha Trains sind durch viele öffentliche und private Betreiber in 15 europäischen Ländern im Einsatz. Die Aktionäre von Alpha Trains sind Arcus Infrastructure Fund, AMP Capital und Public Sector Pension Investment Board (PSP Investment).

Quelle: Stadler AG / 07.06.2018

 
ie Badner Bahn rollt im Güterverkehr auf der Erfolgsschiene

2017 war für die Badner Bahn mit ihrer Güterverkehrssparte - die Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH (WLB Cargo) - wieder ein starkes Geschäftsjahr. Wie WLB Cargo-Geschäftsführer Gerald Retscher in einem Interview mit der Österreichischen Verkehrszeitung (ÖVZ) bekanntgibt, hat das Unternehmen im Vorjahr im In- und Ausland fast 5.800 Güterzüge mit einem Ladevolumen von rund 4,4 Millionen Tonnen befördert. Die WLB Cargo transportiert vor allem fabriksneue Pkw, Eisen, Schrott und Getreide quer durch Europa bis in die Türkei. Angefahren werden u.a. die norddeutschen Hochseehäfen Hamburg, Bremen und Rostock, das Ruhrgebiet sowie die Häfen der nördlichen Adria.  

2017 hat die WLB Cargo, die 113 Mitarbeiter beschäftigt, einen Umsatz von knapp 60 Millionen Euro erwirtschaftet. Zur Zeit umfasst die Triebfahrzeug-Flotte des Transportunternehmens 30 Elektro- und vier Diesellokomotiven. Dazu kommen 200 angemietete Containertragwagen. Seit 2007 tritt die WLB Cargo als rechtlich eigenständiges Tochterunternehmen der Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen auf. (mm)

http://wlb-cargo.at

 
FH St. Pölten erarbeiten in Kooperation mit der NÖVOG

Studierende der FH St. Pölten erarbeiten in Kooperation mit der NÖVOG Konzepte zur Verbesserung des Servicekonzepts im Panoramawagen der Mariazellerbahn. „Mit der Fachhochschule St. Pölten und ihrem Department Bahntechnologie und Mobilität haben wir einen starken Partner in unmittelbarer Nähe. Eine Kooperation ermöglicht es uns Synergieeffekte optimal zu nutzen – die Studierenden können praktische Erfahrungen sammeln und wir profitieren umgekehrt von deren Erkenntnissen“, erklärt der für den öffentlichen Verkehr zuständige Mobilitäts-Landesrat Ludwig Schleritzko.

Auftakt der Kooperation war ein Gastvortrag an der FH St. Pölten, durch den die Studierenden eine erste inhaltliche Einführung zur Mariazellerbahn und zum Produkt Panoramawagen erhalten haben. In einem nächsten Schritt unternehmen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Lehrveranstaltung ‚Kundenorientierung im Schienenpersonenverkehr‘ eine Customer Journey mit der Mariazellerbahn. Dabei soll der Panoramawagen aus der Sichtweise unterschiedlicher Zielgruppen unter Anleitung von Lehrveranstaltungsleiter Thomas Preslmayr analysiert und bewertet werden. Die Studierenden erarbeiten danach in drei Gruppen in Form eines Ideenwettbewerbs verschiedene Ansätze zur Verbesserung des Servicekonzepts. Das beste Konzept wird Ende Juni von einer Jury aus Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern von NÖVOG und Fachhochschule prämiert.

Bei dem Ideenwettbewerb geht es darum konkrete Maßnahmen zur KundInnenbegeisterung vorzuschlagen. „Wir sind bestrebt unser Angebot für unsere Kundinnen und Kunden stetig zu verbessern und nach zu schärfen. Wir sind davon überzeugt, dass die Studentinnen und Studenten konkrete Hinweise zur Verbesserung des Produktes im Sinne unserer Kunden liefern werden“, sagt Markus Schreilechner, Leiter Unternehmensentwicklung der NÖVOG.

„Mit gezielten Firmenkooperationen vermitteln wir den Studierenden in unseren Studiengängen nicht nur Wissen, sondern vor allem auch praktisches Können“, betont Otfried Knoll, Leiter des Departments Bahntechnologie und Mobilität an der FH St. Pölten. „Dazu geben wir ihnen ein Netzwerk an Kontakten mit auf den beruflichen Weg, womit sie schon während des Studiums interessante potenzielle Arbeitgeber kennen lernen.“

Im Department Bahntechnologie und Mobilität an der FH St. Pölten wird mit Bachelor- und Masterstudiengängen, darunter auch ein internationaler Weiterbildungslehrgang, ein umfassendes praxisorientiertes Studienangebot im Bereich des Eisenbahnwesens angeboten. Es ist im deutschsprachigen Raum in dieser Form einzigartig.

 
MRCE bestellt 25 Lokomotiven bei Siemens
• Siemens liefert 20 Vectron MS und fünf Vectron DC
• Auslieferung ab Ende 2018
• Vectron-Flotte von MRCE wächst auf 136 Lokomotiven
Das Leasing- und Serviceunternehmen für Lokomotiven, Mitsui Rail Capital Europe (MRCE), hat 25 weitere Lokomotiven vom Typ Vectron bei Siemens bestellt. Zehn Fahrzeuge sind in der Mehrsystemausführung für den Betrieb von den Niederlanden bis Südosteuropa vorgesehen. Sie werden Ende 2018 geliefert. Zehn weitere Vectron MS sollen auf dem Rhein-Alpen-Korridor zum Einsatz kommen und im zweiten Halbjahr 2019 geliefert werden. Fünf Lokomotiven sind darüber hinaus als Gleichstromlok (Vectron DC) ausgeführt, diese sollen innerhalb Italiens verkehren. Ihre Auslieferung ist ab März 2019 geplant.

„Das langjährige Vertrauen von MRCE steht für die Qualität und Zuverlässigkeit unserer Lokomotiven. Die Vectron-Flotte von MRCE wächst mit dieser neuen Bestellung auf insgesamt 136 Loks. Mit der Flexibilität der Vectron-Plattform profitieren unsere Kunden von maßgeschneiderten Lösungen für einen grenzüberschreitenden Verkehr“, sagt Sabrina Soussan, CEO der Division Mobility.

„Wir freuen uns sehr, diese 25 zusätzlichen Lokomotiven bei Siemens zu bestellen. Mit diesem Auftrag vergrößern wir unsere Flotte für den Nord-Süd-Korridor und die osteuropäischen Märkte. Diese erweiterte Marktabdeckung erlaubt es uns, den besten und flexibelsten Service für unsere Kunden anzubieten“, sagt Junichi Kondo, CEO von MRCE.

Die bestellten Mehrsystemlokomotiven verfügen über eine maximale Leistung von 6.400 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die Vectron DC leisten 5.200 kW. Sie sind mit den nationalen Zugsicherungssystemen ausgestattet, die Vectron MS-Lokomotiven erhalten zusätzlich das europäische Zugsicherungssystem ETCS.

Siemens hat inzwischen mehr als 700 Vectron-Lokomotiven an 37 Kunden in 15 Ländern verkauft. Die Flotte hat bisher eine Gesamtfahrleistung von mehr als 110 Millionen Kilometern absolviert. Die Lokomotiven sind derzeit in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Schweden, der Schweiz, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen.

Quelle: Siemens/ 08.05.2018

 
Modelleisenbahn Holding muss 52 Mitarbeiter kündigen
19. April 2018,
Weiterer Stellenabbau in Österreich "nicht notwendig"

Gloggnitz/Bergheim – Die Kündigung von 52 Mitarbeitern am Produktionsstandort Gloggnitz in Niederösterreich ist für die Modelleisenbahn Holding unumgänglich. Es gehe darum, wieder Erträge erwirtschaften zu können, betonte Geschäftsführer Hannes Grießner am Donnerstag nach einer Betriebsversammlung in Bergheim bei Salzburg. In vorangegangenen Verhandlungen habe die Geschäftsführung Wünsche des Betriebsrats akzeptiert, eine Gesamtübereinkunft sei aber nicht erreicht worden. Nun werde man der Schlichtungsstelle, deren Anrufung die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) am Montag angekündigt hatte, den eigenen Standpunkt darlegen. Mit dem Abbau der Arbeitsplätze in Gloggnitz und der Verlagerung des Spritzgusses in die Slowakei im Herbst werde der deutliche Verlust der gesamten Gruppe im operativen Bereich stark reduziert, parallel werde der neue Standort in Vietnam ausgebaut, teilte die Geschäftsführung mit. So soll es möglich sein, 2021 ein ausgeglichenes Ergebnis zu erwirtschaften - derstandard.at/2000078249720/Modelleisenbahn-Holding-muss-52-Mitarbeiter-kuendigen

50 Mitarbeiter bleiben

Der "bedauerliche Schritt" in Gloggnitz sei dafür eine notwendige Voraussetzung, betonte die Holding. Der Standort bleibe auch mit den verbleibenden 50 Arbeitsplätzen das technische Kompetenzzentrum der Gruppe. Weitere Kündigungen in Österreich seien "nicht notwendig". Grießner erinnerte daran, dass das Unternehmen sich schon bei der Bekanntgabe des Personalabbaus bereit erklärt habe, soziale Härtemaßnahmen abzufedern. Bei den Verhandlungen habe man einer von der Arbeitnehmervertretung geforderten Summe zugestimmt, der Betriebsrat, der laufend über die schwierige Situation informiert gewesen sei, habe jedoch seine Forderung widerrufen. "Wir werden unseren Standpunkt jetzt vor der Schlichtungsstelle darlegen und sind überzeugt, dass es zu einer tragbaren Lösung für alle kommen wird", betonte der Geschäftsführer. Die Modelleisenbahn Gruppe ist mit den Marken Fleischmann und Roco nach eigenen Angaben der europäische Marktführer im Segment Gleichstrom und die Nummer zwei für Modelleisenbahnen in Europa. Aktuell beschäftigt sie in fünf Ländern 900 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von 49 Millionen Euro. (APA, 19.4.2018) -


Quelle: https://derstandard.at/2000078249720/Modelleisenbahn-Holding-muss-52-Mitarbeiter-kuendigen
 
Stadler gewinnt ersten Grossauftrag in Slowenien – und kann gleich eine ganze Flotte liefern

Stadler entwickelt und baut für die slowenische Staatsbahn Slovenske Železnice 26 ein- und doppelstöckige Triebzüge. Der Auftrag umfasst elf Züge des Typs FLIRT EMU, fünf Züge des Typs FLIRT DMU und zehn Züge des Typs KISS EMU mit einer Option für 26 weitere Fahrzeuge. Die unterschiedlichen Zugstypen sind so konstruiert, dass sie in der Flotte gemischt eingesetzt werden können. Für Stadler ist es der erste Auftrag aus Slowenien – und ein lange erkämpfter Erfolg.

Bereits Ende der 90er Jahre hatte sich Stadler um einen Auftrag für 30 Triebzüge in Slowenien beworben  und ihn nach einer hart umkämpften Ausschreibung an die Konkurrenz verloren. „Umso grösser ist unsere Freude, dass es nun 20 Jahre später, im zweiten Anlauf, geklappt hat und wir uns in Slowenien durchsetzen konnten“, sagt Peter Spuhler, Eigentümer und Verwaltungsratspräsident von Stadler. Er ist zusammen mit Verkaufschef Peter Jenelten nach Ljubljana gereist, um dort zusammen mit Dusan Mes, Generaldirektor von Slovenske Železnice, den Grossauftrag für die 26 ein- und doppelstöckigen Triebzüge für die slowenische Staatsbahn persönlich zu unterschreiben. 
Der Vertrag für die gemischttraktionsfähige Flotte umfasst Engineering, Bau und Lieferung von elf vierteiligen Zügen des Typs FLIRT EMU, fünf dreiteiligen Zügen des Typs FLIRT DMU und zehn dreiteiligen Zügen des doppelstöckigen Typs KISS EMU inklusive Garantieleistungen. Eingeschlossen ist eine Option für 26 weitere Züge. Der Vertragswert beläuft sich auf rund 170 Millionen Euro.
 
Über 1500 FLIRT verkauft
 
Der FLIRT, der Bestseller von Stadler, konnte damit bereits über 1500-mal in insgesamt 18 Ländern verkauft werden. Auch der KISS ist sehr gefragt: Er wurde bereits fast 300-mal in 11 Ländern verkauft. Insgesamt sind die Züge von Stadler in 41 Ländern unterwegs. 
 
Die einstöckigen FLIRT sind für den grenzüberschreitenden Verkehr auf der Normalspur zwischen Slowenien, Österreich und Kroatien vorgesehen. Sie werden auch in diesen Ländern zugelassen werden. Die doppelstöckigen KISS werden Strecken in Slowenien bedienen. Die Lieferung des ersten Fahrzeugs ist 24 Monate nach der Vertragsunterzeichnung vorgesehen.
 
Speziell am Auftrag der slowenischen Staatsbahn ist, dass der Bahnbetreiber nicht nur die Möglichkeit hat, die einstöckigen Fahrzeuge in Doppeltraktion zu führen, sondern die Strecken auch mit gemischten einstöckigen und doppelstöckigen Kompositionen bedienen kann. Dazu sagt Peter Jenelten, stellvertretender Group CEO und Leiter Marketing & Sales: „Stadler ist sehr stolz, nicht nur erstmals Züge nach Slowenien liefern zu dürfen, sondern in einer Beschaffung gleich eine aufeinander abgestimmte Reihe unterschiedlicher Fahrzeuge zu bauen: Eine Flotte wie aus einem Guss“.
 
Mehr über die Züge
 
Die elf vierteiligen elektrischen FLIRT mit langem Wagenkasten sind als Regionalfahrzeuge für eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt. Sie sind 80,7 Meter lang, 2,82 Meter breit und 4,12 Meter hoch. Die komfortablen Züge bieten 235 Personen Sitzplätze, davon 12 in der ersten Klasse, und weiteren 227 Fahrgästen Stehplätze. 22 Plätze in der 2. Klasse und 2 Plätze in der 1. Klasse sind als Priority-Sitze nach TSI PRM reserviert. Im Fahrzeug finden ausserdem zwei Rollstühle und fünf Fahrräder Platz. Im Endwagen A gibt es ausserdem ein WC und ein kleines Abteil für den Zugbegleiter, in einem der Mittelwagen befindet sich das WC nach TSI PRM. Für optimalen Vortrieb sorgen die zwei angetriebenen Drehgestelle direkt unter dem Maschinenraum in den Endwagen.
 
Die zehn dreiteiligen elektrischen KISS sind als Regionalfahrzeug für eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt. Sie sind 79.84 Meter lang, 2.80 Meter breit und 4.63 Meter hoch. Die bequemen Züge bieten 292 Personen Sitzplätze, davon 16 in der ersten Klasse, und weiteren 264 Fahrgästen Stehplätze. 18 Plätze in der 2. Klasse und 4 Plätze in der 1. Klasse sind als Priority-Sitze nach TSI PRM reserviert. Im doppelstöckigen Fahrzeug finden ausserdem zwei Rollstühle und fünf Fahrräder Platz. Im Mittelwagen gibt es ausserdem ein Standard-WC und eines nach TSI PRM. Das Fahrzeug verfügt über zwei angetriebene Drehgestelle in den Endwagen.
 
Die fünf dreiteiligen dieselelektrischen FLIRT DMU sind als Regionalfahrzeug für eine maximale Geschwindigkeit von 140 km/h ausgelegt. Sie sind 70,40 Meter lang, 2,82 Meter breit und 4,12 Meter hoch. Die komfortablen Züge bieten 171 Fahrgästen Sitzplätze, davon 12 in der 1. Klasse, und weiteren 167 Reisenden Stehplätze. 16 Plätze in der 2. Klasse und 2 Plätze in der 1. Klasse sind als Priority-Sitze nach TSI PRM reserviert. Auch im FLIRT DMU finden ausserdem zwei Rollstühle und fünf Fahrräder Platz. Im Endwagen A gibt es ausserdem ein WC und ein kleines Abteil für den Zugbegleiter, im Mittelwagen befindet sich das WC nach TSI PRM. Das Fahrzeug verfügt über ein zusätzliches Wagenmodul, das PowerPack, das zwei Deutz-Dieselmotoren und einen Teil der Antriebsausrüstung aufnimmt. Für optimalen Vortrieb sorgen auch hier die zwei angetriebenen Drehgestelle direkt unter dem Maschinenraum in den Endwagen.

Über Stadler
 
Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Produktions- und Engineering-Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Weissrussland und den USA sowie über 30 Servicestandorten arbeiten über 7600 Mitarbeitende. Servicestandorte betreibt Stadler an den Produktionsstandorten und darüber hinaus unter anderem auch in Algerien, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Russland, Schweden und in Grossbritannien. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reise­zugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste dieselelektrische Lokomotive. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.
 
Stadler in weiteren Zahlen: Der Bestseller FLIRT (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) hat sich bereits über 1500-mal in insgesamt 18 Ländern verkauft. Auch der KISS (Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug) ist sehr gefragt: Er wurde 289-mal in 11 Ländern verkauft. Europas stärkste dieselelektrische Lok, die EURO4000, wurde in 7 Ländern 140-mal verkauft. Stadler Service hält zudem in 16 Ländern Fahrzeugflotten mit über 680 Fahrzeugen mit einer jährlichen Laufleistung von über 120 Millionen Kilometern instand.

Quelle: Stadler Rail Group / 18.04.2018

 

Bruck/Leitha urgiert Ausbau der Schnellbahnlinie S7 nach Wolfsthal

„Wir liegen nicht mehr am Ende der westlichen Welt, sondern im Zentrum des europäischen Wirtschaftsraumes.“ Dies stellte Klaus Köpplinger, Obmann der Bezirksstelle Bruck/Leitha der NÖ Wirtschaftskammer, in einem wirtschaftlichen Lagebericht für den NÖ Wirtschaftspressedienst fest. Mit der Auflösung des Bezirkes Wien-Umgebung und dem dadurch ausgelösten Zugang von 3.394 Unternehmen aus Schwechat hat sich die Zahl der Kammermitglieder des Bezirks  Bruck von 3.607 auf 7.001 erhöht.

Für den wirtschaftlichen Aufschwung in der Region seien in erster Linie der Flughafen, die ausgezeichnete Verkehrsinfrastruktur, erfolgreiche Industrie- und Gewerbebetriebe und auch die Nähe zu Bratislava maßgebend. Als für die Zukunft positiv hebt er den Ausbau der A4 auf drei Spuren hervor, der etwa 2020 beendet sein sollte, so dass dann „die am stärksten befahrene West-Ost-Route in Österreich an sehr gut ausgebaute Autobahnen in der Slowakei und in Ungarn anschließen“ könne. Als klares Bekenntnis zur Region Bruck/Leitha wertet er die Takterhöhung der Bahnlinie S60, die von den Pendlern sehr gut angenommen werde. In diesem Zusammenhang urgiert Köpplinger den Ausbau der S7 nach Wolfsthal, womit noch mehr Pendler und auch Touristen angesprochen werden sollen. (hm)

http://wko.at/noe/bruck

 
Türkische Staatsbahn unterzeichnet Vertrag für zehn Hochgeschwindigkeitszüge

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Auftragswert rund 340 Mio. Euro

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Wartungsvertrag über drei Jahre

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Velaro-Flotte wächst auf 17 Züge

Die türkische Staatsbahn TCDD und Siemens haben einen Vertrag über zehn Hochgeschwindigkeitszüge vom Typ Velaro abgeschlossen. Siemens hat im Rahmen der Ausschreibung das beste Angebot abgegeben. Der Auftragswert beläuft sich auf rund 340 Mio. Euro. Der Vertrag beinhaltet die Wartung, Reparatur und Reinigung der Züge über einen Zeitraum von drei Jahren. Mit dieser Bestellung wird die türkische Velaro-Flotte auf 17 Züge anwachsen.

„Unsere Velaro-Familie wächst weiter und setzt eine einzigartige Erfolgsgeschichte fort. Bei Kapazität und beim Komfort bleibt der Velaro ein Benchmark für Hochgeschwindigkeitszüge. In der Türkei kann er all seine Vorteile voll ausspielen und stellt dies schon heute im täglichen Einsatz unter Beweis. Unser Flaggschiff fährt hier mit einer 99-prozentigen Verfügbarkeit“, sagte Sabrina Soussan, Leiterin der Division Mobility.

Im Rahmen der ersten Ausschreibung, die im Mai 2013 abgeschlossen wurde, beauftragte die TCDD Siemens mit der Lieferung eines ersten Zuges auf Basis des Velaro D. Hierfür wurde ein Velaro aus der laufenden Fertigung für den Betrieb in der Türkei umgerüstet. Dieser Zug nahm im Mai 2015 den Fahrgastbetrieb zwischen Ankara und Konya auf. Gleichzeitig erteilte TCDD einen weiteren Auftrag an Siemens, erneut Gewinner der Ausschreibung, über sechs achtteilige Hochgeschwindigkeitszüge. Die sieben Züge verbinden Ankara mit Konya und Eskisehir und haben im Fahrgastbetrieb bereits über fünf Millionen Kilometer zurückgelegt.

Die Hochgeschwindigkeitsplattform Velaro von Siemens bietet ein bedarfsgerechtes Kapazitätsprofil und hohen Reisekomfort. Die Velaro-Züge wurden für den internationalen Markt entwickelt und sind derzeit in Spanien, Frankreich, Deutschland, UK, Belgien, Russland, China, der Türkei – sowie zuletzt auch in den Niederlanden in Betrieb.

Quelle: Siemens / 15.04.2018

 
Unterstützer der Petition für den Erhalt der Donauuferbahn

Die Petition für den Erhalt der Donauuferbahn https://donauuferbahn.aktivist.in/ hat derzeit über 1800 Unterstützerinnen im Internet, und dazu kommen noch etliche hundert auf Papierlisten. Bitte verbreiten und bewerben sie diese Petition weiter!

Zur Lage: Am 13.10. 2017 wurde der schon eingeleitete Abbruch der Donauuferbahn quasi in letzter Minute  - auch durch den Druck Ihrer Unterschrift, danke! - gestoppt , einige Gemeinden haben in dieser Richtung Beschlüsse gefasst. Doch die Lage ist gleichgeblieben.  Für das große Schotterwerk konnten konkrete positive Pläne zum Rückkehr zum Bahntransport bis dato nicht verwirklich werden, weil das Land auf dem lebensfremden Standpunkt steht, dass das Unternehmen oder die Gemeinden  die Verkehrsinfrastruktur selbst zahlen sollten.

Daher donnern nach wie vor ca. 75 Lkw täglich über Persenbeug, was für die AnwohnerInnen nicht lustig ist, Straßen ruiniert und auch nicht der immer wieder beschworenen Verlagerung des Gütertransports auf die Schiene entspricht. Ins Auge springend ist, dass ausgerechnet Bahnschotter nicht mit der Bahn wegtransportiert wird. Nun wird geplant, mit einer Seilbahn hoch über der Donau zunächst 100 000 t Bahnschotter, und bald 200 000 t jährlich und mehr zur Westbahn nach Krummnussbaum zu verfrachten. - Und demnächst könnte mit der Bahnzerstörung begonnen werden….

Derzeit stehen wir vor dem Problem, dass an die frühere Einigkeit der Region wieder angeknüpft werden muss, um oben bei Land und Bund ein Umdenken herbeizuführen. Leider dürfte aber einige gewählte Vertreter der Mut verlassen haben, es nochmals zu versuchen, und es gibt verständliche Gründe dafür, jedoch würde ein (letzter) Versuch ja auch nichts kosten.

Wir ersuchen Sie daher: Bitte ermutigen und ermuntern Sie auf geeignete Weise (ihre) Bürgermeister, Gemeinderäte und sonstige VertreterInnen auf die Kraft der Solidarität in der Region zu bauen und - wie bis vor kurzem – dafür einzutreten, dass die Donauuferbahn nicht zerstört, sondern geschützt wird, und so die wirtschaftlichen und ökologischen Möglichkeiten für die Region zu erhalten werden, damit Kinder und Kindeskinder nicht einmal sagen werden, dass 2018 große Chancen für immer verspielt wurden.

Bitte wenden sie sich insbesondere an die

Gemeinde Persenbeug : gemeinde@persenbeug-gottsdorf.at

Bgm Persenbeug: Mitmasser Manfred mitmasser@persenbeug-gottsdorf.at

Vizebgm Persenbeug: Leeb Gerhard, gerhard@zimmer-leeb.at

Mailadressen der weiteren Gemeinderäte in Persenbeug:

http://www.persenbeug-gottsdorf.gv.at/Buergerservice/Politik/Gemeinderat

Gemeinde Leiben: info@leiben.gv.at

Mailadressen der Gemeinderäte in Leiben:

http://www.leiben.gv.at/Unser_Leiben/Buergerservice/Politik/Gemeinderat

Gemeinde Klein-Pöchlarn: gemeindeamt@kleinpoechlarn.at

Mailadressen der Gemeinderäte in Klein-Pöchlarn:

http://www.kleinpoechlarn.at/de/Gemeinderat

Für den Fall , dass die Politik entgegen aller wirtschaftlichen und ökologischen Argumente die Zerstörung der Donauuferbahn durch Abriss von Brücken und Schienen beginnen möchte, werden wir kurzfristig zu gewaltlosen Aktionen zum Schutz der Donauuferbahn aufrufen   und hoffen dabei auf ihre Unterstützung bzw. Teilnahme.

Ermutigen wir auch die hauptverantwortliche höhere Politik zu Einheit von Wort und Tat:

„ NÖ wird in Mobilitätsfragen einen Beitrag zur Klimastrategie leisten“, sagte der neue NÖ-Verkehrs-Landesrat  Schleritzko zum kürzlich präsentierten Entwurf zur Klima- und Energiestrategie Österreichs. Und: „Wir werden … Schritte setzen, wo wir selbst zuständig sind“. - Die Ertüchtigung der Donauuferbahn  für ca. 15 Mio € wäre ein kleiner Beitrag dazu. - In diesem Sinne erging jüngst auch ein Schreiben von Ing. A. Offenborn von der Verkehrswende NÖ an LR Schleritzko.

„Es gilt in Räumen und nicht in Landesgrenzen zu denken“, sagte Schleritzko weiters. Wir erinnern daran, dass ALLE oberösterreichischen Gemeinden an der Donauuferbahn an NÖ appelliert haben, die Strecke Krems-Enns, die sowohl in OÖ wie nun auch in der Wachau gut ausgebaut ist, nicht für immer zu unterbrechen.

lr.schleritzko@noel.gv.at

Auch LH-Stv. Stephan Pernkopf hat sich jüngst zur Umsetzung der neuen Klima- und Energiestrategie der Bundesregierung bekannt, die auch die Verlagerung des Gütertransports auf die Bahn umfasst. Er hat als Landesrat für UMWELT und ENERGIE , der auch selbst im Bereich der Region Strudengau wohnt , eine ganz besondere Verantwortung für die Region, ihre Kinder und Kindeskinder.                                

  lhstv.pernkopf@noel.gv.a

In diesem Sinn hoffen wir auf die Kraft der Vernunft - auch im Sinne der Interessen unserer Kinder und Kindeskinder

Dr. Dr. Josef Baum, Obmann des Verkehrs- und Regionalforum Waldviertel, Mitglied des Netzwerks VERKEHRSWENDE NÖ

 
Giruno besteht weiteren Test: Mit 275 km/h durch den Gotthard-Basistunnel

Am Osterwochenende sind mit dem Giruno Fahrten mit 275 km/h im Gotthard-Basistunnel durchgeführt worden. Diese Übergeschwindigkeitsfahrten sind Teil der Test- und Erprobungsfahrten, um später einen sicheren und reibungslosen Betrieb der Züge im Fahrplanverkehr zu gewährleisten. Die Fahrt mit 275 km/h ist ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fahrzeugzulassung bis 250 km/h.

Nach dem Roll-out des neuen Gotthard-Zugs Giruno der SBB am 18. Mai des vergangenen Jahres sind umgehend die Test- und Erprobungsfahrten gestartet worden. Zur Erlangung der Schweiz-Zulassung der neuen Gotthard-Züge führt Stadler aktuell mit fünf Zügen Fahrten und Abnahmemessungen in der Schweiz und im angrenzenden Ausland durch. Ein sechstes Fahrzeug wird derzeit im Stadler-Inbetriebsetzungszentrum in Erlen vorbereitet. Die umfangreichen Tests sind für die Vierländerzulassung der Fahrzeuge erforderlich. Bei der Planung der Test- und Erprobungsfahrten müssen viele Abhängigkeiten der aufeinander aufbauenden Fahrten in den vier künftigen Einsatzländern Schweiz, Italien, Deutschland und Österreich berücksichtigt werden. Dazu betont Thomas Legler, Technischer Projektleiter bei Stadler: „Es ist eine super Leistung des gesamten Teams, dass die Fahrten im Gotthard-Basistunnel termingerecht und wie geplant durchgeführt werden konnten“. Neben der Fortsetzung der Test und Erprobungsfahrten im Geschwindigkeitsbereich von 200-250 km/h ist der aktuelle Arbeitsschwerpunkt des Giruno-Teams die Vorbereitung der Unterlagen für die von der SBB geforderten Zulassungen in den vier Einsatzländern Schweiz, Italien, Deutschland und Österreich.
 
Der Giruno wird ab dem Fahrplanwechsel im Jahr 2019 durch den neuen Gotthard-Basistunnel fahren und Zürich mit Mailand verbinden.

Quelle: Stadler / 03.04.2018
 
10 Jahre nach Einstellung des Güterverkehrs nach Ernstbrunn wieder Getreidezüge
ab Ernstbrunn und Wetzleinsdorf !

Die Güterzüge, die mit den Stahlrohren beladen im Jänner nach Ernstbrunn rollten, waren erfreulicherweise keine Eintagsfliege. Am Montag den 26. Jänner wurden erstmals nach fast einem Jahrzehnt auf den Ladegleisen der Lagerhaus-Silos in Ernstbrunn und Wetzleinsdorf wieder Waggons mit Getreide beladen. Exakt 523 Tonnen Weizen treten nun auf der regiobahn Ihre Reise nach Italien an. Vertreter der Waggoneigentümer sowie von Raiffeisen Ware Austria (RWA) und auch Vizebürgermeisterin Jutta Mayr ließen es sich trotz sibirischer Kälte nicht nehmen den Getreidezug beim Lagerhaus Wetzleinsdorf höchstpersönlich zu verabschieden.
Weitere Projekte zu Ausschöpfung der Gütertransport-Potentiale auf der Bahn hat die regiobahn samt Ihren Partnern Grampetcargo Austria, VTG und Wiener Lokalbahnen Cargo übrigens in der Schublade.
Detail am Rande: Zu einem Spektakel für Eisenbahnfreunde aus nah und fern gestaltete sich die Zuführung der Leerwaggons. Der Verein Neue Landesbahn hatte aus Anlass der Wiederaufnahme des Güterverkehrs zu den Lagerhäusern und auch weil eine nagelneu-renovierte Vereinslok vor den Zug gespannt war einen FOTOZUG für „trainspotter“ ausgeschrieben. Unglaubliche 43 Eisenbahnfotografen aus Österreich aber auch Ungarn, der Slowakei und Deutschland waren angereist und verfolgten an diesem eisigen aber sonnigen Tag den Zug und konnten tolle Schnappschüsse einfangen. So hat der erste Güterzug für ein wenig „Winter-Tourismus“ in den Leiser Bergen gesorgt!

Quelle: Regiobahn / 27.02.2018

 
ÖBB und RZD unterzeichnen Kooperationsvereinbarung zu Güterverkehr und Ausbau der Russischen Breitspurbahn

ÖBB-CEO Andreas Matthä und Oleg Belozerov, Chairman of the Executive Board, der Russian Railways verstärken die Zusammenarbeit der Bahngesellschaften im Rahmen der „Strategic Partnership 1520“ Konferenz in Wien

(Wien, 21.02.2018) – Anlässlich der jährlichen „Strategic Partnership 1520“ Konferenz, die am 21. und 22. Februar 2018 in Wien stattfindet, und damit erstmalig außerhalb eines Breitspurlandes, unterzeichneten die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) und die Russischen Eisenbahnen (RZD) eine Kooperationsvereinbarung im Güter- und Personenverkehr. ÖBB-CEO Andreas Matthä und Oleg Belozerov, CEO und Chairman of the Executive Board der Russischen Eisenbahnen, unterstrichen zudem ihr Verständnis der Weiterführung der Breitspurbahn bis in den Raum Wien.

„Durch unsere enge Zusammenarbeit werden wir das System Bahn noch effizienter machen und damit noch attraktiver für den Personenverkehr und für den Güterverkehr“, betont ÖBB Vorstandsvorsitzender Andreas Matthä die Bedeutung der Kooperation mit der RZD.

„Die ÖBB sind einer der wichtigsten Partner der RZD (Russischen Eisenbahnen) in Europa. Das heute unterzeichnete Abkommen schafft weitere Grundlagen für die Stärkung unserer Zusammenarbeit bei gemeinsamen Projekten in den Bereichen Infrastruktur, Personen- und Güterverkehr, innovative Technologien und Personalentwicklung“ so Oleg Belozerov, CEO der Russischen Eisenbahnen.

Bekenntnis zu verstärkter Zusammenarbeit  

Die ÖBB und RZD verbindet seit vielen Jahren eine enge Zusammenarbeit, die mit der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung vertieft wird. Die Vereinbarung beinhaltet fünf Aspekte in denen die Österreichische und Russische Bahn in Zukunft verstärkt zusammenarbeiten werden: Güter- und Personenverkehr, Entwicklung zukunftsorientierter, innovativer Technologien, Förderung von Young Professionals durch gemeinsame Trainings und Entwicklungsprogramme und die gemeinsamen Bemühungen die Russische Breitspurbahn in den Raum Wien zu verlängern.

Verlängerung der Breitspur als Chance für Mitteleuropa

Den ÖBB ist der Ausbau der Russischen Breitspurbahn nach Österreich ein wichtiges Anliegen. Gemeinsam mit den Partnern der Eisenbahnen aus Russland (RZD), Ukraine (JSC Ukrzaliznytsia) und der Slowakei (ZSSK) soll die Breitspurbahn in Zukunft bis in die TwinCity Region Wien – Bratislava führen. Dazu wird eine ca. 400 km lange elektrifizierte Neubaustrecke von Kosice in der Ostslowakei bis in den Wiener Raum benötigt. Der Endterminal ist östlich von Wien vorgesehen. Damit würde Wien zum Brückenkopf für die Verteilung von Waren für ganz Mitteleuropa werden. Neben steigenden Handelsvolumina zwischen China und Europa, steigt die Bedeutung des Breitspursystems auch durch die Chinesische Initiative für die Neue Seidenstraße „One Belt – One Road“. Durch den Ausbau der Russischen Breitspur bis in den Raum Wien soll die nördliche Route der Seidenstraße leistungsfähig für die Zukunft gemacht werden. Der Ausbau ermöglicht eine Verkürzung der Transportzeit zwischen China und Europa der Bahnfracht gegenüber der Seefracht um bis zu 20 Tage.

Quelle: ÖBB / 21.02.2018
 
Stadler baut seine Marktpräsenz in Lateinamerika aus und verkauft als erster europäischer Hersteller Lokomotiven nach Bolivien.

Stadler wird nach Abschluss einer Vereinbarung mit dem bolivianischen Eisenbahnunternehmen FCA und der Lieferung von vorerst drei Lokomotiven des Typs SALi der erste europäische Hersteller, der Lokomotiven in Bolivien verkauft.
 

Stadler und das bolivianische Bahnunternehmen FCA (Ferroviaria Andina) haben einen Vertrag zur Lieferung von vorerst drei Lokomotiven der neuesten Generation der "SALi" (South American Light Loco) unterzeichnet, die speziell für den lateinamerikanischen Markt entworfen wurde und im Stadler-Werk in Valencia gebaut wird. 
 
Die Lokomotive ist speziell für die Herausforderungen entwickelt, die ein Einsatz in grosser Höhe (5000 m.ü.M.) und auf der Schmalspur mit sich bringt. Sie kann mit einer erhöhten Ausgangsleistung in dieser Höhe bei gleichzeitiger Senkung des Verbrauchs eine Geschwindigkeit von bis zu 100 km/h erreichen.
 
Durch das optimale Verhältnis zwischen Antriebskraft und Geschwindigkeit ist SALi insbesondere für den Güterverkehr ausgelegt und verfügt über zwei sowohl akustisch als auch thermisch isolierte Fahrerkabinen, die für mehr Komfort bei extremen Temperaturbedingungen sorgen. Sie erfüllt alle Anforderungen an die Sicherheit und ist nach den neuesten ergonomischen Vorgaben und Kriterien entwickelt worden.
 
FCA bietet umfassende Dienstleistungen für den Güter- und Personenverkehr. Diese werden effizient, sicher, zuverlässig und in hoher Qualität auf dem 2276 Kilometer langen Schienennetz erbracht, das den westlichen Teil Boliviens durchquert und die Landesteile La Paz, Oruro, Cochabamba, Potosí und Sucre miteinander verknüpft. International ist das Schienennetz Boliviens an die Länder Chile (Arica und Antofagasta), Argentinien (La Quiaca) und Peru (Puno) angeschlossen.
 
Klares Bekenntnis zur Südamerikanischen Transkontinentalbahn
 
Stadler ist spezialisiert auf die Entwicklung von Lokomotiven für internationale Verkehrskorridore. So wie ihre Vorgängerin EURODUAL auf dem Mittelmeerkorridor könnte SALi aufgrund ihres Designs und ihrer Leistungen zur Vorzeigelokomotive des geplanten Verkehrskorridors zwischen dem Atlantik und dem Pazifik, der Südamerikanischen Transkontinentalbahn, werden. Diese soll über Bolivien den peruanischen Hafen von Ilo (nahe Tacna) mit dem Hafen von Santos nahe Sao Paulo in Brasilien verbinden. Das von der Regierung des Präsidenten Evo Morales geförderte Megaprojekt umfasst Uruguay, Paraguay sowie Argentinien über den Flusskanal Paraná-Paraguay.
 
Für Iñigo Parra, Leiter der Division Spanien, ist „dieser Vertrag der Höhepunkt einiger Jahre intensiver Arbeit auf dem lateinamerikanischen Kontinent. Dieser habe grosses Potenzial: Die Entwicklung des Schienengüterverkehrs, die Bahnanbindung der pazifischen und der atlantischen Küste sowie Lösungen für die Mobilitätsherausforderungen der Grossstädte bieten vielfältige Möglichkeiten im Eisenbahnsektor, für die Stadler effiziente Lösungen hat“.
 
Carlos Gill, Vorstand des Bahnunternehmens Ferroviaria Andina, erklärte seinerseits: „Dies ist ein weiterer Schritt auf dem Weg der Einbindung Boliviens in das Bahnnetz, um eine Zusammenarbeit der Volkswirtschaften im Osten und Westen und auch der regionalen Wirtschaft zu fördern.“

Quelle: Stadler/19.02.2018
 
Stadler liefert acht KISS-Doppelstockzüge an AB Transitio – Ausbau der Präsenz in den nordischen Märkten

Stadler und AB Transitio haben einen Vertrag unterschrieben über acht KISS-Doppelstockzüge für Uppsala Länstrafik. Dank einer speziellen Ausstattung für kalte Temperaturen sind diese Züge äusserst gut geeignet für die anspruchsvollen Verhältnisse in Skandinavien. Neben der Übernahme von Swedtrac von Knorr-Bremse Anfang dieses Jahres, bedeutet dieser Auftrag einen weiteren Ausbau der Präsenz auf dem schwedischen Markt.

Stadler hat einen Auftrag von AB Transitio für acht weitere KISS-Züge erhalten. Transitio löst somit eine Option des im Jahr 2016 unterzeichneten Vertrags über 33 Züge und eine Option von 110 Zügen ein. Die Züge werden von der schwedischen Bahngesellschaft Uppsala Länstrafik genutzt und sind für den Pendler- und Regionalverkehr rund um Uppsala bestens geeignet.

Stadler-Fahrzeuge überzeugen mit ihrer Wintertauglichkeit. Diese stellen sie in Norwegen, Finnland, Estland, Russland und Weissrussland – wo zum Teil extreme winterliche Verhältnisse herrschen – unter Beweis. Zur ausgeprägten Winterfestigkeit tragen unter anderem die geschlossenen Maschinenräume, doppelwandigen Wagenübergänge, Schneeschaber zwischen Drehgestellen und Wagenkästen, eine Wärmerück-gewinnungsanlage, die Fussbodenheizung und die gute Isolation bei. Auch beim aktuellen Auftrag wird Stadler selbstverständlich schwedische Zulieferer wie Icomera AB, Kockum Sonics AB, ÅF-Infrastructure AB und Hök Instrument AB berücksichtigen.

Breitere Wagenkasten

Die neue Generation der Doppelstockzüge weist eine offene und fliessende Architektur auf. Der Passagier-fluss im Eingangsbereich wurde optimiert – ein Effekt, der sich vor allem auch in stark nachgefragten urbanen Regionen wie bei der S-Bahn Zürich und der S-Bahn Berlin positiv auswirkt. Im neuen KISS gibt es mehr Beinfreiheit, und auch ansonsten bietet der Zug ein grosszügiges Raumgefühl. Stadler passt die Wagenkästen des Doppelstockzuges für Mälab an das schwedische Lichtraumprofil an, welches höher und breiter ist als die Schweizer Norm.

Energieeinsparungen

Dank Aluminium-Leichtbauweise der Wagenkästen können der Energieverbrauch und folglich auch die Betriebskosten beträchtlich gesenkt werden. Eine weitere innovative technische Lösung ist der Trockentransformator, bei dem kein Öl als Kühlmittel verwendet werden muss. Diese Technologie bewährt sich bereits bei Stadler FLIRT-Zügen, die bei der SBB im Einsatz stehen und bei diesen Zügen zu einer durchschnittlichen Einsparung von etwa 8% des gesamten Energieverbrauchs führt.

Stadler als Referenz im Intercity-Verkehr

Stadler kann exzellente Referenzen im Interregio- und Intercitybereich aufweisen. Westbahn setzt Stadler KISS-Züge als Intercity-Züge auf der Strecke zwischen Salzburg und Wien ein. Die SBB operieren mit Stadler-Zügen auf Interregio-Strecken in der ganzen Schweiz und ab Dezember 2018 auf der transalpinen Strecke zwischen Zürich und Mailand ebenfalls mit Stadler SMILE Hochgeschwindigkeitszügen. Ab 2020 werden Stadler KISS-Züge durch das Silicon Valley fahren und San Francisco mit San José verbinden. Stadler steht im Ruf, als verlässlicher Partner vieler Staatsbahnen zu gelten.

Quelle: Stadler AG / 14.02.2018

 
Ohne Umsteigen bis zum Mirabellplatz

Harald Preuner (ÖVP) will als neuer Stadtchef rasch Akzente setzen. "Endlich einigen, wohin die Reise gehen soll", steht für ihn daher an erster Stelle. Die Stadt Nachrichten haben mit ihm über seine Pläne gesprochen.

Schonfrist hat Harald Preuner, seit Montag Salzburgs neu gewähltes Stadtoberhaupt, keine eingeräumt bekommen. Dicht an dicht reihen sich die Termine, ein Gespräch ist quasi nur zwischen "Tür und Angel" möglich.

Auf die Frage, welche Vorhaben er sogleich in Angriff nehmen will, bezeichnet er den Verkehr als das drängendste Problem der Stadt, das dringend gelöst werden muss. "Diskutiert haben wir eh schon lange genug. Wir müssen uns endlich darauf einigen, wohin die Reise gehen soll", sagt er. Die unterirdische Verlängerung der Lokalbahn samt Einbindung aller weiterer S-Bahnlinien bis zum Mirabellplatz will er als heißestes Eisen sofort anpacken. "Die Leute sollen sowohl von Straßwalchen als auch von Golling oder Freilassing ohne Umsteigen bis zum Mirabellplatz fahren können."

Mit seinem Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) will er sich darauf verständigen, dass dies die beste Lösung für die Stadt Salzburg ist. "Wenn wir diesen Schulterschluss geschafft haben, ist der nächste Schritt, das entsprechend mit dem Land zu akkordieren und sofort eine Planungs- und Errichtungsgesellschaft zu gründen. Denn im Mobilitätskonzept des Landes ist diese Verlängerung ohnehin bereits enthalten." Auf dieser Basis müssten sofort die Verhandlungen mit dem Bund über die 50-Prozent-Beteiligung starten. "Das sollte 2018 recht gut möglich sein. Beim Wahlkampf 2019 möchte ich nicht noch einmal über dieses Thema diskutieren müssen."

Stadtquerung unterirdisch bis zur Imbergstraße

Dazu gehört auch das Thema Stadtdurchquerung, die sinnvollerweise vom Mirabellplatz unterirdisch bis zur Imbergstraße und weiter bis zum Volksgarten zu führen sei. Von dort seien die Salzachquerung und der weitere Trassenverlauf bis zur Alpenstraße wesentlich einfacher umzusetzen, weil man sich dort bereits außerhalb der Altstadt befindet. In welchen Stadtteilen er als Bürgermeister welche Akzente setzen will, kann er derzeit noch nicht beantworten. Investitionen in Infrastruktur und dergleichen müssten immer zuerst mit den entsprechenden Abteilungen geklärt werden. Großen Handlungsbedarf sieht er jedoch im Süden der Stadt, im Bereich der Alpenstraße. "Dort haben wir einen enormen Parkdruck durch die Pendler. Im ersten Schritt werden wir deshalb die blaue Zone einführen, vorerst noch gebührenfrei - im Grunde das, was wir ohnehin immer vorgeschlagen haben. Dann werden wir sehen, wie sich das entwickelt und ob es eine Entlastung gibt."

Gespräche mit Auinger

Weiters hat er den Fokus auf Jugendprojekte in den Stadtteilen auf seiner Agenda. "Es werden Stadtteilgespräche nötig sein. Dazu ist das Einvernehmen mit der Abteilung 2, Kultur und Schulwesen, herzustellen. Wir müssen schauen, welche Möglichkeiten es gibt, was den Jugendvereinen fehlt, welche Hilfestellung sie benötigen." Jedenfalls will er so bald wie möglich Gespräche mit der Abteilung bzw. mit dem hier ebenfalls ressortzuständigen Bernhard Auinger aufnehmen.

Schwer beschäftigt ist Preuner momentan überdies mit der Aufarbeitung der Causa SWAP-Prozess. "Die Verunsicherung in der Mitarbeiterschaft ist groß, hier ist es dringend nötig, dass ein neuer Stil des Miteinanders einkehrt." Denn derzeit wissen Magistratsbedienstete nicht, wie sie sich im Fall nötiger Entscheidungen zu verhalten haben bzw. ob sie sie treffen können, ohne zu befürchten, dafür die rechtlichen Konsequenzen tragen zu müssen. "Das ist noch lange nicht aufgeklärt, umso rascher ist eine Richtschnur nötig."

Quelle: Salzburger Nachrichten / 08.02.2018

 
Silbernes Verdienstzeichen des Landes OÖ für FH-Departmentleiter
Otfried Knoll

Hohe Auszeichnung für Engagement im Bahnwesen

Silbernes Verdienstzeichen des Landes OÖ für FH-Departmentleiter Otfried Knoll

In Anerkennung und Würdigung seines Engagements für Bahnprojekte in Oberösterreich erhielt Otfried Knoll, Leiter des Departments Bahntechnologie und Mobilität an der Fachhochschule St. Pölten, das Silberne Verdienstzeichen des Landes OÖ durch Landeshauptmann Thomas Stelzer.

St. Pölten, 07.02.2018 – Für ihr Engagement für ihre Mitmenschen, MitarbeiterInnen und die Gemeinschaft überreichte Landeshauptmann Thomas Stelzer 15 verdienten Personen eine Landesauszeichnung im Linzer Landhaus. Einer der Ausgezeichneten ist Otfried Knoll.

Otfried Knoll, gebürtiger Wiener, war langjähriger Betriebsleiter der Stern & Hafferl Verkehrsgesellschaft in Gmunden. In dieser Funktion und später als Konsulent des Unternehmens hat er die Zukunftskonzepte für die von Stern & Hafferl betriebenen Bahnen erstellt und ihre erfolgreiche Umsetzung begleitet. Ausgezeichnet wurde Knoll überdies unter anderem für seine Initiative zur Verlängerung der Linzer Pöstlingbergbahn bis ins Zentrum von Linz, die Verlängerung der Traunseebahn und deren Zusammenschluss mit der Gmundner Straßenbahn sowie für seine umfangreiche Publikationstätigkeit.

Ausgezeichnete Projekte auch in Niederösterreich

Otfried Knoll hat auch mehrere große niederösterreichische Eisenbahn- und Verkehrsprojekte initiiert und deren Umsetzung begleitet, darunter die Wieselzüge und -Busse, Salamander-Zahnradbahn, Wachaubahn, Waldviertelbahn und Mariazellerbahn. Für diese Projekte wurde Otfried Knoll bereits 2016 vom damaligen Landeshauptmann Erwin Pröll mit dem Großen Goldenen Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Niederösterreich ausgezeichnet. Knoll ist seit 2005 Träger der Verdienstmedaille in Gold der Stadt Gmunden und seit 2000 des Tourismus-Oscar der Ferienregion Traunsee. 2016 wurde ihm der VCÖ-Mobilitätspreis OÖ verliehen.

Knoll leitet an der FH St. Pölten das Department Bahntechnologie und Mobilität, die Studiengänge Bahntechnologie und Management von Bahnsystemen (Master) und Bahntechnologie und Mobilität (Bachelor) sowie die Weiterbildungslehrgänge Europäische Bahnsysteme und das Domain Excellence Program für die Firma Frequentis. Von 1997 bis 2010 war Otfried Knoll Geschäftsführer und Betriebsleiter der Niederösterreichischen Verkehrsorganisationsgesellschaft mbH NÖVOG und in dieser Funktion auch Mitglied des Entwicklungsteams für die Eisenbahnstudiengänge der FH St. Pölten, die er seit 2013 leitet. Von 2004 bis 2007 war Otfried Knoll Mitglied des Aufsichtsrats der ÖBB Personenverkehr AG, mit seiner Firma „Knoll Traffic & Touristic Solutions“ berät er Unternehmen und Gebietskörperschaften im Verkehrsbereich. Knoll ist auch langjähriger Obmann des Vereins Pro Gmundner Straßenbahn.

Quelle: FH - St. Pölten / 08.02.2018

 
Mattigtalbahn – keine Alternative zur Elektrifizierung

PRESSEINFORMATION
Mattigtalbahn – keine Alternative zur Elektrifizierung
Das Fahrplandilemma zwischen Salzburg – Straßwalchen bzw. Mattighofen-Braunau, resultiert eindeutig
aus dem Einsatz unbrauchbarer und beschleunigungsschwacher Fahrzeuge, vor allem der
deutschen Dieseltriebwagen Reihe 628. Letztere sind reine Flachlandfahrzeuge und sind für die
Steigungsstrecke zwischen Salzburg und Steindorf völlig ungeeignet. Ganz offensichtlich hält aus
diesem Grunde ab 7:37 Uhr kein einziger Zug mehr zwischen Salzburg und Braunau in der 10.000
Einwohnerstadt Seekirchen. Eine umsteigefreie Fahrt zwischen Braunau bzw. Mattighofen und der
Bezirkshauptstadt Seekirchen fehlt seit Dezember völlig! Der Dieselbetrieb auf der Mattigtalbahn
ist, aufgrund des Fehlens geeigneter Fahrzeuge, gescheitert!
Sprintschnelle Fahrzeuge brauchen Elektrifizierung
Die wenigen Züge, mit Halt an allen Haltestellen, benötigen heute zwischen Neumarkt-Köstendorf
und Braunau 1 Stunde 6 Minuten! Mit elektrischen Triebwagen mit 1,1 m/sec² Beschleunigung
(auch Abbremsen) kann diese Fahrzeit auf 40 Minuten, bzw. 26 Minuten Fahrzeitverkürzung, inkl. 4
neu zu bauende Haltestellen reduziert werden. Damit könnten auch alle Haltestellen, inkl. der
neuen Haltestelle Seekirchen West und Köstendorf bedient werden, ohne den Fernverkehr auf der
Westbahnstrecke zu beeinträchtigen.
Es ist natürlich notwendig, die Bahnstrecke Steindorf – Braunau – Simbach zu elektrifizieren!
Die Bestandsertüchtigung der Mattigtalbahn mit zusätzlichen vier neuen Haltestellen mit 55-Zentimeter-
Bahnsteigen, mit Reduzierung der Eisenbahnübergänge (Eisenbahn-Kreuzungen) und der
Wechselstrom-Elektrifizierung kostet rund 80 Mio. Euro und mit zusätzlichen 10 Elektro-Triebwagen
rund 120 Mio. Euro, die mit dem Land Oberösterreich übrigens bereits verhandelt waren.
Fahrzeugdilemma bedeutet keine andere Wahl, als die Elektrifizierung
Das Fahrzeug-Dilemma hat aufgezeigt, dass es auf der Mattigtalbahn längst keine Alternative
mehr zu Elektrifizierung gibt! Die Bestandsertüchtigung mit der Elektrifizierung der Mattigtalbahn
ist weitgehend eine einmalige Investition in die Zukunft der modernen Mobilität. Das
Festkrallen am altmodischen Dieselbetrieb wäre ein Weiterwurschteln mit einem veralteten
System. Das hat nichts mit modernem Schienen-Personen-Nahverkehr zu tun. Diesen modernen
SPNV gibt es nur mehr mit der Elektrifizierung!

Quelle: RSB / 06.02.2018

 

ÖBB: Rail Cargo Group verstärkt Italien-Verkehre

•  Nummer 1-Bahnlogistikanbieter von und nach Triest  

•  Hafen Monfalcone als HUB für Automotive- und Holztransporte  

(Wien, 31.1.2018) - Die Rail Cargo Group – Güterverkehrssparte der ÖBB – ist der Experte von Schienentransporten von und nach Triest. Seit dem Markteintritt im Jahr 2012 wurden die Verkehre von Triest und vice versa um rund 60 Prozent gesteigert. Auch für das Jahr 2018 plant die RCG eine weitere Erhöhung um 20 Prozent. Angebunden werden nicht nur Relationen zwischen Europa und dem Mittelmeer, sondern auch dem Fernen Osten.  

Hafen Triest wächst weiter   

Mitten in Europa, zwischen Schiffsrouten und dem Baltisch-Adriatischen sowie dem Mittelmeer-Korridor, schafft der Hafen Triest internationale Verbindungen zwischen Übersee und dem dynamischen Markt in Zentral- und Osteuropa. Die Hafenbehörde Triest und Monfalcone, in enger Abstimmung mit der regionalen Regierung Friaul-Julisch Venetien, hat in den letzten Jahren viele erfolgreiche Initiativen gesetzt. Die Wachstumsraten des Hafens sind dahingehend sehr beeindruckend. Mit der Modernisierung und dem weiteren Ausbau des Terminals und der Bahninfrastruktur sind die Weichen für zusätzliches Wachstum in den kommenden Jahren gestellt.   

Starke Partnerschaften für starke Leistungen  

Rund 90 Prozent der Waren auf der Seidenstraße zwischen China und Europa werden über das Meer verschifft. Dank der geographisch günstigen Lage im Herzen Europas ist Triest einer der wichtigsten Warenumschlagsplätze für Zentraleuropa und fungiert als Drehscheibe im Land- und Seeverkehr. Die effiziente Anbindung an die maritime Seidenstraße sowie auch die ständige Erweiterung der U.N. Ro-Ro Verkehre sichert weiteres Wachstumspotenzial. Die Rail Cargo Group kooperiert in Italien erfolgreich mit Geschäftspartnern wie AlpeAdria , T.O. Delta und U.N. Ro-Ro und stellt so einen reibungslosen Ablauf und eine qualitativ hochwertige Abwicklung der Verkehre auf der Schiene sicher.   

Expansion der Verkehre von und nach Triest sowie Monfalcone  

Die RCG – bereits jetzt mit einem Marktanteil von circa 50 Prozent Top-Anbieter von intermodalen und konventionellen Bahnlogistikleistungen von und zum Hafen Triest – weitet die Verbindungen auch im Jahr 2018 aus. Der Hafen wird dabei per Schienennetz mit neuen Wirtschaftsregionen in Zentraleuropa vernetzt. Auch die Anbindung Richtung Monfalcone wird weiter gestärkt. Vor allem im Bereich Automotive werden die Transporte auch im Jahr 2018 stetig ausgebaut. „Gemeinsam mit unseren Partnern in Triest werden wir zusätzliche Logistiklösungen mit den Kunden entwickeln. Durch den Einsatz von neuen Multisystem-Lokomotiven und neuem Wagenequipment werden wir in Triest und Monfalcone unsere Position konsequent ausbauen“, so Erik Regter , Vorstandsdirektor der Rail Cargo Group. 

Rail Cargo Group: Güterverkehr der ÖBB  

Die Rail Cargo Group ist mit rund 2,1 Mrd. EUR Umsatz jährlich und rund 8.400 MitarbeiterInnen eines der führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Ausgehend von den Heimmärkten Österreich und Ungarn bietet die Rail Cargo Group maßgeschneiderte Bahnlogistiklösungen zwischen Nordsee, Schwarzem Meer und Mittelmeer und sorgt für sicheren, umweltfreundlichen und zuverlässigen Transport auf der Schiene. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG.  

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister   

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 461 Millionen Fahrgäste und 111 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2016 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.265 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.900 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.   

Quelle: ÖBB / 01.02.2018

 
Spenden-Affäre: Die Spur führt bis nach China
Medienwirksam reiste eine Salzburger Delegation 2017 nach Wien, um einen Elektrobus zu testen. Der zuständige Landesrat Hans Mayr zeigte sich anschließend in Interviews ganz angetan von der Technologie aus China. Vertriebspartner dieser Busse sind ranghohe SBG-Funktionäre - mit Verbindung zur Spenderliste.
Auch nach dem angekündigten Rücktritt von Mayr (derzeit im Krankenstand) kehrt keine Ruhe in der Parteispenden-Affäre ein. Am Freitag hatte die Salzburger Bürgergemeinschaft (SBG) einen Teil ihrer Unterstützer auf der Homepage öffentlich gemacht. Wohlgemerkt einen Teil, denn die Namen der Kreditbürgen liegen noch nicht vollständig vor.
Die nun veröffentliche Liste wirkt auf den ersten Blick eher unspektakulär: Für das Jahr 2016 werden insgesamt 10 Spenden im Gesamtwert von 24.500 Euro verzeichnet, im Folgejahr erhielt die Partei 30.704 Euro von fünf unterschiedlichen Quellen. Aufgelistet sind nicht nur die Summen, sondern auch die Namen der Unterstützer. Rund die Hälfe Zuwendungen stammt von Firmen, der Rest von Privatpersonen. Überprüft man die Firmen, so fällt auf: Vier Unternehmen sind direkt miteinander verbunden, in den Firmenbuchauszügen tauchen die immer gleichen Namen als Geschäftsführer auf. Dort erklärt man die Stückelung gegenüber der "Krone" so: Zwei der Spenden würden noch von einem früheren Geschäftsführer stammen, der im selben Jahr tödlich verunglückt ist. Alle vier Firmen können dabei der Baubranche zugeordnet werden, wie auch ein Teil der Namen von Privatpersonen auf der Spenderliste.
Zwei Firmen mit gleicher Adresse in Mittersill
Pikant ist aber besonders eine 5.000 Euro Spende von einer "Julia Informations GmbH" in Mittersill. Laut Firmenbuchabfrage gibt es dieses Unternehmen nicht - allerdings existiert eine "Julia Investment GmbH" in Mittersill, an der zwei Funktionäre von Mayrs SBG-Partei beteiligt sind. Auch eine ÖCW GmbH hält Anteile an der Firma - deren Geschäftsführer wiederum die beiden Funktionäre sind. Angemeldet sind beide Firmen zudem an der selben Adresse.
Und eben jene ÖWC GmbH ist laut eigenen Angaben seit 2015 europäischer Vertriebspartner der chinesischen Firma BYD-BuildYourDreams - ein großer Hersteller von Elektrobussen. Erstmals wurde diese Firma in Salzburg aktiv, als im Jänner 2015 einer ihrer Busse in der Region Zell am See medienwirksam getestet wurde - mit vor Ort war auch der für Verkehr zuständige Landesrat Hans Mayr, der später in einer Aussendung der Landeskorrespondenz über die Vorzüge dieser E-Busse informierte.
Reise nach Wien dürfte Ermittler stutzig machen
Im Vorjahr reiste schließlich eine Salzburger Delegation zu den Wiener Linien, um dort erneut ein BYD-Modell zu testen. Mit dabei war wieder Verkehrsreferent Hans Mayr - und er zeigte sich anschließend ganz begeistert von der Technologie: "Man muss sich schon fragen, ob es sinnvoll ist, neue Oberleitungen zu bauen, die man in einigen Jahren vielleicht nicht mehr benötigt. Es ist an der Zeit, eingeschlagene Pfade zu verlassen", warb er im Interview für ein Umdenken bei der Öffi-Strategie.
Für den SPÖ-Abgeordneten Roland Meisl ist klar: "Es gibt somit nicht nur auf der Ebene des Wohnbaus, sondern auch auf der Ebene der Verkehrspolitik fragwürdige Spenden."

Quelle: Anna Dobler, Kronen Zeitung
 
BLS und Stadler unterzeichnen Vertrag für die Beschaffung 52 neuer Züge

Die BLS beschafft 52 Züge des Typs Flirt der neusten Generation. Damit ersetzt sie drei ältere Fahrzeugtypen und stellt den geplanten Ausbau des Regionalverkehrs um Bern sicher. Heute haben Stadler-Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler und BLS-CEO Bernard Guillelmon den Werkliefervertrag unterzeichnet.

Stadler-Verwaltungsratspräsident Peter Spuhler und BLS-CEO Bernard Guillelmon haben heute den Werkliefervertrag für die Beschaffung von 52 Zügen des Typs Flirt der neusten Generation unterzeichnet. Der Bund, die Kantone und der BLS-Verwaltungsrat haben die für die Beschaffung notwendige Mittelzusage erteilt. Peter Spuhler ist stolz, nach dem Doppelstocktriebzug MUTZ für die BLS den Flirt der neusten Generation herzustellen: «Es freut uns besonders, dass wir mit dieser Beschaffung aus dem Thurgau heraus Schweizer Züge für die BLS liefern dürfen.» Das neue Fahrzeug ist laut Spuhler besonders leicht, energieschonend und bietet den Reisenden höchsten Komfort und Sicherheit. «Das Angebot von Stadler für die grösste Zugsbeschaffung in der Geschichte der BLS überzeugt uns. Wir freuen uns, die neuen Züge gemeinsam mit Stadler zu entwickeln und unsere Fahrgäste künftig noch komfortabler und zuverlässiger ans Ziel zu bringen», sagte BLS-CEO Bernard Guillelmon bei der Vertragsunterzeichnung.
 
BLS sichert sich Optionen für eine einheitliche Flotte
Mit den 52 neuen Zügen ersetzt die BLS einerseits drei ältere Fahrzeugtypen und vereinheitlicht ihre Flotte. Damit werden der Betrieb, die Einsatzplanung und die Instandhaltung der Züge stark vereinfacht. Andererseits kann sie den geplanten Ausbau des Regionalverkehrs im Kanton Bern sicherstellen. Der Kanton sieht unter anderem vor, im Kernperimeter der S-Bahn Bern den Viertelstundentakt einzuführen. 28 Züge werden auf verschiedenen Linien der S-Bahn Bern eingesetzt. Für den RegioExpress-Verkehr bestellt die BLS vorerst 24 statt 30 Züge, weil die Linie Bern-Neuenburg-La Chaux-de-Fonds künftig nicht mehr als Regionalverkehrs-, sondern als Fernverkehrslinie betrieben werden soll. Damit die BLS für künftige Entwicklungen gerüstet ist und die Einheitlichkeit der Flotte langfristig sicherstellen kann, sichert sich die BLS die Option, weitere Züge des gleichen Typs nachzubestellen.
 
Kunden reden bei der Ausgestaltung der neuen Züge mit
Ab Mitte 2018 wird Stadler in ihrem Werk in Bussnang ein im Massstab 1:1 angefertigtes Modell – eine sogenannte Maquette – bereitstellen. Anhand dieser Maquette konkretisiert die BLS und Stadler die Ausgestaltung der neuen Züge; etwa die Ausstattung der Einstiegsbereiche,  die Art und Polsterung der Sitze oder die Grösse der Tische. Um die Bedürfnisse der Fahrgäste optimal zu berücksichtigen, bezieht die BLS verschiedene Kundenvertreter wie Pro Bahn, ausgewählte Fahrgäste und Behindertenorganisationen eng mit in den Prozess ein. Voraussichtlich Anfang 2019 beginnt Stadler mit dem Bau des ersten Wagenkastens. Ab Mitte 2019 soll der erste Zug auf den Schienen getestet werden. Zwischen 2021 und 2025 nimmt die BLS die Züge schrittweise in Betrieb.
 
Die neuen Züge sind einstöckig und 105 Meter lang. Die Züge für den S-Bahn-Verkehr (28 Stück) und für den RegioExpress-Verkehr (24 Stück) sind technisch identisch. Sowohl die S-Bahn- wie auch die RegioExpress-Züge verfügen über niederflurige und grosszügige Einstiegsbereiche mit Stehplatzzonen, grosse Fenster, Ablageflächen, Steckdosen in der 1. und 2. Klasse und guten Handyempfang. Die RegioExpress-Züge werden mit einer Verpflegungszone ausgestattet.
Über Stadler
 
Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Produktions- und Engineering-Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Weissrussland und den USA sowie über 30 Servicestandorten arbeiten über 7000 Mitarbeitende. Servicestandorte betreibt Stadler an den Produktionsstandorten und darüber hinaus u.a. auch in Algerien, Dänemark, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Norwegen, Russland, Schweden und in Grossbritannien. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reise­zugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste dieselelektrische Lokomotive. Stadler ist der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen.
 
Stadler in weiteren Zahlen: Der Bestseller FLIRT (Flinker Leichter Intercity- und Regional-Triebzug) hat sich bereits über 1400-mal in insgesamt 17 Ländern verkauft. Auch der KISS (Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug) ist sehr gefragt: Er wurde 271-mal in 10 Ländern verkauft. Europas stärkste dieselelektrische Lok, die EURO4000, wurde in 7 Ländern 140-mal verkauft. Stadler Service hält zudem in 16 Ländern Fahrzeugflotten mit über 680 Fahrzeugen mit einer jährlichen Laufleistung von über 120 Millionen Kilometern instand. 

 

Quelle: Stadler AG/15.01.2018

 
Stadler lanciert neue Produktlinie WINK - Arriva als Erstkunde

Arriva Netherlands bestellt bei Stadler 18 zweiteilige Züge des neuen Typs WINK. Der WINK ist ein zweiteiliger Triebzug für Nebenlinien mit kleinerem Fahrgastaufkommen. Der WINK nimmt in einem PowerPack genannten Mittelteil die Komponenten zur Energieerzeugung, die Traktionskomponenten und die Hilfsbetriebe auf. Das PowerPack lässt sich mit klassischen Bauteilen der Energieerzeugung und -speicherung ausrüsten, aber auch mit solchen, die komplett emissionsfreies Fahren ermög-lichen. Der WINK rundet das Stadler-Produktportfolio der Regionalzüge nachhaltig ab.

Die neuen Züge für Arriva Netherlands sind in einer ersten Phase als bi-modale zweiteilige Triebzüge ausgelegt. Sie werden mit einem von hydriertem Pflanzenöl (HVO) betriebenen Dieselmotor von Deutz angetrieben und verfügen zusätzlich über Batterien zur Speicherung der Bremsenergie. Durch die gespeicherte Energie in den Batterien können die Dieselmotoren in den Bahnhöfen bei längerer Standzeit ausgeschaltet werden. Der WINK für Arriva Netherlands wird im Rahmen der von Arriva gewonnenen Konzession ab 2020 im Norden der Niederlande auf der Strecke Leeuwarden-Groningen sowie in den Provinzen Friesland und Groningen zum Einsatz gelangen. Nach einer teilweisen Elektrifizierung der Strecke Leeuwarden-Groningen – erwartet bis im Jahr 2025 – werden die Fahrzeuge als emissionsfreie Züge verkehren. Auf diesen Termin hin werden die Dieselmotoren durch Batterien ersetzt. Der Betrieb erfolgt dann mit 1.5 kV Gleichspannung und mit der in den Batterien gespeicherten Energie auf den nicht elektrifizierten Streckenabschnitten.
Die Bestellung von Arriva umfasst die Lieferung der 18 neuen bi-modalen WINK-Züge, den späteren Umbau dieser Fahrzeuge auf den emissionsfreien Betrieb und zusätzlich den Upgrade der bestehenden 51 GTW von Arriva mit einem neuen Fahrgastinformationssystem und Batterien zur Speicherung der Bremsenergie. Der Auftragswert beträgt total rund 170 Millionen Euro.
 
Die WINK-Züge für Arriva sind 55.5 Meter lang, 2.82 Meter breit und 4.12 Meter hoch. Sie weisen drei Einstiegstüren auf beiden Seiten für raschen Fahrgastwechsel auf – das Fahrzeug ist mit beachtlichen 135 Sitzplätzen, inkl. Klappsitzen sogar mit 151 Sitzplätzen, ausgerüstet. Die maximale Geschwindigkeit beträgt 140 km/h bei einer maximalen Traktionsleistung von 1000 kW. Im Inneren sind die Fahrzeuge mit allem ausgerüstet, um Fahrgästen die Reise im Regionalverkehr angenehm zu machen: Helles, freundliches Interieur mit grossen Fenstern, zwei Ruhebereiche, Toilette, Stellflächen für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle, ein Fahrgastinformationssystem auf dem aktuellsten Stand der Technik, Stecker zum Laden von elektrischen Geräten und WiFi. Die 18 neuen Fahrzeuge nehmen im Jahr 2020 den kommerziellen Betrieb auf.

Der WINK in Kürze

 

Der WINK ist das Produkt für Nebenlinien mit kleinerem Fahrgastaufkommen. Er bietet bis zu 275 Personen Platz, rund 150 davon auf Sitzplätzen. Das entspricht ungefähr dem Fassungsvermögen eines dreiteiligen GTW. Wie beim FLIRT werden beim WINK die Enddrehgestelle beim Führerstand angetrieben. Der Hauptunterschied zum FLIRT liegt beim Mittelteil, dem PowerPack. Dieses wird nicht nur mit der Energieerzeugung, sondern zusätzlich mit den Traktionskomponenten und den Hilfsbetrieben bestückt. Die Stärke dieser Lösung liegt in der grossen Flexibilität der Antriebslösung: DMU mit Diesel, DMU mit HVO, BMU als Diesel mit Batterien oder elektrisch mit Batterielösung sind realisierbar. Mit dem WINK stellt Stadler ein Regionalfahrzeug auf die Schiene, das ab sofort emissionsfreies Fahren ermöglicht.
 
Den WINK gibt es mit langen oder kurzen Wagenkasten, er lässt sich im Raster von 1.8 Meter in der Länge auf die Erfordernisse konfigurieren. Das Fahrzeug kann mit zwei, drei oder vier Türpaaren ausgerüstet werden. Dank der cleveren Konfiguration und der Aluminium-Verbundbauweise liegt die Achslast des WINK unter 18 Tonnen. Die maximale Geschwindigkeit des WINK beträgt bis zu 160 km/h. Durch den Wegfall der Maschinenräume wird hinter den Führerständen für weitere Sitzplätze Platz geschaffen – der Erstkunde Arriva Netherlands nutzt diesen Bereich bis zur ersten Türe geschickt für Ruhezonen.
 
Mit dem WINK setzen Bahnbetreiber auf eine bewährte Technologie, ohne bei der Nachhaltigkeit Kompromisse einzugehen. Der modulare Aufbau des WINK, basierend auf dem über 1400 Mal im Einsatz stehenden FLIRT, garantiert eine kurze Bauzeit und höchste Verfügbarkeit im Betrieb. Ausserdem müssen im Bereich der Infrastruktur keine Investitionen getätigt werden.
 
Stadler sieht die Absatzchancen für die neue Produktlinie WINK schwergewichtig in West- und Zentraleuropa sowie in Grossbritannien.
 
WINK ist ein Akronym und steht für „Wandelbarer Innovativer Nahverkehrs-Kurzzug“.
 

Quelle: Stadler / 22.11.2017
 

Siemens modernisiert Flotte von South Western Railway

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Modernisierung der bestehenden Desiro-Flotte mit 172 Zügen der Klassen 444 und 450

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Auftragsvolumen von mehr als 56 Millionen Euro

Der britische Regionalverkehrsbetreiber South Western Railway (SWR) hat Siemens mit der Modernisierung seiner Flotte beauftragt. Siemens wird die bestehende Desiro-Flotte mit 172 Regionalzügen der Klassen 444 und 450 erneuern, die derzeit im gesamten SWR-Netz in Betrieb ist. Das Auftragsvolumen beträgt mehr als 56 Millionen Euro.

Das Projekt beginnt im Dezember 2017 und umfasst die komplette Erneuerung der Innenausstattung aller Züge; einschließlich Axminster-Teppichen, Steckdosen für Mobilgeräte an den Sitzen und Echtzeit-Informationsanzeigen. Für Fahrgäste der ersten Klasse werden neue Ledersitze und Tische eingebaut, die mit innovativen, induktiven Ladestationen ausgestattet sind. Die Sanierung wird voraussichtlich zwölf Monate dauern.

Das Projekt ist Teil eines Investitionsplans, mit dem South Western Railway das Kundenerlebnis verbessern möchte. Dazu gehören auch neue Zugflotten, um Kapazitäten zu erhöhen, längere und enger getaktete Züge sowie kürzere Reisezeiten, effizientere Verbindungen, Verbesserungen an den Haltestellen und beim Ticketkauf.

„Wir freuen uns, Siemens mit der Modernisierung unserer Desiro-Flotte der Klassen 444 und 450 beauftragt zu haben. Diese bedeutende Investition in unsere Flotte bringt wichtige Neuerungen für unsere Kunden und ist ein Investment in lokale Standorte und Zulieferer. Wir haben eine lange Partnerschaft mit Siemens und ich bin überzeugt, dass das Unternehmen ein qualitativ hochwertiges Produkt liefern wird", sagt Neil Drury, Technischer Direkter von SWR.

„Großbritannien ist einer unserer Kernmärkte. Mit der Modernisierung der SWR-Flotte – durch besser ausgestattete Züge und mehr Sitzplätze – leisten wir einen entscheidenden Beitrag zur Aufwertung des Fahrgasterlebnisses für Reisende in der Region“, sagt Johannes Emmelheinz, Chef der Bahnservicesparte von Siemens.

Quelle: Siemens AG/10.11.2017

 
Stadler gewinnt Auftrag für die Revision von bis zu 195 Drehgestellen in Finnland

Stadler hat mit Junakalusto Oy einen Vertrag für die Revision der Drehgestelle, die in den vierteiligen Elektrotriebzügen des Typs FLIRT zum Einsatz kommen, unterschrieben. Die Züge wurden zwischen 2009 und 2014 von Stadler nach Finnland geliefert.

Der Vertrag umfasst insgesamt bis zu 78 Motor- und 117 Laufdrehgestelle sowie mehrere Ersatzteile. Nach einer Fahrleistung von ca. einer Million Kilometer ist die Revision der Drehgestelle notwendig und wird nach dem jeweiligen Zustand der Drehgestelle durchgeführt. Im Sinne dieses Ansatzes wird Stadler den Zustand überprüfen und die notwendigen Massnahmen ergreifen, um sicherzustellen, dass die Drehgestelle sicher und gut gewartet sind. Die Vertragslaufzeit für die Überholung der ersten Drehgestelle beginnt im Januar 2018 und endet, sobald alle Drehgestelle geprüft worden sind, spätestens jedoch per Ende 2022. Die Arbeiten sollen von den Experten des Kompetenzzentrums für Drehgestellrevisionen in Szolnok, Ungarn, durchgeführt werden.
 
Yrjö Judström, geschäftsführender Direktor von Junakalusto Oy, verriet weitere Einzelheiten zum Vertrag: «Drehgestellrevisionen sind ein wichtiger Aspekt im Lebenszyklus eines Zugs. Mit Hilfe dieses Vertrags werden wir in der Lage sein, die qualitativen und finanziellen Ziele zu erreichen, die wir für die Wartung aufgestellt haben. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit mit Stadler an diesem neuen Projekt.»
 
Jürg Gygax, Executive Vice President und Divisionsleiter Service bei Stadler, fügte hinzu: «Die Bereitstellung von Serviceleistungen für Fahrzeuge ist für uns ein wichtiges Geschäftssegment. Darüber hinaus erhalten wir auf diese Weise einen exzellenten Feedback-Kanal für unsere Züge. Aus diesem Grund ist für uns der Zuschlag bei Ausschreibungen, die unsere Fahrzeuge betreffen, stets besonders wichtig. Ebenso sind wir sehr stolz, dass es uns angesichts der ausserordentlich starken Konkurrenz gelungen ist, das beste Preis- und Qualitätsangebot abzugeben.»
 
Die Division Service ist bei Stadler für die Wartung von Fahrzeugflotten in 16 Ländern zuständig und betreut somit mehr als 680 Fahrzeuge, die jährlich insgesamt mehr als 115 Millionen Kilometer zurücklegen. In Ergänzung zu den umfassenden Serviceleistungen bietet Stadler Service auch die Modernisierung von Zügen sowie die Komponentenrevision an. Aus diesem Grund eröffnete Stadler im Jahr 2013 im ungarischen Szolnok ein Kompetenzzentrum für Drehgestellrevisionen.

Quelle: Stadler AG / 06.11.2017

 
Run auf Modellbau-Messe

Laut Messebericht gab es am ersten Tag der Eröffnung einen Messeran auf die Modellbau, Vienna Train, Ideen und Lebenslustmesse. Rund 30.000 Besucher stürmten am 26.10.2017 die Ausstellungshallen. Darunter in diesem Jahr sehr auffallend auch wieder junges Publikum.
Ebenso wurde die Veranstaltung seitens der Messe verbessert und die Hallen sehr gut gestaltet.

Es dürfte einen neue Messerekord geben in diesem Jahr. Dazu noch können Sie mit nur einem Ticket alle Messen besuchen!

Quelle: RMG / 27.10.2017

 
E-Mobilität beim Bus: EBUSCO, SWM und MVG
vereinbaren Innovationspartnerschaft

Um die Entwicklung innovativer Fahrzeugkonzepte beim Bus voranzutrei-ben, forcieren die Stadtwerke München (SWM) und die Münchner Ver-kehrsgesellschaft (MVG) ihre Zusammenarbeit mit Herstellern. Im Rahmen der Branchenmesse „Busworld Europe“ in Kortrijk (Belgien) haben SWM und MVG nun eine Innovationspartnerschaft mit dem niederländischen Elektrobus-Hersteller EBUSCO B.V. abgeschlossen. Eine vergleichbare Zusammenarbeit besteht bereits mit MAN. Zielsetzung der Innovations-partnerschaften ist es, neuartige Produkte oder Teilkomponenten zu entwi-ckeln und unter realen Einsatzbedingungen bei SWM bzw. MVG zu testen.
Einer der Schwerpunkte der Partnerschaft mit EBUSCO B.V. wird das Thema Leichtbau sein. Die Partnerschaft setzt bereits bei der Definition von Anforderungen und möglichen Fahrzeugkonzepten an. Geplant ist da-zu ein intensiver Austausch, bei dem SWM und MVG besonders ihre Ex-pertise als Busbetreiber einbringen werden. EBSUCO B.V. plant derzeit, spätestens 2019 einen ersten E-Bus in Leichtbauweise vorzustellen, der dann im MVG-Netz in München getestet werden soll. Leichtbau kompen-siert einen Teil des zusätzlichen Batteriegewichts und könnte Elektrobusse damit ein Stück weit wirtschaftlicher machen. Darüber hinaus soll die Ent-wicklung eines ersten autonom fahrenden Bus-Prototypen forciert werden.
Die Kooperation ist nicht exklusiv. SWM und MVG werden ihre Zusam-menarbeit auch mit anderen Herstellern fortsetzen und sind offen für weite-re Innovationspartnerschaften. Dies gilt nicht nur für die Elektromobilität, sondern auch für andere Technologiebereiche. Zielsetzung ist, Busver-kehrssysteme noch wirtschaftlicher, leistungsfähiger und attraktiver für die Kunden zu machen.

Quelle: MVG / 27.10.2017

 
Raiffeisen übernimmt wieder Modelleisenbahn

Der Raiffeisenverband Salzburg (RVS) wird wieder Eigentümer der Modelleisenbahn Gruppe mit ihren Marken Roco und Fleischmann. Der Münchner Unternehmensberater Roland Edenhofer, der knapp 95 Prozent an der Holding besitzt, gibt seine Anteile an die Hausbank ab.

Die entsprechende Prüfung durch die Bundeswettbewerbsbehörde sei bereits abgeschlossen, teilte die Modelleisenbahn Holding am Montag mit. Edenhofer wird sich sowohl als Eigentümer als auch als Geschäftsführer aus der Gruppe zurückziehen.

Er sei Mitte 2015 in die Geschäftsführung zurückgekehrt, um als Interimsmanager in einer schwierigen Lage für neue Strukturen zu sorgen. Inzwischen habe man den Umsatz zweistellig steigern können, die Verschuldung durch ein Insolvenzplanverfahren bei der deutschen Tochtergesellschaft Fleischmann maßgeblich reduziert und eine neuen Produktionsstandort in Vietnam mit bereits 130 Mitarbeitern aufgebaut. Daher sei jetzt der richtige Augenblick, um auch das Engagement als Eigentümer zu beenden.

Bewegte Geschichte seit der Jahrtausendwende

Nach 40 Jahren im Besitz der Gründerfamilie Rösler hat die Roco-Gruppe seit der Jahrtausendwende eine bewegte Geschichte: Im Jahr 2002 übernahm Peter Maegdefrau das Unternehmen, drei Jahre später schlitterte er in die Pleite. 800 Gläubiger mit Forderungen von 53 Millionen Euro blieben auf der Strecke. Maegdefrau kämpft seit damals gegen den Raiffeisenverband, weil ihn dieser ganz bewusst in Konkurs geschickt und dadurch enormen Schaden angerichtet habe.

Nach der Insolvenz wechselte Roco mehrere Male den Eigentümer. Zunächst übernahm der Raiffeisenverband Salzburg das Unternehmen selbst, verkaufte dieses dann dem Münchner Bauunternehmer Franz Josef Haslberger, der die Firma im Jahr 2011 wieder an Raiffeisen zurückverkaufte. Nur Monate später übernahmen drei Manager der Holding das Unternehmen, unter ihnen Edenhofer und Johannes Steinparzer, der die restlichen fünf Prozent hält.

750 Mitarbeiter und 49 Millionen Jahresumsatz

Die Modelleisenbahn Gruppe mit Sitz in Bergheim bei Salzburg ist mit den beiden Marken Fleischmann und Roco laut eigenen Angaben der europäische Marktführer im Segment Gleichstrom sowie die Nummer zwei für Modelleisenbahnen in Europa. Aktuell beschäftigt sie in fünf Ländern 750 Mitarbeiter und erwirtschaftete im Jahr 2016 einen Umsatz von 49 Millionen Euro.

Quelle: salzburg.orf / http://salzburg.orf.at/news/stories/2872488/

 
Badner Bahn rollt flott auf der Gewinnschiene dahin

Badner Bahn rollt flott auf der Gewinnschiene dahin

Die Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen (WLB) - die „Badner Bahn“ und ihre Linienbusse - hat 2016 wieder gut gewirtschaftet. Während die Umsatzerlöse nur moderat um 0,2 Prozent auf 33,9 Millionen Euro gestiegen sind, ist das Ergebnis vor Steuern stark gewachsen. Es hat sich von 2,9 Millionen Euro um 3,2 Millionen auf 6,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Diese Zahlen entnimmt der NÖ Wirtschaftspressedienst der Unternehmensbilanz der WLB.

2016 hat der regionale Transportdienstleister im Jahresdurchschnitt 320 Mitarbeiter beschäftigt. Das Kernunternehmen der WLB, die für Pendler wichtige Badner Bahn, verkehrt zwischen der Wiener Oper und dem Badener Josefsplatz. Im Vorjahr hat die Badner Bahn auf der 30 Kilometer langen Strecke die neue Rekordzahl von 12,5 Millionen Passagieren befördert. (mm)

www.wlb.at

 
Adventzug zum Hartberger Weihnachtsmarkt am 25.11.2017

Adventzug zum Hartberger Weihnachtszauber
Eine historische Diesellokomotive bringt Sie über den Wechsel bis ins steirische Hartberg.
Dort lädt der zauberhafte Christkindlmarkt ein, der für regionale Produkte, hausgemachte Spezialitäten,
Kunst- und Handwerk bekannt ist. Über eine Million Lichter versetzen die Stadt in eine
vorweihnachtliche Stimmung. Vom Bahnhof gibt es einen kostenlosen Zubringerbus zum Adventmarkt.

Weitere Informationen Hier!

Quelle: Bahn im Film / 16.10.2017

 

Vectron MS erhält Zulassung in den Niederlanden

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Vectron in insgesamt 18 Ländern zugelassen

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Anbindung an gesamten Rhein-Alpen-Korridor

Die Mehrsystem-Variante der Vectron-Lokomotive hat am 21. September 2017 von der niederländischen
Sicherheitsbehörde ILT die Zulassung für den Betrieb in den Niederlanden bekommen. Der Vectron erhält
dadurch Zugang zu den Hafenstädten in den Niederlanden. Die Zulassung ist ein wichtiger Meilenstein, um
den gesamten Rhein-Alpen-Korridor mit den Ländern Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien und den
Niederlanden bedienen zu können. 121 der bisher verkauften Vectron-Loks können in den Niederlanden
eingesetzt werden.

Insgesamt haben sich bereits 33 Kunden für den Vectron entschieden und über 600 Fahrzeuge bestellt.
Die 330 derzeit im Einsatz befindlichen Vectron-Loks haben bisher eine Gesamtfahrleistung von 90 Millionen
Kilometern absolviert. Mit der Zulassung in den Niederlanden kann der Vectron nun in insgesamt 18
europäischen Ländern betrieben werden. Die Lokomotiven sind außerdem für den Betrieb in Bulgarien,
Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei,
Slowenien, Schweden, der Schweiz, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen.

Quelle: Siemens AG / 09.10.2017

 
Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland / Teil 2
Darum fahren Europas erste Roboter-Züge nach Friedberg

Rund elf Millionen Euro werden in die Bahnstrecke Oberwart-Friedberg investiert, um sie zur Teststrecke für selbstfahrende Züge zu machen. Im "Open.Rail.Lab" erproben Unternehmen und Forschungseinrichtungen neue Eisenbahntechnologien.


Zwischen Oberwart und Friedberg entsteht Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge auf offener Strecke. Im "Open.Rail.Lab" erproben
Unternehmen und Forschungseinrichtungen neue Eisenbahntechnologie wie etwa Loks, die Eisenbahnkreuzungen oder Hindernisse auf den Schienen automatisch erkennen.
Die 25,5 Kilometer lange Teststrecke verläuft von Oberwart über Altpinkafeld, Pinkafeld und Schäffernsteg nach Friedberg. Sie umfasst insgesamt acht Haltestellen, zwölf Eisenbahnkreuzungen und einen 524 Meter langer Tunnel. Die Inbetriebnahme der Teststrecke erfolgt im Juni 2018. Elf Millionen Euro investieren Infrastrukturministerium, Land und Industrie in die Adaptierung.
"Wir fördern gezielt Forschung rund um automatisiertes Bahnfahren. Damit tragen wir dazu bei, dass unsere heimischen Betriebe mit der neuen Technologie weltweit punkten und Arbeitsplätze bei uns im Land schaffen. Und wir machen die Eisenbahn noch sicherer", sagt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.
"Ab dem kommenden Jahr werden die Planungen und Umsetzungen für die Adaptierungen und Erweiterungen der Infrastruktur für das Open Rail Lab stattfinden", erläutert der burgenländische Landeshauptmann Hans Niessl.
Erst vor kurzem hatte das Land Burgenland die Strecke von den Österreichischen Bundesbahnen übernommen. Der Kaufvertrag war in Oberwart unterzeichnet worden.

http://www.kleinezeitung.at/steiermark/oststeier/5292222/Neue-Teststrecke_Darum-fahren-Europas-erste-Roboter
Zuege-nach?xtor=CS1-15
 
Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge entsteht im Burgenland / Teil 1
  Rund elf Millionen Euro Investitionen für Teststrecke von Bund, Land und Industrie – Infrastrukturministerium investiert weitere fünf Millionen Euro jährlich in Forschungsprojekte
(Wien/OTS) - In Österreich entsteht Europas erste Testumgebung für selbstfahrende Züge auf offener Strecke. Im "Open.Rail.Lab" erproben Unternehmen und Forschungseinrichtungen neue Eisenbahntechnologie wie etwa Loks, die Eisenbahnkreuzungen oder Hindernisse auf den Schienen automatisch erkennen. Die Teststrecke zwischen Friedberg in der Steiermark und Oberwart im Burgenland ist über 25 Kilometer lang. Im "Open.Rail.Lab" kann die gesamte Entwicklung der Technik für selbstfahrende Züge durchlaufen werden – von ersten Simulationen am Computer bis zu Testfahrten im normalen Bahnbetrieb. In die Aufrüstung der Strecke investiert das Infrastrukturministerium gemeinsam mit dem Land Burgenland und der Industrie rund 11 Millionen Euro. Darüber hinaus wird das Infrastrukturministerium jährlich rund fünf Millionen Euro für Forschungsprojekte rund um automatisiertes Bahnfahren bereitstellen.
"Mit dem Open.Rail.Lab bekommt Österreich ein Testlabor für die Bahn der Zukunft. Im Burgenland werden künftig selbstfahrende Züge entwickelt und getestet, etwa intelligente Loks, die mit Eisenbahnkreuzungen und Autos kommunizieren und so Unfälle verhindern. Wir fördern gezielt Forschung rund um automatisiertes Bahnfahren. Damit tragen wir dazu bei, dass unsere heimischen Betriebe mit der neuen Technologie weltweit punkten und Arbeitsplätze bei uns im Land schaffen. Und wir machen die Eisenbahn noch sicherer", sagt Infrastrukturminister Jörg Leichtfried.
"Im Burgenland entsteht mit dem Open.Rail.Lab ein zukunftsweisendes Forschungsvorhaben. Unter dem Titel ‚Open.Rail.Lab‘ wird Forschungseinrichtungen und Industrie die Möglichkeit geboten, ihre Kompetenzen, um Innovationen im Zuge der Digitalisierung auf der Schiene im großen Stil zu entwickeln und zu testen. Einzigartig sind die vielfältigen Möglichkeiten die eine offene Strecke zur Erprobung und Evaluierung von neuen Innovationen im Bereich der Schiene mit sich bringen. Diese Dynamik im Bereich der Mobilität 4.0 auf der Schiene ist eine große Chance, die Wertschöpfungs- und der Forschungsquote im Burgenland zu steigern. Ab dem kommenden Jahr werden die Planungen und Umsetzungen für die Adaptierungen und Erweiterungen der Infrastruktur für das Open Rail Lab stattfinden", so Landeshauptmann Hans Niessl.
"Die Bahn ist das Rückgrat des Transportes. Die österreichische Bahnindustrie und die Unternehmen sind an der Weiterentwickelung der Bahn der Zukunft interessiert. Die Automatisierung wie auf der Straße findet auch auf der Bahn statt, und die Unternehmen sind bereit die Bahn zukunftsfit zu machen. Für die Stärkung des österreichischen Wirtschaftsstandortes ist eine optimale Unterstützung durch ein Open.Rail.Lab von größter Bedeutung. Open.Rail.Lab ermöglicht den Unternehmen neue Entwicklungen und Erfindungen voranzutreiben. So stärken wir den Wirtschaftsstandort Österreich und seine Innovationskraft, damit wir unsere Nummer-1-Position nicht nur halten, sondern weiter ausbauen", sagt der Obmann der Schienenbahnen-WKÖ Thomas Scheiber.
"Wir verstehen die Digitalisierung auch als Chance. Wir wollen die Modernisierungen mit gestalten und nicht nur dabei sein. Sollten selbstfahrende Züge auch abseits von isolierten Strecken einmal möglich werden, so ist für die MitarbeiterInnen damit sicherlich neues Spezialwissen verbunden. Dazu zählen etwa die Überwachung von Systemen, die Beurteilung der Lage in Notfallsituationen oder bei technischen Gebrechen. Gemeinsam mit den Arbeitgebern überarbeiten wir deshalb die Berufsbilder bei den Bahnen und definieren sie neu", sagt vida-Vorsitzender Roman Hebenstreit.
Die 25,5 Kilometer lange Teststrecke verläuft von Oberwart über Altpinkafeld, Pinkafeld und Schäffernsteg nach Friedberg. Sie umfasst insgesamt acht Haltestellen, zwölf Eisenbahnkreuzungen und einen 524 Meter langer Tunnel. Die Inbetriebnahme der Teststrecke erfolgt im Juni 2018.
SERVICE: Website des Open.Rail.Lab http://www.openraillab.at/
 
MRCE bestellt 30 Vectron-Lokomotiven

MRCE bestellt 30 Vectron-Lokomotiven

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10 Vectron MS und 20 Vectron DC

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Option für 20 weitere Loks

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MRCE-Flotte umfasst insgesamt 111 Vectron-Lokomotiven

Das Leasing- und Serviceunternehmen für Lokomotiven, Mitsui Rail Capital Europe (MRCE), hat 30 Lokomotiven vom Typ Vectron bei Siemens bestellt. Zehn Fahrzeuge sind in der Mehrsystemausführung als Vectron MS für den Betrieb in Deutschland, Österreich, Italien, der Schweiz und den Niederlanden vorgesehen. Zwanzig weitere Lokomotiven sind als Gleichstromlok (Vectron DC) ausgeführt, sie sollen in Italien verkehren. Die Auslieferung der Lokomotiven ist ab Januar 2018 geplant. Der Vertrag mit MRCE beinhaltet auch eine Option über 20 weitere Loks.

„Mit dieser neuen Bestellung wächst unsere Vectron-Flotte auf insgesamt 111 Lokomotiven. Die Zuverlässigkeit und Flexibilität der Siemens-Loks schätzen unsere Kunden in ganz Europa“, sagt Junichi Kondo, CEO von MRCE.

„Das langjährige Vertrauen von MRCE zeigt, dass wir eine Lokomotive im Portfolio haben, die den Anforderungen des europäischen Güterverkehrs mehr als gerecht wird. Mit DC-, AC- und MS-Loks hat MRCE nun alle elektrischen Ausführungen des Vectron im Angebot“, sagt Jochen Eickholt, Chef der Bahnsparte von Siemens.

Die bestellten Mehrsystemlokomotiven verfügen über eine maximale Leistung von 6.400 kW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Die Vectron DC leisten 5.200 kW. Sie sind mit den nationalen Zugsicherungssystemen ausgestattet, die Vectron MS-Lokomotiven erhalten zusätzlich das europäische Zugsicherungssystem ETCS.

Quelle: Siemens AG/14.09.2017

 

Erster Einsatz für neue Bahntransformatoren von Siemens im Rheintal-Netz der DB Regio

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Erster Einsatz ab 2020 in 24 Mireo-Zügen von DB-Regio

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Neuer Trafo-Typ Tractronic® Thinity leichter und effizienter als bisherige Modelle

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Robustes Design ermöglicht flexible Montage

Siemens setzt erstmals den neuen Transformator-Typ Tractronic® Thinity in 24 Gliederzügen der Zugplattform Mireo ein. Der Bahntransformator ist eine entscheidende Komponente, denn er speist die Energieversorgung des Zuges und gewährleistet so einen störungsfreien Schienenverkehr. Durch das neue Design ist der Transformator bei gleicher Leistung wesentlich leichter und effizienter als die bisherigen Modelle und bietet dank seiner intelligenten Bauweise größtmögliche Flexibilität für alle Einbausituationen. Die 24 Mireo-Züge werden ab 2020 als Regionalbahn (RB) auf der Strecke Offenburg – Freiburg – Basel/Neuenburg (Schweiz) sowie sonntags im Kaiserstuhl von Freiburg nach Endingen/Breisach verkehren. Sie werden die Fahrzeit für diese Strecke um 30 Minuten reduzieren.

„Durch den Einsatz neuer Materialien und Dank unseres innovativen Kühlkonzeptes ist der Tractronic® Thinity ein echtes Leichtgewicht“, sagte Beatrix Natter, CEO bei Siemens Power Transformers. „Bei einer Gewichtseinsparung von bis zu 25 Prozent konnten wir gleichzeitig die Verluste weiter reduzieren. Das macht den Tractronic® Thinity zu dem effizientesten und flexibelsten Fahrzeugtransformator auf dem Markt.“

Energieeffizienz und Flexibilität sind die entscheidenden Faktoren im Fahrbetrieb. Der verbesserte Wirkungsgrad des Transformators und die Leichtbauweise des Mireos senken den Energieverbrauch des Zuges ebenfalls um 25 Prozent. Dank des flexiblen Designs kann der neue Zugtransformator nicht nur „Aufdach“ sondern auch „Unterflur“ installiert werden und bietet dem Betreiber damit die größtmögliche Flexibilität. Verschiedene Optimierungen am Aktivteil, wie zum Beispiel eine spezielle Schichtung des Eisenkerns erlauben eine besonders kompakte Bauweise des Transformators. Als Isolations- und Kühlmedium wird ein grundwasserneutrales und biologisch abbaubares Esteröl eingesetzt. Das Kühlkonzept, wurde durch den Einsatz modernster 3D-CFX Simulationen optimiert und der Kühlmitteleinsatz so auf ein Minimum reduziert. Das wirkt sich nicht nur positiv auf das Gewicht aus, sondern verbessert auch den Brandschutz erheblich.

Traktionstransformatoren versorgen alle Bereiche eines Schienenfahrzeugs mit Energie und stellen so sicher, dass zum Beispiel Bremsen und Antrieb, aber auch Beleuchtung und Lüftungssysteme sowie Signaltechnik und Kommunikation funktionieren. Siemens ist ein führender Hersteller von Traktionstransformatoren, die überall auf der Welt eingesetzt werden. Die Fertigung an fünf globalen Siemens-Standorten unter Führung des Kompetenzzentrums in Nürnberg gewährleistet höchste Qualität und Zuverlässigkeit für einen störungsfreien Betrieb und das für viele Jahre.

Quelle: Siemens AG / 11.09.2017

 

Siemens erhält Auftrag von DB Regio für 57 Regionaltriebzüge

DB Regio bestellt 57 Gliederzüge der neuen Zugplattform Mireo
 Einsatz im Netz der „S-Bahn Rhein-Neckar“
 Gestufte Inbetriebnahme ab Dezember 2020
Die DB Regio AG hat bei Siemens 57 dreiteilige Züge vom Typ Mireo bestellt. Nach
dem Produktlaunch im Sommer 2016 ist dies bereits die zweite Bestellung für
Fahrzeuge der neuen Regional- und Pendlerzug-Plattform von Siemens. Gebaut
werden die Züge im Siemens-Werk in Krefeld. Die Inbetriebnahme soll in zwei
Stufen erfolgen: Die Linien in Baden-Württemberg und dem südlichen Hessen
starten im Dezember 2020, die überwiegend in Rheinland-Pfalz liegende Strecke
Mannheim-Mainz soll im Dezember 2021 in Betrieb genommen werden.

„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen, das uns DB Regio mit diesem
Folgeauftrag entgegen bringt. Für den Mireo, die neueste Generation unserer
Regionalzüge, ist dies ein weiterer, wichtiger Meilenstein. Der Mireo verbindet
Leistungsstärke, Fahrgastkomfort und höchste Flexibilität über den gesamten
Lebenszyklus hinweg“, sagt Sabrina Soussan, Leiterin des Geschäfts mit
Hochgeschwindigkeits- und Regionalzügen sowie Lokomotiven.

Der Mireo wird als S-Bahn-Fahrzeug im Rhein-Neckar-Gebiet auf den künftigen
Linien der S5, S6, S8 und S9 eingesetzt. Außerdem wird er als „Murgtäler
Radexpress“ auf der Strecke zwischen Mannheim und Baiersbronn verkehren.
Auftraggeber dieser Verkehre sind das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg,
der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV
RLP Süd) sowie der Verkehrsverbund Rhein-Neckar GmbH (VRN). Nach der
Auslieferung der Fahrzeuge gehen diese in das Eigentum einer Landesgesellschaft
über und werden für die Dauer des Verkehrsvertrages von 14 Jahren von DB Regio
gepachtet.

Der Mireo ist als skalierbarer Gliederzug konzipiert. Durch die neue aerodynamische
Gestaltung und das laufruhige Drehgestell wird eine Geräuschreduzierung erreicht.
Die Leichtbauweise, energieeffiziente Komponenten und ein intelligentes
Bordnetzmanagement führen zu einem um 25 Prozent reduzierten
Energieverbrauch im Vergleich zu Vorgängerfahrzeugen. Auf Basis der Vorgaben
der öffentlichen Auftraggeber hat die DB Regio AG bei den Fahrzeuganforderungen
besonderes Augenmerk auf den Fahrgastkomfort gelegt: Die dreiteiligen Züge
verfügen über 200 Sitzplätze, zugleich stehen Mehrzweckbereiche für Rollstühle,
Fahrräder und Kinderwagen zur Verfügung. Das Fahrzeug ermöglicht
niveaugleiches Ein- und Aussteigen an allen Bahnsteigen mit 76 cm Höhe. Hinzu
bietet der Mireo seinen Fahrgästen WLAN an Bord, umfangreiche
Fahrgastassistenz und -informationssysteme, sowie modernste
Sicherheitsüberwachungssysteme.

Technische Daten des Mireos für die S-Bahn Rhein-Neckar:
- Dreiteiliges Triebfahrzeug
- Fahrzeuglänge 70 m
- Höchstgeschwindigkeit 160 km/h

Quelle: Siemens AG / 08.08.2017

 

Siemens schließt Rahmenvertrag über 100 Lokomotiven mit der Deutschen Bahn

 Erstabruf von 60 Vectron Mehrsystem-Loks
 Auslieferung ab Ende 2017
Siemens und die DB Cargo AG haben einen Rahmenvertrag über die Lieferung von
100 Lokomotiven abgeschlossen. Mit Vertragsschluss ruft die Güterverkehrstochter
der Deutschen Bahn 60 Lokomotiven vom Typ Vectron in der Mehrsystemausführung
ab. Die Lokomotiven sind für den Einsatz auf dem Rhein-Alpen-Korridor
(DACHINL) vorgesehen. Die Auslieferung der Fahrzeuge beginnt Ende 2017. Ab
2020 werden die Loks auch in Belgien den Betrieb aufnehmen. Die Lokomotiven
verfügen über eine Leistung von 6,4 MW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160
km/h, sie sind mit dem Europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet.
Gebaut werden die Fahrzeuge im Siemens-Werk in München-Allach.

„Mit dieser Bestellung investiert DB Cargo in die Zukunft des Güterverkehrs auf der Schiene. Mit der bestellten Mehrsystemlokomotive ist es möglich, mit einem Zug von den Niederlanden bis Italien ohne Lok-Wechsel zu fahren. Der europäische Gütertransport lässt sich so schnell, effizient und umweltfreundlich betreiben“, sagt Jochen Eickholt, Chef des Bahngeschäfts von Siemens.

„Die Beschaffung der Mehrsystemlokomotiven ist ein weiterer Meilenstein in der seit vier Jahren laufenden Erweiterung und Modernisierung unserer europäischen Lokomotiven-Flotte. Zugleich bildet dieses Produkt ein wesentliches Element unserer Wachstumsstrategie im interoperablen europäischen Schienengüterverkehr. Wir hoffen, in der Zusammenarbeit mit Siemens in diesem Projekt eine Partnerschaft gebildet zu haben, welche unsere Ambitionen im Fahrzeugbereich bezüglich des Masterplans Schienengüterverkehr maßgeblich unterstützt“, so Dr. Jürgen Wilder, Vorstandsvorsitzender der DB Cargo AG.

Erst kürzlich hatte Siemens die 500. elektrische Vectron-Lok verkauft. Der erste Vectron wurde im Jahr 2012 ausgeliefert. Die Lokomotiven werden sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr eingesetzt. Die Vectron-Flotte ist bisher in den Ländern Bulgarien, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Schweden, der Schweiz, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen.

Quelle: Siemens / 06.08.2017

 

Siemens vernetzt Lokomotiven der Deutschen Bahn

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Umrüstung von Elektro-Lokomotiven zu DB-„TechLOKs“

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Gemeinsame Entwicklung von Datenanalyse-Modellen

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Wirtschaftlichkeit und Verfügbarkeit der Lok-Flotte steigern

Die DB Cargo AG beauftragt Siemens mit der Aufrüstung ihrer Lokomotiv-Flotte für eine zustandsbasierte und prädiktive Instandhaltung. Dabei handelt es sich um Loks von Siemens der Baureihe 152 vom Typ Eurosprinter ES64F sowie Loks der Baureihen 170 und 191, beide vom Typ Vectron. Auf den Fahrzeugen der Baureihe 152 rüstet das Unternehmen die notwendigen Telematiksysteme nach und bindet alle Lokomotiven an das „TechLOK“-System der DB Cargo an. Der Vertrag hat eine Laufzeit von sechs Jahren.

Die Telematiksysteme erfassen kontinuierlich den Zustand der Loks. Aus den so gesammelten Daten entwickeln die Experten des Mobility Data Services Center von Siemens gemeinsam mit DB Cargo identifizierte Anwendungs- und Datenanalysemodelle. Dazu werden die Analytikmodelle der Railigent-Plattform von Siemens genutzt, die mit dem „Internet of Things“-Betriebssystem Mindsphere verknüpft ist. Durch die digitalisierte Datenanalyse können sich abzeichnende Fehler und Störungen frühzeitig erkannt und damit beispielsweise Werkstattaufenthalte flexibler und zustandsbasiert geplant werden. Ziel ist es, die Verfügbarkeit und Wirtschaftlichkeit der Lokomotiven zu optimieren.

„Mit der Digitalisierung unserer Flotte steht vor allem eines im Fokus: Die weitere Verbesserung der Qualität für unsere Kunden sowie eine Optimierung der Fahrzeug-Wertschöpfungskette. Fast 1.000 Loks sind bereits mit dem „TechLOK System“ international unterwegs. Mit der nun gezeichneten Kooperation mit Siemens treiben wir diese Zielsetzung weiter voran“, sagt Dr. Jürgen Wilder, Vorstandsvorsitzender der DB Cargo.

„Die langfristige Partnerschaft mit der Deutschen Bahn hat für uns eine wichtige strategische Bedeutung. Durch die Verknüpfung von Datenanalyse und fahrzeugspezifischem Wissen unterstützen wir die Deutsche Bahn bei der Digitalisierung und dem Ziel einer hundertprozentigen Verfügbarkeit“, sagt Johannes Emmelheinz, Chef der Bahnservicesparte von Siemens.

Quelle: Siemens AG / 24.07.2017

 

Prototyp des Rhein-Ruhr-Express vorgestellt

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Siemens startet Testprogramm des Rhein-Ruhr-Express

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Digitale Zugtechnik

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Einsatz ab Ende 2018 geplant

Siemens hat den ersten Prototypen des Rhein-Ruhr-Express (RRX) vorgestellt. Im unternehmenseigenen Prüf- und Validationcenter (PCW) in Wegberg-Wildenrath beginnen die Tests des Elektrotriebzuges. In den kommenden Monaten werden im PCW insgesamt sieben Vorserienfahrzeuge in Betrieb gesetzt. Sie absolvieren ein umfangreiches Testprogramm bevor sie erstmals Testfahrten im öffentlichen Bahnnetz absolvieren. Der RRX soll Ende 2018 seinen Betrieb im Großraum Rhein-Ruhr aufnehmen.

„Die Aufnahme der Testfahrten im PCW zeigt, dass wir im RRX-Projekt im Zeitplan liegen. Hier prüfen wir, ob die Fahrzeuge fit sind für ihren täglichen Einsatz in und zwischen den Städten in Nordrhein-Westfalen. Jeder einzelne Zug der gesamten RRX-Flotte wird hier quasi vor der Haustür in Betrieb gesetzt werden“, sagte Sabrina Soussan, Leiterin des Geschäfts mit Hochgeschwindigkeits- und Regionalzügen sowie Lokomotiven von Siemens.

Siemens wurde im März 2015 von den Zweckverbänden Nahverkehr Rheinland (NVR), Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL), Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord), dem Verkehrsverbund Rhein-Ruhr (VRR) und dem Nordhessischen Verkehrsverbund (NVV) mit der Lieferung von 82 Elektrotriebzügen vom Typ Desiro HC und der Wartung für einen Zeitraum von 32 Jahren beauftragt. Der Auftrag hat ein Gesamtvolumen von über 1,7 Milliarden Euro.

Siemens hat die RRX-Flotte, basierend auf der erfolgreichen Desiro-Plattform, neu entwickelt. Das Fahrzeugkonzept kombiniert hochwertige Ausstattung mit modernster Technik. Jede Zugeinheit besteht aus vier Wagen, von denen der erste und der letzte als End- und Steuerwagen jeweils mit nur einem Deck und die beiden mittleren als Doppelstockwagen ausgeführt sind. Insgesamt stehen 400 Sitzplätze zur Verfügung. Die Züge sind in den Farben Weiß, Grau, Schwarz und Orange gehalten. Das Design des RRX setzt sich im Innenraum fort. Großzügige Sichtachsen und Fensterfronten sorgen für eine angenehme Atmosphäre. Darüber hinaus bietet der RRX WLAN-Zugang und Steckdosen im gesamten Zug, Klapptische und Leseleuchten in der ersten Klasse sowie modernste Informationssysteme und eine energieeffiziente Antriebsanlage und Klimatisierung.

Nicht nur beim Fahrgastkomfort, auch bei der Verfügbarkeit nutzt das Fahrzeug die neuste Technik. Moderne Datenkommunikation sorgt für einen ständigen Dialog zwischen Zug und Service-Einrichtung: Im Rahmen der vorausschauenden Instandhaltung können Fehler so behoben werden, bevor sie entstehen. Mit der Übernahme des lebenslangen Services des RRX garantiert Siemens eine mehr als 99-prozentige Verfügbarkeit für den fahrplanmäßigen Betrieb. Der RRX ist außerdem auf einen hocheffizienten Betriebseinsatz ausgerichtet. Mit einer Spitzengeschwindigkeit von bis zu 160 km/h und Fahrerassistenzsystemen für vorausschauendes Bremsen und Beschleunigen sorgt der RRX auch auf den hochbelasteten Strecken im Rhein-Ruhr-Gebiet für einen optimalen Verkehrsfluss.

Quelle: Siemens/12.07.2017

 

500. elektrische Vectron-Lokomotive bestellt

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Weitere acht Vectron-Lokomotiven für European Locomotive Leasing (ELL)

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ELL ist derzeit größter Vectron-Kunde

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Bisher 507 Loks bestellt

European Locomotive Leasing (ELL), ein Anbieter von Komplettlösungen für das Leasing von Lokomotiven, hat bei Siemens acht weitere Vectron-Lokomotiven bestellt. ELL ist derzeit der größte Vectron-Kunde. Die Mehrsystem-Loks haben eine Leistung von maximal 6,4 MW und sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt. ELL vermietet die Lokomotiven an die tschechischen Bahnen Ceské Dráhy für den Einsatz im Personenverkehr auf der Strecke Prag – Berlin. Mit dieser Bestellung hat Siemens den 500. elektrischen Vectron verkauft. Insgesamt wurden nun 507 Fahrzeuge der Elektrolok bestellt.

„Das Jubiläum steht für die Erfolgsgeschichte und den zuverlässigen Einsatz unserer Vectron-Lokomotiven in ganz Europa. Mit unserer flexiblen Plattform und passgenauen Ausstattungspaketen haben wir bereits 31 Kunden in 14 Ländern überzeugt", sagt Jochen Eickholt, Chef des Bahngeschäfts von Siemens.

Die Lokomotiven von Siemens werden sowohl im Güter- als auch im Personenverkehr eingesetzt. Der erste Vectron wurde im Jahr 2012 ausgeliefert. Bei der Entwicklung standen Zukunfts- und Investitionssicherheit, Umweltfreundlichkeit und Fungibilität sowie Nach- und Umrüstbarkeit im Vordergrund. Der Vectron kann als rein elektrische Version für den Betrieb in Wechselstrom (AC)- und Gleichstromnetzen (DC) sowie als Mehrsystem (MS)-Variante in den Leistungsklassen 5,2 MW bzw. 5,6 MW und 6,4 MW geliefert werden. Die Lokomotiven können neben den gewünschten nationalen Zugsicherungssystemen auch mit dem neuesten europäischen Zugsicherungssystem (ETCS) ausgestattet werden. Die Produktion erfolgt im Siemens-Lokomotivenwerk in München-Allach.

Die Vectron-Flotte hat bisher eine Gesamtfahrleistung von mehr als 75 Millionen Kilometern absolviert. Die Lokomotiven sind derzeit in Bulgarien, Deutschland, Finnland, Italien, Kroatien, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Serbien, Slowakei, Slowenien, Schweden, der Schweiz, der Tschechischen Republik, der Türkei und Ungarn zugelassen.

Quelle: Siemens AG/26.06.2017

 
Mödlinger Wirtschaft schlägt den Bau einer neuen Südbahn-Haltestelle vor
Für die Stärkung des öffentlichen Verkehrs im Bezirk Mödling durch eine neue Bahnstation spricht sich Martin Fürndraht, Mödlinger Bezirksstellenobmann der NÖ Wirtschaftskammer, im Gespräch mit dem NÖ Wirtschaftspressedienst aus. Er fordert die Errichtung einer Station „Mödling Süd“ der Südbahn zur Entlastung des innerstädtischen öffentlichen Verkehrs in Mödling sowie eine strategische Positionierung von Park-and-ride-Anlagen am Stadtrand von Wien.

Von einer Station im Süden Mödlings an der Gemeindegrenze zu Guntramsdorf würden besonders die mehr als 3.000 Schüler und auch die Lehrer der HTL profitieren. Diese könnte man nämlich gleich mit einem Shuttlebus von dort zur Schule bringen. Derzeit müsse man noch den innerstädtischen Verkehr benützen, was diesen sehr belaste. Fürndraht appeliert an die Kommunalpolitiker, dieses seit Jahren diskutierte Projekt endlich auf Schiene zu bringen und damit auch das WIFI-Mödling besser an den öffentlichen Verkehr anzubinden.

Ein weiteres großes Anliegen ist dem Bezirksobmann die Errichtung strategischer Park-and-ride-Anlagen an der Grenze zur Bundeshauptstadt: „In Wien ist der öffentliche Verkehr zwar sehr gut ausgebaut, jedoch setzt die optimale Nutzung durch Pendler aus Niederösterreich voraus, dass es auch gut positionierte Park-and-ride-Anlangen mit einer ausreichenden Zahl an Stellplätzen gibt“, sagt Fürndraht. Auch die Station „Mödling Süd“ sollte man damit ausstatten.

Die bevorstehende Einführung des Parkpickerls in Favoriten und dem damit verbundenen „Parktourismus“ sieht Fürndraht gelassen entgegen. Er erwartet zwar, dass es anfänglich zu einer Verschärfung der Parkplatzsituation in den angrenzenden Gemeinden kommen wird, was sich aber bald einpendeln werde. Auch hier sieht er den Bedarf an strategischen Park-and- ride-Anlagen. (hm)

http://wko.at/noe/moedling
 
FJB: Tschechische Bahn stellt Signale im Güterverkehr auf Rot
Der Franz-Josef-Bahn (FJB) stehen mit Herbst 2017 weitreichende Änderungen im Güterverkehr bevor. Im Mittelpunkt der geplanten Maßnahmen steht die Auflassung des letzten grenzüberschreitenden Güterzugpaares zwischen Gmünd und C eske Velenice durch CD Cargo, die Güterverkehrssparte der Ceské dráhy (CD) mit 1. September 2017. Das hat der NÖ Wirtschaftspressedienst aus gut informierten Eisenbahner-Kreisen erfahren.

Hand in Hand mit dieser Änderung werden die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) das von Montag bis Freitag zwischen den Bahnhöfen Schwarzenau und Gmünd verkehrende Zugpaar 45514/45513 auflassen, das die Güterwagen für den grenzüberschreitenden Güterzug in Richtung C eske Velenice nach Gmünd gebracht hat.

Die geplanten Veränderungen im Schienengüterverkehr werden sich ab Herbst aber auch auf den Straßen in den Bezirken Gmünd und Zwettl bemerkbar machen. Hauptfracht des letzten grenzüberschreitenden Güterzugpaares ist Rundholz, das aus der Tschechischen Republik zu einem großen holzverarbeitenden Betrieb nach Brand im Bezirk Zwettl transportiert wird. Mit 1. September werden diese Transporte auf die Straße abwandern und von einem regionalen Transportunternehmer erledigt, der mit seinen Lkw von der Staatsgrenze aus noch gut 200 Kilometer weit bis zu den Ladestellen fahren muss.

Zurückgebaut werden soll mit Herbst auch der Güterverkehr auf der von Schwarzenau ausgehenden Nebenbahn nach Waldhausen. Statt derzeit fünf Zugpaaren zwischen Schwarzenau und Zwettl bzw. Waldhausen sollen ab 1. September 2017 nur mehr drei Zugpaare unterwegs sein.

Auffallend ruhig ist es auch um die geplante Attraktivierung des Personenverkehrs auf der FJB geworden. Mit einem Investitionsvolumen von 660 Millionen Euro hätte die Fahrzeit zwischen Wien und Gmünd auf 90 Minuten reduziert und Horn direkt an die FJB angebunden werden sollen. (haw)

www.cdcargo.cz/de <http://www.cdcargo.cz/de>

www.oebb.at <http://www.oebb.at>
 
Siemens übernimmt Anbieter von Schienenfahrzeug- und Bahninfrastruktur-Monitoringsystemen

 

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Siemens-Division Mobility baut digitalisiertes Wartungs- und Instandhaltungsgeschäft weiter aus

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MRX Technologies bietet Zustandsüberwachung von Schienenfahrzeugen und Bahninfrastruktur sowie Inspektionssysteme von Bahnnetzen

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MRX Technologies wird als rechtlich eigenständige verbundene Gesellschaft der Siemens AG in der Division Mobility geführt

Siemens übernimmt die MRX Technologies Gruppe mit Sitz in Perth, Australien, und baut damit das Angebot im Bereich vorausschauender Wartung mittels Digitalisierung weiter aus. Die Gruppe setzt sich zusammen aus den Firmen JRB Engineering Pty Ltd., MRX Technologies Ltd., MRX Rail Services Pty Ltd. und MRX Rail Service UK Ltd. Über die finanziellen Details wurde Stillschweigen vereinbart. Die akquirierten Unternehmen werden als rechtlich selbstständige Unternehmen innerhalb der Siemens-Division Mobility geführt. Der Vollzug der Transaktion wird voraussichtlich Anfang Juli erfolgen.

Die MRX Technologies Gruppe bietet seit 1996 Servicedienstleistungen für Hersteller und Betreiber von Bahnsystemen an. Das Unternehmen verfügt über ein umfassendes Messtechnikportfolio für die digitalisierte Zustandsüberwachung von Fahrzeugkomponenten und Bahninfrastruktur. Die Messtechnik liefert umfangreiche Messdaten, auf deren Basis die Instandhaltung von Bahnsystemen optimiert und kosteneffizienter gestaltet werden kann.

„Siemens setzt auf zustandsbasierte und prädiktive Wartung. Möglich wird dies durch die digitale Überwachung von Komponenten und Systemen verbunden mit der fachkundigen Analyse von Big Data durch unsere Systemexperten, die Fehlerquellen frühzeitig erkennen. Mit der MRX Technologies Gruppe gewinnen wir einen hoch kompetenten Partner für die Erhebung von umfassenden Messdaten rund um das System Bahn – die Grundlage unseres zentralen Diagnosesystems“, sagt Johannes Emmelheinz, Chef der Bahnservicesparte von Siemens.

„Unser Ziel ist es, unseren Kunden eine noch höhere Systemverfügbarkeit zu bieten. Wir kombinieren die Digitalisierung von servicerelevanten Daten mit dem in der Branche einmaligen Datenanalysesystem und Expertenwissen von Siemens. Gemeinsam führen wir die Bahnindustrie in die digitale Zukunft“, sagt Jim Blair, geschäftsführender Gesellschafter von der MRX Technologies Gruppe.

Die prädiktive Instandhaltung von Schienenfahrzeugen und deren Infrastruktur gewinnt immer größere Bedeutung. Die Anforderungen heute verlangen nach einer hundertprozentigen Verfügbarkeit von Fahrzeugen und Infrastruktur. Denn Ausfälle kosten Geld, erzeugen Verspätungen und damit Verärgerung von Fahrgästen, Nahverkehrsbestellern und Frachtkunden. Die Verantwortung für die Instandhaltung übertragen die Bahnbetreiber zunehmend an die Fahrzeughersteller. So wird die Lieferung von Neufahrzeugen oft mit langjährigen Instandhaltungsverträgen gekoppelt, zum Teil bis zum Ende des geplanten Lebenszyklus der Systeme.

Siemens hält eine führende Position in der Bahnindustrie für die Lieferung von Fahrzeugen, Infrastruktur und Service aus einer Hand. In München betreibt Siemens als erstes Unternehmen der Bahnindustrie ein spezielles Datenanalyse-Zentrum – das Mobility Data Services Center. In diesem Datenanalysenzentrum werden in einem zentralen Diagnosesystem zahlreiche Daten analysiert, die kontinuierlich von Fahrzeugen und streckenseitigen Ausrüstungen gesendet werden. Auf deren Grundlage erfolgt die frühzeitige Prognose von Systemfehlern, woraus den Technikern in den Siemens-Werkstätten sowie den Betreibern akute und terminierte Instandhaltungsempfehlungen gegeben werden.

Quelle: Siemens AG/ 25.06.2017

 
Hupac bestellt acht Mehrsystem-Lokomotiven bei Siemens

? Einsatz auf dem Rhein-Alpen-Korridor
? Auslieferung beginnt ab Frühsommer 2018
? Ausgerüstet mit ETCS
Der Schweizer Anbieter für kombinierte Verkehre Hupac hat bei Siemens acht
Lokomotiven vom Typ Vectron MS bestellt. Die Mehrsystem-Fahrzeuge sind für den
Einsatz auf dem Rhein-Alpen-Korridor (DACHINL) vorgesehen. Die Auslieferung
beginnt ab Frühsommer 2018. Die Lokomotiven verfügen über eine Leistung von
6,4 MW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. Neben den nationalen
Zugsicherungssystemen erhalten die Fahrzeuge das Europäische Zugsicherungssystem ETCS. Gebaut werden sie im Siemens-Werk in München-Allach.

Mit den neuen Lokomotiven baut Hupac gemeinsam mit seinen Partnern das
Angebot für Güterschienentransporte von zentralen europäischen Hubs, wie
beispielsweise dem Logistikzentrum Rotterdam, über die Kernstrecken zwischen
den Niederlanden, Deutschland, Österreich und der Schweiz bis in den
Mittelmeerraum weiter aus. Die neuen Vectrons ermöglichen es den mit Hupac
kooperierenden Betreibern, die europäischen Wirtschaftsräume nördlich und südlich
der Alpen mit dem Betrieb durch den neuen Gotthard-Basistunnel miteinander zu
verbinden.
„Mit dieser Investition in Vectron-Lokomotiven können wir den Rhein-Alpen-Korridor
durch die durchgehende Traktion deutlich effizienter bedienen“, sagte
Bernhard Kunz, Geschäftsführer der Hupac AG.

Quelle: Siemens AG / 01.06.2017

 

Erste Vectron-Breitspurlokomotive erhält Zulassung in Finnland

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Acht von insgesamt 80 Lokomotiven nehmen Betrieb sofort auf

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Auslieferung aller Lokomotiven bis 2026

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Vertrag enthält Option für weitere 97 Fahrzeuge

Die Wechselstrom-Lokomotive vom Typ Vectron für die finnische Bahn VR hat von der Zulassungsbehörde Trafi die Zulassung für den Betrieb in Finnland erhalten. Die ersten acht Vectron nehmen ab sofort den kommerziellen Betrieb auf. Der erste kommerzielle Einsatz erfolgt heute von der Stadt Tampere zum Hafen Vuosaari in Helsinki. Insgesamt liefert Siemens 80 Lokomotiven an die VR-Gruppe. Es ist der erste Auftrag in Breitspurausführung und zugleich der bislang größte Einzelauftrag für die Vectron-Lokomotive. Alle Loks werden bis Ende 2026 ausgeliefert.

Zur Überprüfung und Zulassung der umfangreichen neuen Ausrüstungspakete absolvierten seit Beginn 2016 bis zu fünf Lokomotiven Typprüfungen entsprechend den Technischen Spezifikationen für Interoperabilität (TSI). Es wurden verschiedene zusätzliche Funktionalitäten und Ausrüstungspakete zertifiziert, beispielsweise die Breitspurdrehgestelle, das spezielle Winterpaket sowie die Ausrüstung mit zwei Diesel-Power-Modulen für die Überbrückung von kurzen Strecken ohne Oberleitung.

Im Februar 2014 bestellte die finnische Bahn die Nordlandausführung der elektrischen Vectron-Hybrid-Lokomotiven. Die Lokomotiven haben eine Leistung von 6,4 MW und sind für eine Geschwindigkeit von 200 km/h ausgelegt. Das Fahrwerk ist für die Spurweite von 1524 mm ausgeführt. Die Fahrzeuge kommen in Finnland zum Einsatz und sind sowohl mit dem Europäischen Zugsicherungssystem ETCS als auch mit dem finnischen Zugsicherungssystem JKV-STM ausgerüstet. In Finnland werden die Lokomotiven unter der Baureihenbezeichnung Sr3 betrieben. Die Lokomotiven wurden an die nordischen Winterbedingungen und die speziellen Umgebungsbedingung in Finnland angepasst, z. B. für häufige Kollisionen mit großen Tieren, Temperaturen bis minus 40 Grad und sehr feinen Schnee. Dafür sind das Dach als Hohlkammerdach und die Frontklappe verstärkt ausgeführt. Eine weitere Besonderheit ist die Ausrüstung sowohl mit Seitenpuffern als auch automatischer Kupplung.

Ein spezieller Einsatzfall in Finnland ist der Transport von Holz auf der Schiene. Diese Züge werden auf nichtelektrifizierten Streckenabschnitten in die Wälder hinein bzw. aus ihnen heraus bewegt. Ermöglicht wird dies mit zwei Diesel-Power-Modulen sowie Rangierfunkfernsteuerung an Bord. Somit kann auf den Einsatz von Diesel-Rangierlokomotiven verzichtet werden.

Quelle: Siemens AG/31.05.2017

 
Rail Cargo Group, die SBB Cargo und PJ Messtechnik arbeiten am
intelligenten Güterzug

Teilautomatisierte Zugvorbereitung im Güterverkehr 

(München, 12.05.2017) – SBB Cargo, die Rail Cargo Group (RCG) und PJ Messtechnik (PJM) haben auf der transport logistic München den Vertrag zur gemeinsamen Erarbeitung einer teilautomatisierten Zugvorbereitung unterzeichnet. Neu entwickelte Kommunikations- und Cloud-Lösungen erlauben zusammen mit Sensoren, die Zugvorbereitung in naher Zukunft zu automatisieren. Mit dieser Systemlösung erfolgt im ersten Schritt die Integration der automatischen Bremsprobe in die teilautomatisierte Zugvorbereitung. Das gemeinsame Ziel ist es, einen intelligenten Güterzug länderübergreifend einzusetzen und damit die Grundlage für einen neuen Standard der In-Train-Kommunikation zu schaffen.

Die Digitalisierung im Schienengüterverkehr schreitet voran. Kundenanforderungen hinsichtlich Telematik und Sensorik im Güterverkehr auf der Schiene nehmen laufend zu. Umso wichtiger ist es, die heutigen Produktionsprozesse im Schienengüterverkehr zu standardisieren, zu digitalisieren und anschließend zu automatisieren. SBB Cargo, die RCG sowie der Experte für Güterwagenmonitoring PJM haben sich nun zusammengeschlossen, um die Entwicklung eines intelligenten Güterzugs voranzutreiben

Zukunftsmodell intelligenter Güterzug

Aktuell werden Bremsproben manuell durchgeführt. So müssen die Bremsen bei jedem neu formierten Zug vor der Abfahrt von einem Mitarbeiter direkt am Wagen auf ihre Funktionalität überprüft werden. Dies soll zukünftig unter dem Aspekt der erhöhten Zuverlässigkeit und Sicherheitsrelevanz – vor allem in Hinblick auf die Tätigkeiten der Mitarbeiter im Rangierbetrieb und bei der Zugvorbereitung – automatisch erfolgen.

Eine gemeinsame und länderübergreifende Entwicklung von Produkten im Schienengüterverkehr ist in vielerlei Hinsicht  sinnvoll. Zum Beispiel können die erarbeiteten Systemlösungen über die Ländergrenzen hinweg getestet werden – in der Schweiz und in Österreich. Dies beschleunigt die Erlangung der europaweiten behördlichen Anerkennung. Aus diesem Grund entwickeln SBB Cargo, die RCG und PJM gemeinsam einen marktfähigen Testzug. Dieses Pilotprojekt ist ein Meilenstein für die technologische Entwicklung im Schienengüterverkehr. So wird nicht nur die Interoperabilität garantiert, sondern auch offene Standards für den europäischen Warenverkehr erprobt. Darüber hinaus werden Sicherheit und Zuverlässigkeit im Schienenverkehr mit automatisierten Prozessen weiter erhöht. Die dazu nötige Prüftechnik liefert PJM mit dem WaggonTracker System. Das Unternehmen PJM ist eine akkreditierte Prüfstelle für Schienenfahrzeuge und entwickelt und produziert Produkte im Bereich Messtechnik, Telematik- und Monitoring-Lösungen für den Eisenbahn-Sektor.

Die ersten Tests werden bereits diesen Sommer durchgeführt. Die erste Generation des intelligenten Güterzuges soll in der Schweiz und Österreich im zweiten Halbjahr 2018 im produktiven Betrieb fahren.

Quelle: ÖBB / 12.05.2017

 
ÖBB: Rail Cargo Group - Shaping tommorrow's logistics

Unter diesem Motto präsentiert sich die Rail Cargo Group (RCG) auf der transport logistic Messe in München

(Wien, 03.05.2017) – LOGISTICS #MakesItHappen. Alle zwei Jahre trifft sich die gesamte Branche auf der internationalen Leitmesse für Logistik, Mobilität, IT und Supply Chain Management in München. Rund 2.000 Austeller und über 55.000 BesucherInnen treten von 9. bis 12. Mai in den aktiven Dialog und tauschen sich über Neuheiten und Entwicklungen der internationalen Transport- und Logistikbranche aus. Fixstarter bei der transport logistic ist die Rail Cargo Group mit ihrem Auftritt in Halle B6.

International, kundennah, innovativ und umweltfreundlich

Auf rund 300 m² und mit  einem dynamischen Standkonzept tauchen Kunden und Partner in die Welt des RCG-Güterverkehrs ein. Denn: Wir setzen neue Maßstäbe in der Logistik. Sei es mit der Expertise unserer 8.400 MitarbeiterInnen, unseren starken, attraktiven Verbindungen quer durch Europa oder technischen Neuerungen im Schienengüterverkehr.

Zwischen Nordsee, Mittelmeer und Schwarzem Meer

Und darüber hinaus. Die Rail Cargo Group ist Key-Player im internationalen Güterverkehr. Von der idealen Vernetzung in Europa und der Anbindung per Schiene an die wichtigsten Häfen, Wirtschafts- und Industriezentren profitieren Kunden und Partner. Produkte von Rail Cargo Logistics und Rail Cargo Operator – wie der Antwerpen Shuttle oder unsere hochfrequenten Langstreckenverbindungen – bieten eine attraktive und  zuverlässige Alternative zu den Verkehrsträgern Straße und Schiff.  In den nächsten Monaten werden wir weitere Produkte und Relationen launchen. Derzeit arbeiten wir beispielsweise im Intermodalbereich an der Erweiterung unserer Türkeiverbindungen.

Blick Richtung Zukunft: Innovationen entwickeln

Um am Puls der Zeit zu sein, arbeiten die Expertinnen und Experten der Rail Cargo Group an der Weiterentwicklung unserer Leistungen und unseres Equipments. Neue Lokomotiven und ein modernisierter Wagenpark garantieren einen optimalen Transportablauf. Im Bereich Waggonequipment sowie Transport- und Umschlag arbeitet die RCG intensiv an neuen Möglichkeiten. So werden im Zuge der transport logistic weitere aktuelle Projekte und Kooperationen vorgestellt.

Ein Gewinn für die Umwelt

Jedes Jahr befördern wir rund 110 Millionen Tonnen an Gütern. Der Schienengüterverkehr verursacht je Tonne nur rund 7 % CO 2 Emissionen eines LKW. Wieviel CO 2 können wir während der transport logistic Messe in München vermeiden? Mit dem Emissionszähler am RCG-Stand haben wir genau im Blick, wie viel CO 2 durch den Transport auf der Schiene mit der Rail Cargo Group eingespart wird. 

Besuchen Sie uns auf der transport logistic Messe in München

Interessiert? Dann kommen Sie zum RCG-Stand in Halle B6, Stand 217/318. Wir freuen uns auf interessante Gespräche und einen regen Informationsaustausch. Die Zukunft der Logistik ist jetzt. Gestalten wir sie gemeinsam – getreu unserem Motto: Shaping tommorrow's logistics.

Rail Cargo Group: Güterverkehr der ÖBB

Die Rail Cargo Group ist mit 2,1 Mrd. EUR Umsatz jährlich und rund 8.400 MitarbeiterInnen eines der führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Ausgehend von den Heimmärkten Österreich und Ungarn bietet die Rail Cargo Group maßgeschneiderte Bahnlogistiklösungen zwischen Nordsee, Schwarzem Meer und Mittelmeer und sorgt für sicheren, umweltfreundlichen und zuverlässigen Transport auf der Schiene. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 461 Millionen Fahrgäste und 111 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2016 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.265 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.700 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Quelle: ÖBB/04.05.2017
 
ÖBB: RCG verlängert Kooperation mit Forst Holz Papier

Holztransporte werden auch weiterhin auf der umweltfreundlichen Schiene abgewickelt

(Wien, 03.05.2017) – Die Zusammenarbeit zwischen der Rail Cargo Group – Güterverkehrssparte der ÖBB – und der Kooperationsplattform Forst Holz Papier (FHP) wird im Rahmen eines Drei-Jahrespakets verlängert. Aufgrund des gemeinsamen Engagements der letzten Jahre konnten die für die Forst-, Holz- und Papierindustrie wichtigen Holztransporte in Österreich auf der Schiene gehalten werden.

Stärkung der Flächen- und Einzelwagenverkehre

Österreich ist mit einem Modal Split von über 30 % Spitzenreiter innerhalb der Europäischen Union. Das spiegelt sich in der hohen Flächendichte und einem attraktiven Marktangebot von mehr als 400 Bedienstellen und 125 Holz- und Kernnetzbahnhöfen für nationale und internationale Schienenverkehrstransporte wider. Dieses Leistungsangebot als Rückgrat für Einzelwagenverkehre ist nicht nur ein Alleinstellungsmerkmal für die Rail Cargo Group, sondern auch ein wesentlicher Standortfaktor für die österreichische Wirtschaft.

Holztransporte per Bahn bis 2020 gesichert

Unternehmen, unter anderem aus der Holzindustrie, setzen bereits seit Langem auf umweltfreundliche Transporte auf der Schiene. So wurde nun die Vereinbarung zwischen der Rail Cargo Group und Forst Holz Papier auf weitere drei Jahre verlängert und konkretisiert. Die mit 30. Juni 2017 auslaufenden Frachttarife für Inlandssendungen (Blatttarife) werden dabei mit 1. Juli 2017 geringfügig angepasst. Zusätzlich wurden sowohl die Weiterentwicklung als auch die Optimierung des Holz-Kernnetzes sowie die Installierung eines flächendeckenden Kapazitätsmanagement (KAPA) zwischen der Rail Cargo Group und FHP vereinbart. Von der Fortsetzung der erfolgreichen Zusammenarbeit bis zum Jahr 2020 profitieren vor allem Umwelt und Bevölkerung, da Transportmengen von der Straße auf die Schiene verlagert werden. 

Kooperationsplattform Forst Holz Papier (FHP )

FHP ist ein europaweit einmaliger Zusammenschluss aller mit dem Roh-, Wert- und Werkstoff Holz tätigen Branchen, von der Forstwirtschaft über die Weiterverarbeitung in der Säge-, Platten- und Papierindustrie bis zum Holzbau und Holzhandel. Rund 300.000 Menschen beziehen in über 172.000 vorwiegend familiengeführten Klein- und Mittelbetrieben in Österreich ihr Einkommen aus dem Wert- und Werkstoff Holz. Der Produktionswert der gesamten Wertschöpfungskette beträgt dabei rund 12 Mrd. Euro, der durchschnittliche Exportüberschuss rund 3,5 Mrd. Euro. „Die Wertschöpfungskette Holz ist somit ein stabiler und verlässlicher Faktor für die österreichische Volkswirtschaft und der Träger der Entwicklung des ländlichen Raumes. Der Transport des umweltfreundlichen Wert- und Werkstoffes Holzes auf der umweltfreundlichen Schiene hat in unserem Land Tradition, die wir mit der Verlängerung dieses Branchen-Rahmenvertrages gerne weiterführen“, betont ÖKR Rudolf Maximilian Rosenstatter, Vorsitzender der Kooperationsplattform Forst Holz Papier (FHP). 

Rail Cargo Group: Güterverkehr der ÖBB

Die Rail Cargo Group ist mit 2,1 Mrd. EUR Umsatz jährlich und rund 8.400 MitarbeiterInnen eines der führenden Bahnlogistikunternehmen Europas. Ausgehend von den Heimmärkten Österreich und Ungarn bietet die Rail Cargo Group maßgeschneiderte Bahnlogistiklösungen zwischen Nordsee, Schwarzem Meer und Mittelmeer und sorgt für sicheren, umweltfreundlichen und zuverlässigen Transport auf der Schiene. Operative Leitgesellschaft der Rail Cargo Group ist die Rail Cargo Austria AG.

ÖBB: Österreichs größter Mobilitätsdienstleister

Als umfassender Mobilitätsdienstleister bringt der ÖBB-Konzern jährlich 461 Millionen Fahrgäste und 111 Millionen Tonnen Güter umweltfreundlich ans Ziel. 92 Prozent des Bahnstroms stammen aus erneuerbaren Energieträgern, zu 90 Prozent aus Wasserkraft. Die ÖBB gehörten 2016 mit rund 96 Prozent Pünktlichkeit zu den pünktlichsten Bahnen Europas. Konzernweit sorgen 40.265 MitarbeiterInnen bei Bahn und Bus (zusätzlich rund 1.700 Lehrlinge) dafür, dass täglich rund 1,3 Millionen Reisende sicher an ihr Ziel kommen. Strategische Leitgesellschaft des Konzerns ist die ÖBB-Holding AG.

Quelle: ÖBB / 04.05.2017
 
WESTbahn vernetzt sich international

WESTbahn vernetzt sich international:

Gründung der Alliance of Rail New Entrants (ALLRAIL)
Neue europäische Eisenbahn - Alliance for Rail New Entrants (ALLRAIL) von Nicht-Staatsbahnen des Fracht- und Passagierbereichs in Brüssel gegründet
(Wien/OTS) - ALLRAIL wurde von der ERFA, der Vereinigung der Nicht-Staatsbahnen im Schienengütertransport, zusammen mit den wichtigsten Newcomern im europäischen Eisenbahnmarkt – LEO Express, MTR Nordic, NTV, Regiojet, Trainline und WESTbahn – gegründet.
ALLRAIL ist eine starke Allianz derjenigen Güter- und Personenverkehrsunternehmen, die sich klar für fairen Wettbewerb und offene Märkt aussprechen, da nur durch ein attraktives und erweitertes Angebot Fracht und Passagiere von der Straße zur Schiene gebracht und in der Folge weitere Kunden gewonnen werden können. Mehr Wettbewerb wird dazu beitragen, dass Fracht preiswerter transportiert wird, Kunden günstiger reisen und die Besteller des öffentlichen Verkehrs Kosten sparen können.
Die Mitglieder von ALLRAIL streben danach, in das System Schiene zu investieren und neue Strecken sowie neue Angebote in ganz Europa anzubieten, um die Eisenbahn als noch attraktiveres und wettbewerbsorientiertes Verkehrsmittel zu positionieren. Die Absicht von ALLRAIL ist es, den europäischen Eisenbahnsektor noch wettbewerbsfähiger zu machen, indem die ererbte Marktdominanz der Staatsbahnen herausgefordert wird. Der Eisenbahnsektor muss die Markteintrittsbarrieren für alle Arten von Infrastruktur (Trassen, Infrastrukturentgelt sowie zur Schiene gehörige Anlagen und Serviceeinrichtungen) beseitigen und regulatorische Rahmenbedingungen gewährleisten, die diskriminierungsfrei und kostensparend wirken. ALLRAIL fördert echte Veränderung.
Erich Forster, CEO der WESTbahn, wurde zum Präsident von ALLRAIL gewählt und Tony Berkeley, Direktor der ERFA, als Vizepräsident bestellt. Peter Koehler, CEO von LEO Express, Nick Brooks, Head of European Affairs bei Trainline und François Coart, ERFA Board Director, wurden ebenfalls in den Vorstand von ALLRAIL entsandt.
Zu den Schlüsselthemen, auf die sich die neue Allianz fokussieren wird, gehören die Forderungen nach gänzlich geöffneten Eisenbahnmärkten in allen Mitgliedsstaaten der EU, nach diskriminierungsfreiem Zugang zu Rollmaterial sowie dessen Finanzierung, nach wettbewerbsfähigen Schienennutzungsgebühren sowie nach einem umfassenden open data Zugang zum System Schiene, darunter auch zum Ticketing.
ALLRAIL wird in den nächsten Monaten seine Mitgliederzahl von Newcomern vergrößern, um gemeinsam Änderungen zu erwirken, die die Wettbewerbsfähigkeit der Eisenbahn voranbringen und den Anteil der Schiene am gesamten Transportmarkt kontinuierlich steigern werden.
ALLRAIL freut sich darauf, mit den Institutionen der EU und der European Union Rail Agency eng zusammenzuarbeiten, um die Errichtung einer vollständigen und wettbewerbsfähigen Single European Railway Area gemeinsam weiter voran zu bringen.
Über ALLRAIL: ALLRAIL repräsentiert die neuen Teilnehmer des Schienenverkehrs, die freien Zugang und faire Marktkonditionen fordern und stärkt ihre Rolle bei der Weiterentwicklung des Eisenbahnsektors. Die Mitglieder von ALLRAIL teilen das klare Bekenntnis zu einem wettbewerbsfähigen und innovativen einheitlichen europäischen Schienenverkehrsmarkt. ALLRAIL wurde Ende März 2017 in Brüssel gegründet und vertritt derzeit die 30 Schienengüterunternehmen der ERFA und sechs Newcomer im Personenverkehr aus ganz Europa: LEO Express, MTR Nordic, NTV, Regiojet, Trainline und WESTbahn.

Rückfragehinweis:
Alliance of Rail New Entrants
Julia Lamb
0032 2 513 60 87
julia.lamb@erfarail.eu

 
Erstmals Doppelstockzüge für Ungarn:
Stadler liefert bis zu 40 Doppelstockzüge an MÁV-START

Die ungarische Eisenbahngesellschaft MÁV-START Zrt. und Stadler haben heute einen Rahmenvertrag über den Kauf von 40 elektrischen sechsteiligen Doppelstocktriebzügen unterschrieben. In der ersten Tranche hat MÁV-START zehn Kompositionen für  insgesamt  195 Mio. Euro bestellt. Die neuen Triebzüge werden die ersten Doppelstockzüge in der Geschichte der ungarischen Eisenbahn sein und voraussichtlich im Herbst 2019 in Verkehr gesetzt.

MÁV -START und Stadler haben heute einen Rahmenvertrag über die Beschaffung von bis zu 40 elektrischen Doppelstockzügen des Typs KISS unterschrieben. Der Rahmenvertrag bietet MÁV die Flexibilität, die 40 Züge schrittweise zu beschaffen, dies auch unter Berücksichtigung der EU-Fördergelder. Die neuen sechsteiligen Fahrzeuge bieten bis zu 600 Fahrgästen Platz. Damit öffnet MÁV ein neues Kapitel in der bunten ungarischen Bahngeschichte: Erstmals werden Doppelstockzüge auf dem ungarischen Schienennetz zum Einsatz kommen. Die neuen KISS EMU sind kompatibel mit den 123 bereits im Einsatz stehenden FLIRT EMU, die Stadler in den letzten zehn Jahren an MÁV geliefert hat. Das ermöglicht MÁV-START eine aussergewöhnliche Flexibilität beim Betrieb der Flotte.

Die 155,88 Meter langen, 2,8 Meter hohen und 4,6 Meter breiten KISS-Züge können um 50 Prozent mehr Fahrgäste aufnehmen als einstöckige Fahrzeuge derselben Länge.  Damit begegnet  MÁV-START der Herausforderung, stetig steigende Passagierzahlen auf den verkehrsreichsten Vorortsstrecken um Budapest herum, auffangen zu können. In den Zügen gibt es vier Toiletten, davon ist eine für Personen mit eingeschränkter Mobilität ausgelegt. In den Multifunktionsbereichen finden vier Rollstühle, zwölf Fahrräder oder fünf Kinderwagen Platz. Während des Sommerfahrplans kann die Zahl der Fahrradstellplätze sogar auf 24 erhöht werden. Die neuen Züge entsprechen den jüngsten Verkehrssicherheitsnormen und sind mit dem ungarischen Zugsicherungssystem EVM sowie mit ETCS Level 2 ausgestattet. Die Fahrgäste geniessen einen hohen Komfort dank den ausgezeichneten Laufeigenschaften, dem geräumigen und hellen Interieur, modernster Klimatisierung, dem modernen Fahrgastinformationssystem und gratis WIFI.

Die ersten zehn Triebzüge werden in den Jahren 2019 bis 2020 auf den hochfrequenten Vorortsstrecken Budapest-Vác-Szob und Budapest-Cegléd-Szolnok in Verkehr gesetzt. Allerdings dürfen die Fahrgäste die neuen Züge am Wochenende auch auf den intensiv genutzten Strecken um Debrecen und Nyíregyháza erwarten und in der Sommersaison ebenfalls an den Seen von Balaton und Velence. Später bestellte Einheiten sind für die Strecken Budapest-Újszász-Szolnok und Budapest-Hatvan-Gyöngyös vorgesehen.

Bildlegende 1: Sechsteiliger Doppelstocktriebzug des Typs KISS für MÁV -START

Quelle: Stadler AG/12.04.2017

 
ÖBB-CityJet lässt sich von Gmünd nach Wien zu viel Zeit

660 Millionen Euro sollen in den Ausbau der Franz-Josef-Bahn (FJB) fließen. Dass es auch ohne große Investitionen und Baumaßnahmen möglich wäre, die Züge zwischen Gmünd und Wien zu beschleunigen, hat der NÖ Wirtschaftspressedienst bei einer Testfahrt Anfang April herausgefunden.

Die dafür gewählte Verbindung war der Regionalexpress (REX) 2111, der in Gmünd um 6:12 abfährt und Wien Franz-Josef-Bahnhof nach 2:13 Fahrt um 8:25 erreicht. Durch einen technischen Defekt verzögerte sich die Abfahrt in Gmünd um sieben Minuten und die zwei CityJet-Triebwagen verließen den Bahnhof erst um 6:19.

Bereits nach vier Zwischenhalten war der REX bei der Abfahrt in Schwarzenau mit nur mehr sechs Minuten Verspätung unterwegs. Nach exakt einer Stunde Fahrt betrug die Verspätung in Eggenburg nur mehr drei Minuten. Im Bahnhof Absdorf-Hippersdorf war der Zug überhaupt wieder pünktlich. Dem nicht genug, mussten die Fahrgäste zwischen Absdorf-Hippersdorf und Tulln erneut eine Verspätung von eineinhalb Minuten in Kauf nehmen, die durch einen kreuzenden Güterzug verursacht wurde. Auch diese 90 Sekunden waren bis zum Endbahnhof Wien FJB wieder egalisiert.

Damit könnte der REX 2111 die 167 Tarifkilometer vom Gmünd bis Wien statt wie im Fahrplan vorgesehen in 2:13 ohne weiteren auch in 2:05 zurücklegen. Der Anschluss an das Wiener U-Bahnnetz wäre mit Umsteigen im Bahnhof Heiligenstadt überhaupt in nur 1:58 machbar.

Von den neuen CityJet-Garnituren sind die Reisenden auch abseits des langsamen Fahrplans auf der FJB nur bedingt begeistert. Während der kalten Jahreszeit wird vor allem die geringe Heizleistung der Triebwagen kritisiert. Durch die zahlreichen Aufbauten am Dach sind die Fahrzeuge zudem ausgesprochen seitenwindanfällig und neigen dabei zu spürbaren Wankbewegungen. Die Sitzteilung nimmt, wie schon bei den ÖBB-Wendezügen, keinerlei Rücksicht auf die Fensterteilung. Dadurch gibt es Sitzplätze, von denen der Fahrgast aus einfach nur auf die Innenverkleidung des Triebwagens schauen kann. Durch den sogenannten 0:0-Betrieb sind die Triebwagen außerdem ohne Schaffner unterwegs, wodurch das subjektive Sicherheitsgefühl der Fahrgäste zunehmend abnimmt. (haw)

Quelle: www.oebb.at <http://www.oebb.at>
www.pro-fjb.at <http://www.pro-fjb.at> / 09.04.2017

 
Verein Pro Kaltenleutgebnerbahn

Liebe Freunde der Kaltenleutgebnerbahn,
nach nun über 2 Jahren Verhandlung mit den Behörden können wir heute mit voller Freude berichten, dass die Bescheide zur Genehmigung der Anschlussbahn von Liesing nach Kaltenleutgeben heute eingetroffen sind.
Es sind nun noch einige Vorarbeiten bis zur Betriebsaufnahme notwendig, wir freuen uns schon möglichst bald wieder Nostalgiezüge auf der Strecke anbieten zu können!

http://www.pro-kaltenleutgebnerbahn.at/

https://www.facebook.com/Kaltenleutgebnerbahn/photos/a.468828953151514.110367.
190088361025576/1451734578194275/?type=3&permPage=1

Quelle: http://www.pro-kaltenleutgebnerbahn.at/07.04.2017

 
Die Badner Bahn rollt auch im Güterverkehr erfolgreich
2016 war für die Badner Bahn mit ihrer Güterverkehrssparte - die Wiener Lokalbahnen Cargo GmbH (WLB Cargo) - wieder ein starkes Geschäftsjahr. Wie WLB Cargo-Geschäftsführer Christian Hann bekanntgibt, hat das Unternehmen im Vorjahr rund 5.000 internationale Güterzüge mit einem Ladevolumen von fünf Millionen Tonnen befördert. 60 Prozent der Transporte machten die Containerzüge zu den norddeutschen Hochseehäfen und in das Ruhrgebiet aus. Weiters hinzu kamen u.a. Autozüge aus Tschechien und aus der Slowakei in die Häfen der nördlichen Adria.

2016 hat die WLB Cargo mit 110 Beschäftigten einen Umsatz von 60 Millionen Euro erwirtschaftet. Zur Zeit besteht die Triebfahrzeug-Flotte des Transportunternehmens aus 28 Elektro- und vier Diesellokomotiven. Seit 2007 tritt die WLB Cargo als rechtlich eigenständiges Tochterunternehmen der Aktiengesellschaft der Wiener Lokalbahnen auf. (mm)

http://wlb-cargo.at

Quelle: Niederösterreichischer Pressedienst / 18.03.2017
 

Hector Rail bestellt 15 Vectron-Lokomotiven bei Siemens

 Auslieferung ab Frühjahr 2018
 Zweiter Auftrag des schwedischen Eisenbahnverkehrsunternehmens

Das Eisenbahnverkehrsunternehmen Hector Rail AB hat 15 Wechselstrom-
Lokomotiven des Typs Vectron bestellt. Die Auslieferung ist ab Frühjahr 2018
geplant. Alle Loks verfügen über eine maximale Leistung von 6.400 KW und eine
Höchstgeschwindigkeit von 200 km/h. Alle Vectron AC werden mit dem
europäischen Sicherungssystem ETCS sowie dem Zugleitsystem ATC2-STM
ausgerüstet. Der Einsatz erfolgt im schweren Gütertransport sowie für
Holztransporte in Schweden und Norwegen. Für die Überbrückung von kurzen
Strecken ohne Oberleitung ist ein Diesel Power Modul mit Funkfernsteuerung an
Bord.
Hector Rail ist ein unabhängiger Güterverkehrsanbieter mit Sitz in Schweden. Das
Unternehmen bietet für den europäischen Eisenbahnverkehrsmarkt
Transportlösungen für Produkte der Schwerindustrie sowie intermodalen Güter- und
Personenverkehr für Industrieunternehmen an. Die Flotte von Hector Rail umfasst
75 Lokomotiven mit einer Jahresgesamtlaufleistung von über sieben Millionen
Schienenkilometern pro Jahr. Bereits im Juli 2016 bestellte Hector Rail bei Siemens
fünf Vectron-Lokomotiven. Der Auftrag beinhaltete eine Option über die jetzt
georderten 15 Lokomotiven dieses Typs.

Quelle: Siemens 15.03.2017

 

Stadler liefert zehn EURODUAL-Lokomotiven an die Havelländische
Eisenbahn Aktiengesellschaft

Stadler Valencia und der deutsche Schienengüterverkehrsbetreiber Havelländische Eisenbahn Aktiengesellschaft HVLE, haben einen Kaufvertrag über die Lieferung von zehn sechsachsigen EURODUAL-Lokomotiven nach deutscher Konfiguration angekündigt.

HVLE und Stadler haben einen Vertrag für die Herstellung und Lieferung von zehn sechsachsigen EURODUAL-Lokomotiven und den entsprechenden Full-Service-Wartungsvertrag unterschrieben. Die leistungsstarken Lokomotiven werden im Gütertransport im deutschen Netzwerk eingesetzt und verbinden 15kV AC und 25 kV AC Elektro- und Dieselantriebsmodi. Auf der Finanzierungsseite begleitet die DAL Deutsche Anlagen-Leasing die Transaktion mit einer massgeschneiderten, assetbasierten Leasing-Struktur. Der Rail-Spezialist mit Sitz in Mainz, hat auch die Arrangierung und das Funding mit Mitteln aus der Sparkassen-Finanzgruppe übernommen.

HVLE wird zum ersten Kunden der neuen Generation der sechsachsigen Dual-Mode-Lokomotiven, die Stadler für den europäischen Markt entwickelt hat. Iñigo Parra, CEO von Stadler Rail Valencia, unterstrich die Bedeutung dieses Projekts und die Vorteile der neuen Plattform: „Dieser Vertrag ist ein wichtiger Meilenstein für Stadler als erster Auftrag einer neuen Lok-Familie. Mit ihrer avantgardistischen Technik deckt die EURODual-Lokomotive alle Bedürfnisse der Bahntreiber effizient und zuverlässig ab und bietet ihnen gleichzeit zahlreiche wirtschaftliche und ökologische Vorteile .”

Für Ludolf Kerkeling (HVLE) werden sich die Bedingungen im Schienengüterverkehr verändern: "Die Nachfrage nach Sechsachs-Lokomotive wird durch zunehmende Länge und Gewicht der Züge wachsen." Martin Wischner (HVLE) fügte hinzu: "Wir brauchen Dieselkraft für die erste / letzte Meile, aber die ökologischen und ökonomischen Vorteile der elektrischen Energie sind für uns sehr wichtig."

Die EURODual-Lokomotive von Stadler ist eine Dual-Mode-Lokomotive mit einer beeindruckenden Leistung, sowohl im Diesel- als auch im Elektroantriebsmodus, die in verschiedenen Konfigurationen, Spurweiten und Fahrdrahtspannungen erhältlich ist. Die modulare Plattform bietet ebenfalls ein breites Spektrum an verschiedenen Antriebsleistungen im Diesel-Modus, um den individuellen Bedarf des Kunden adäquat zu decken. Die vielseitige Plattform der Lokomotive wurde für den Fracht- und Reisefernverkehr bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/Std. auf elektrifizierten und nicht-elektrifizierten Strecken entwickelt.

Stadler, bekannt als Hersteller von Schienenfahrzeugen, u.a. auch Frachtlokomotiven für den europäischen Markt, liefert derzeit die vierachsigen Dual-Mode-Lokomotiven Class 88 an den britischen Betreiber Direct Rail Services aus und führt die ersten Tests des sechsachsigen EURODUAL-Prototyps in seinem spanischen Werk durch.

Über HVLE
HVLE wurde 1892 gegründet und zählt derzeit zu den zehn größten Schienengüterverkehrsunternehmen auf dem deutschen Markt. Alle Bereiche der Schienengüterverkehrsdienste sind abgedeckt, aber es gibt ein besonderes Fachwissen in Schwerlast (Schüttgut) sowie mit Gefahrgut und spezialisierten Transportarten. Heute betreibt HVLE eine Flotte von 35 Lokomotiven.

Quelle: Stadler AG/14.03.2017

 
Grundstein für Servicewerk des Rhein-Ruhr-Express gelegt

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Digitaler Service für über 99-prozentige Verfügbarkeit der 82 RRX-Züge

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Vorausschauende Wartung und Instandhaltung über 32 Jahre lang

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Testbetrieb bereits Mitte 2018 auf 70.000 Quadratmetern Werksgelände

Heute wurde in Dortmund-Eving der Grundstein des Instandhaltungs- und Wartungswerkes für die Züge des Rhein-Ruhr-Express (RRX) gelegt. Das Werk soll bereits Mitte 2018 den Testbetrieb aufnehmen. Künftig werden dort alle 82 RRX-Züge über einen Zeitraum von 32 Jahren gewartet und instandgehalten. Dafür schafft Siemens rund 75 Arbeitsplätze und investiert darüber hinaus einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag.

Das Depot ist vollständig auf das im Schienensektor bislang einzigartige, digitalisierte Serviceangebot von Siemens ausgerichtet. Vorausschauend werden damit Fehlerquellen erkannt, lange bevor Fehler tatsächlich auftreten. Dafür werden die Züge in Echtzeit überwacht und die gelieferten Daten in einem zentralen Diagnosesystem im Mobility Data Services Center (MDS) in München-Allach analysiert. Daraus errechnen die Spezialisten des MDS Fehlerprognosen und geben dem Service-Team im neuen Werk akute oder terminierte Wartungsempfehlungen.

„Das nächste Etappenziel ist erreicht. Der RRX wird den schienengebundenen Personen-Nahverkehr des Landes revolutionieren, die Situation hunderttausender Pendler nachhaltig verbessern sowie neue Maßstäbe etwa hinsichtlich Komfort, Takt- und Reisezeiten setzen“, betont NRW-Verkehrsminister Michael Groschek im Rahmen der Feierlichkeiten.

Martin Husmann, Vorstandsvorsitzender des Verkehrsverbunds Rhein-Ruhr (VRR), ergänzt: „Ich freue mich besonders für die Fahrgäste; die heutige Grundsteinlegung markiert eine bedeutende Investition in die Zukunft für die täglich rund 2,4 Millionen Menschen, die im Schienenpersonennahverkehr im Land unterwegs sind. Wir erwarten, dass das neue Dortmunder Werk bald maßgeblich dazu beiträgt, eine bestmögliche Einsatzfähigkeit der neuen Fahrzeuge zu garantieren.“

„In Dortmund-Eving überführen wir den Service und die Wartung von Zügen in das digitale Zeitalter. Wir nutzen Algorithmen, um von den Zügen gelieferte Daten zu analysieren, und können so Fehlfunktionen beheben, bevor sie überhaupt eintreten. So können wir unserem Kunden VRR und allen Fahrgästen eine über 99-prozentige Verfügbarkeit unserer Züge garantieren. Wir freuen uns, dass wir dieses Depot in Dortmund errichten können“, sagte Jochen Eickholt, Chef der Bahnsparte von Siemens.

Das Grundstück in Dortmund-Eving hat eine Fläche von rund 70.000 Quadratmetern, was etwa zehn Fußballfeldern entspricht. Grundstückseigentümer ist der VRR über einen zunächst bis zum Jahr 2050 geltenden Erbbaurechtsvertrag mit Siemens. Das Werk umfasst ein sechsgleisiges Werkstattgebäude, Lager und Sozialgebäude, eine Außenreinigungsanlage, eine Unterflurdrehmaschine für die Radsatzüberarbeitung sowie eine Radsatzdiagnoseanlage. Rund 163 Meter lang, 63 Meter breit und 12,40 Meter hoch wird das Hauptgebäude. Es unterschreitet die Wertevorgaben der neuen Europäischen Energieeinsparverordnung (EnEV) um rund 15 Prozent. Auf dem Werksgelände werden einschließlich der Werkstattgebäude rund 5,5 Kilometer Gleise verlegt. Sie werden mit zwei Anschlussweichen im Norden und Süden des Geländes verbunden, die von der Lage her identisch sein werden mit dem alten Anschluss des ehemaligen Rangierbahnhofs Dortmund-Eving an die Bahnstrecke Hauptbahnhof Dortmund in Richtung Lünen/Münster.

Quelle: Siemens / 08.03.2017

 
ÖBB übernimmt Mehrheit an slowenischer Logistiktochter

Die Rail Cargo Group – Güterverkehrstochter der ÖBB – intensiviert ihre Bahnlogistik-aktivitäten am slowenischen Markt. Nachdem Rail Cargo Logistics - Austria durch Aufstockung der Unternehmensanteile von 50% auf 74% Mehrheitseigentümer des Unternehmens Intereuropa-FLG wurde, folgte nun der nächste Schritt: Im Hinblick auf einen einheitlichen Marktauftritt wurde der Name von Intereuropa-FLG auf Rail Cargo Logistics d.o.o. geändert.
Das Unternehmen Intereuropa-FLG d.o.o. blickt auf eine langjährige Firmengeschichte zurück und ist bereits seit 2005 Teil der Rail Cargo Group. Das Leistungsspektrum des Unternehmens mit Sitz in Ljubljana reicht vom klassischen Bahntransport bis hin zu Containertransporten und umfasst vor allem die Abwicklung intermodaler Transporte über die Adria-Seehäfen. Insbesondere werden Transitverkehren über den Hafen Koper inklusive dazugehöriger Hafenleistungen organisiert. Ergänzend profitieren die Kunden von Logistikleistungen wie Lagerhaltung, Umladung, LKW-Lieferungen, Sendungsverfolgung, Verzollung und Beratungen.
Rail Cargo Logistics d.o.o. punktet sowohl mit umfassenden Serviceleistungen als auch qualitativ hochwertigem Logistiksupport und festigt so seine Position als eines der führenden Unternehmen der Schienenlogistik in Slowenien. Darüber hinaus ermöglicht die geographische Lage Sloweniens als Knotenpunkt zweier wichtiger paneuropäischer Schienenkorridore effiziente Bahntransporte über nationale Grenzen hinweg

Quelle: ÖBB / 07.03.2017

 
ÖBB Cityjet auf der Linie S50 gestartet
Am Sonntag spätabends war es soweit, die Umstellung der S-Bahn-Linie S50 auf die neue Fahrzeutype Cityjet erfolgte. Der erste S50-Zug verkehrte ab Wien Westbahnhof mit drei Cityjet bis Neulengbach, am Montag, den 6. März 2017 wurde der gesamte Verkehr der Linie S50 zwischen Wien Westbahnhof und Neulengbach sowie Tullnerbach-Pressbaum auf die neuen Züge umgestellt.
Dadurch ist die Linie zu 100% barrierefrei und mit dem modernsten Fahrgastinformations-system ausgestattet. Der erste Einsatztag erfolgte mit fünf Zügen. Quelle: Paul Gregor Liebhart / 07.03.2017
 
DB Regio bestellt 39 Regionaltriebzüge bei Siemens

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Erstauftrag über 24 Gliederzüge der neuen Zugplattform Mireo

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15 Doppelstockzüge aus der bewährten Desiro-Zugfamilie

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Inbetriebnahme Sommer 2020

Die DB Regio AG wird ab 2020 das Rheintal-Netz im Südwesten Deutschlands ausschließlich mit Neufahrzeugen von Siemens betreiben. Die Nahverkehrssparte der Deutschen Bahn hat hierfür insgesamt 39 Regionaltriebzüge bestellt. Der Auftrag umfasst 15 Desiro-HC- und 24 Mireo-Züge. Dies ist die erste Order für Fahrzeuge aus der neuen Regionaltriebzugplattform Mireo, die erst kürzlich auf der weltgrößten Bahnmesse Innotrans vorgestellt wurde.

„Nach dem Produktlaunch ist uns innerhalb kürzester Zeit der Markteintritt mit unserer neuen Zugplattform Mireo gelungen. Der Mireo vereint Wirtschaftlichkeit mit Nachhaltigkeit und bietet höchste Flexibilität über den gesamten Lebenszyklus hinweg“, sagte Sabrina Soussan, Leiterin des Geschäfts mit Hochgeschwindigkeits- und Regionalzügen sowie Lokomotiven.

Das Zugangebot im Rheintal wird neu strukturiert. Es besteht dann eine klare Trennung zwischen einem schnellen Zugsystem für den überregionalen Verkehr zwischen den großen Orten und einem S-Bahn-ähnlichen Regionalzugsystem mit Halt auf allen Stationen. Gleichzeitig erfolgt eine deutliche Ausweitung des Zugangebotes. Für diese speziellen Anforderungen wurden die entsprechenden Fahrzeuge bestellt.

Der Mireo wird als Regionalbahn (RB) auf der Strecke Offenburg –Freiburg – Basel/Neuenburg (Schweiz) sowie sonntags im Kaiserstuhl von Freiburg nach Endingen/Breisach eingesetzt. Das Fahrzeug ist als skalierbarer Gliederzug konzipiert. Die Leichtbauweise, energieeffiziente Komponenten und ein intelligentes Bordnetzmanagement führen zu einem um 25 Prozent reduzierten Energieverbrauch im Vergleich zu Vorgängerfahrzeugen. Durch die neue aerodynamische Gestaltung und das laufruhige Drehgestell wird eine Geräuschreduzierung erreicht. Die dreiteiligen Züge verfügen über 220 Sitzplätze.

Auf der Strecke Karlsruhe – Offenburg –Freiburg –Basel wird der Desiro HC als Regionalexpress verkehren. Jeder Zug besteht aus vier Wagen, von denen der erste und der letzte als Endwagen jeweils ein Deck für die Fahrgäste haben und die beiden mittleren als Doppelstockwagen ausgeführt sind. Über 50 Prozent des Raumes für die Fahrgäste sind barrierefrei begehbar, in den beiden einstöckigen Endwagen sogar komplett stufenlos und für die Bedürfnisse mobilitätseingeschränkter Reisender ausgestattet. Durch die zweistöckigen Mittelwagen wird pro Zug auf nur 105 Metern Länge ein Angebot von 410 Sitzplätzen mit reichlich Beinfreiheit geschaffen.
Beide Regionalzüge sind für eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt.

Quelle: Siemens AG/17.02.2017

 

18 Vectron-Lokomotiven bestellt

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Mehrsystem-Lokomotiven ausgerüstet für D-A-CH-I

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Lieferung ab Dezember 2017

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Erster Einsatz bei SBB Cargo International

Unter Einbindung des Infrastrukturfonds von der Reichmuth Infrastruktur Schweiz AG hat die LokRoll AG bei Siemens 18 Mehrsystem-Lokomotiven des Typs Vectron bestellt. Sie sind für den grenzüberschreitenden Verkehr auf dem Korridor Deutschland, Österreich, Schweiz und nach Italien vorgesehen. Zusätzlich zu den nationalen Zugsicherungssystemen werden alle Lokomotiven mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet. Die Loks verfügen über eine maximale Leistung von 6.400 KW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h. LokRoll verleast die Lokomotiven für 15 Jahre an das Schweizer Gütertransport-unternehmen SBB Cargo International.

Quelle: Siemens AG / 30.01.2017

 
ÖBB wollen bis zu 200 Lokomotiven bei Siemens bestellen

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Rahmenvertrag über bis zu 200 Vectron-Lokomotiven

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Erstabruf von 30 Vectron MS

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Auslieferung beginnt Sommer 2018

Die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) haben mit Siemens einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 200 Lokomotiven des Typs Vectron abgeschlossen. Es können bis zu 100 Wechselstrom (AC)-Lokomotiven, 50 Wechselstrom (AC)-Lokomotiven mit Dieselpower-Modul und 50 Mehrsystem (MS)-Lokomotiven abgerufen werden. Bei Vertragsschluss wurden 30 Vectron MS fest bestellt. Die Fahrzeuge sollen im Siemens-Werk in München, gefertigt werden. Die Auslieferung der ersten Fahrzeuge beginnt im Sommer 2018.

„Dass wir bei einer der größten Ausschreibungen für Lokomotiven in Europa den Zuschlag erhalten haben, zeigt vor allem eines: die Leistungsfähigkeit unserer Vectron-Plattform. Sie bietet höchste Flexibilität über den gesamten Lebenszyklus hinweg. Und das heißt für den Betreiber: er kann langfristig für die Zukunft planen“, sagte Jochen Eickholt, Bahnchef von Siemens.

Eingesetzt werden die Lokomotiven bei der Rail Cargo Group, der Güterverkehrssparte der ÖBB. Sie sind für den grenzüberschreitenden Güterverkehr in den Ländern Deutschland, Italien, Kroatien, Österreich, Polen, Slowakei, Slowenien, Tschechien und Ungarn vorgesehen. Zusätzlich zu den nationalen Zugsicherungssystemen werden alle Lokomotiven mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS ausgestattet. Die Loks verfügen über eine maximale Leistung von 6.400 KW und eine Höchstgeschwindigkeit von 160 km/h.

Quelle: Siemens AG / 30.01.2017

 
Zementerzeuger Lafarge setzt auf Schiene statt Verkehrslawine
Österreichs größter Zementerzeuger, der Produktionsstandort Mannersdorf am Leithagebirge der Lafarge Zementwerke GmbH, wird auch in Zukunft bei der Anlieferung seiner Rohstoffe so weit wie möglich auf den Schienentransport setzen. „Für uns ist die Bahn sowohl preislich als auch abwicklungstechnisch die beste Lösung“, sagt Lafarge-Werksleiter Joseph Kitzweger. Heuer rollen 350.000 Tonnen Roh- und Brennmaterial über die Gleise nach Mannersdorf, darunter Hochofenschlacke der voestalpine sowie Petrolkoks und Kohle von Lieferfirmen aus dem Ausland.

Ein Blick zurück: Schon im Jahr 2000 hatte Lafarge für das Werk Mannersdorf eine eigene Bahnentladestation mit acht 700 Meter langen Förderbändern sowie vier 120 Kubikmeter große Trichter errichtet, um die Materialanlieferung umweltschonend abzuwickeln. Seitdem können rund 9.000 Lkw-Fahrten pro Jahr eingespart werden. Der Standort Mannersdorf, wo 95 Personen beschäftigt sind, hat eine Produktionskapazität von 1,2 Millionen Tonnen Zement pro Jahr.

Die Lafarge Zementwerke GmbH betreibt neben ihrer Zentrale in Wien noch ein weiteres Zementwerk im steirischen Retznei. In Österreich beschäftigt das Industrieunternehmen rund 250 Mitarbeiter. Erlöszahlen gibt die Lafarge Zementwerke GmbH nicht bekannt, der Jahresumsatz wird vom Branchendienst Creditreform auf 113 Millionen Euro geschätzt. Das Unternehmen ist eine Tochtergesellschaft des LafargeHolcim-Konzerns, des größten Baustoffherstellers der Welt, mit Sitz in Rapperswil-Jona in der Schweiz. (mm)

www.lafarge.at <http://www.lafarge.at>

Quelle: Niederösterreichischer Wirtschaftspressedienst / 30.10.2016
 
Franz-Josefs-Bahn muss endlich wieder auf die Überholspur kommen
Mit einer Länge von 162 Kilometern ist die Franz-Josefs-Bahn, die Wien mit der Stadt Gmünd im oberen Waldviertel verbindet, die längste Pendlerstrecke Österreichs. Die Trassenführung, die Großteils noch aus der Zeit der Habsburger-Monarchie stammt, erlaubt den Zügen keine hohe Geschwindigkeit, was die Fahrten zum Arbeitsplatz und wieder zurück überdurchschnittlich zeitaufwändig macht. Eine vom Land Niederösterreich, den ÖBB und dem Verkehrsverbund Ostregion (VOR) in Auftrag gegebene Studie empfiehlt eine 660 Millionen Euro schwere Modernisierungsoffensive für die Franz-Josefs-Bahn. Will man das volle Maßnahmenbündel – Begradigung einzelner Streckenabschnitte, Anbindung der Bezirkshauptstadt Horn, Verdichtung des Taktfahrplans und grenzüberschreitende Züge nach Tschechien – verwirklichen, braucht es tat- und finanzkräftige Unterstützung von Bundesseite.

Aus diesem Grund sind die beiden Waldviertler Nationalratsabgeordneten Werner Groiß von der ÖVP und Konrad Antoni von der SPÖ bei Infrastrukturminister Jörg Leichtfried vorstellig geworden und haben im Verkehrsausschuss des Nationalrats für die wichtige Verkehrsader kräftig die Werbetrommel gerührt. „Wir werden auf Basis der Studienergebnisse Gespräche mit dem Land Niederösterreich aufnehmen, um mögliche Vorgehensweisen abzustimmen", erklärte Leichtfried.

In seiner Funktion als Obmann der Bezirksstelle Horn in der NÖ Wirtschaftskammer drängt Groiß darauf, dass vor allem die Pendler schnell Verbesserungen vom geplanten Modernisierungsschub an der Franz-Josefs-Bahn spüren sollen. „Solang diese Bahnverbindung ins Waldviertel nicht revitalisiert ist, müssen sich auch Familien mit bescheidenem Einkommen zwei Autos leisten“, stellt er fest. Weil man nirgendwo sonst dermaßen auf das private Kfz angewiesen sei, habe keine andere Region in Österreich eine so hohe Pkw-Anzahl pro Familie wie das Waldviertel. (mm)

http://wko.at/noe/horn <http://wko.at/noe/horn>

www.werner-groiss.at <http://www.werner-groiss.at>

Quelle: NÖ Wirtschaftsdienst / 25.09.2016
 
Stadler und die Aserbaidschanische Staatsbahn präsentieren den Schlafwagen

Stadler präsentiert heute gemeinsam mit der Aserbaidschanischen Staatsbahn (ADY) den Schlafwagen für den Einsatz auf der internationalen Linie Baku – Tiflis – Istanbul. Um diesen grenzüberschreitenden Verkehr zu ermöglichen, hat Stadler Drehgestelle mit Spurwechselradsätzen entwickelt. Der Auftrag ermöglichte Stadler den erfolgreichen Markteintritt in Aserbaidschan.

Im Juni 2014 hat ADY bei Stadler 30 Schlafwagen bestellt. Innert zwei Jahren hat Stadler die Wagen in enger Zusammenarbeit mit ADY entwickelt und gebaut – und kann sie nun an der InnoTrans zum ersten Mal einer breiten Öffentlichkeit präsentieren.

Die Schlafwagen für ADY sind dank spezieller Spurwechseldrehgestelle sowohl in den GUS-Staaten (Breitspur 1‘520 mm) wie auch auf der europäischen Normalspur (1‘435 mm) einsetzbar. In der georgischen Stadt Achalkalaki nahe der türkischen Grenze ist eine Umspuranlage geplant, die einen effizienten Einsatz der Züge auf der internationalen Verbindung Baku – Tiflis – Kars – Istanbul ermöglichen wird. Die Drehgestelle sind mit Spurwechselradsätzen „RAFIL/DBAG Typ V“ ausgerüstet. Diese sind kompatibel mit anderen Spurwechselsystemen entlang der GUS-Grenzen. Somit können dieselben Umspuranlagen genutzt werden. Die Wagen halten das europäische Lichtraumprofil nach UIC ein. Der Vertrag umfasst neben der Lieferung der Züge zwischen Mitte 2016 und Mitte 2017 auch ein umfangreiches Ersatzteilpaket und Schulungen für das Zugs- und Wartungspersonal. Zudem besteht eine Option für 70 weitere Schlafwagen.

Die Aserbaidschanische Eisenbahn wird aus den 30 Wagen 10-Wagen-Züge bilden. Die Bestellung umfasst 27 Schlafwagen und 3 Speisewagen. Die Schlafwagen teilen sich auf in 3 Wagen 1. Klasse (16 Betten, jedes Abteil verfügt über eigener Nasszelle mit WC, Dusche), 18 Wagen 2. Klasse (34 Betten, 1 WC, 1 Dusche), 3 Wagen 1./2. Klasse (20 Betten, Nasszellen in den 1. Klasse-Abteilen und Familienabteilen) und 3 Spezialwagen (mit einem grosszügigen Abteil für mobilitätseingeschränkte Personen, vier Abteilen 2. Klasse mit 16 Betten sowie einem Zugchefabteil). Die 3 Speisewagen verfügen über je 28 Plätze. Ein 10-Wagen-Zug wird somit üblicherweise über 257 Betten verfügen. Jeder Wagen verfügt über Vakuumtoiletten mit geschlossenem System, eine Notstromversorgung mit Generator, welche einen 24-Stunden-Vollbetrieb erlaubt. Alle Wagen sind mit redundantem Klimagerät voll klimatisiert.

Für den Schweizerischen Schienenfahrzeughersteller war der Zuschlag für diesen Auftrag ein wichtiger Schritt, weil damit der Eintritt in den aserbaidschanischen Markt und damit in einen weiteren GUS-Markt gelang. Die Erschliessung neuer Märkte ist für Stadler eine wichtige Massnahme, um die Auslastung seiner Werke mittelfristig zu sichern – dies insbesondere, nachdem wegen der Euro- und Schuldenkrise ab 2010 die traditionellen westeuropäischen Märkte weggebrochen waren. Seit diesem ersten Erfolg konnte Stadler seine Partnerschaft mit ADY festigen und für die Staatsbahn neben den Schlafwagen auch fünf Doppelstocktriebzüge bauen. Zwei davon standen bereits während der „European Games 2015“ in Baku im Einsatz.

Quelle: Stadler AG / 23.09.2016

 

Stadler enthüllt zusammen mit den Schweizerischen Bundesbahnen SBB den EC250/Giruno - den ersten serienmässigen Niederflur-Hochgeschwindigkeitstriebzug

Stadler präsentiert heute im Beisein des CEO der Schweizerischen Bundesbahnen (SBB), Andreas Meyer, sowie Peter Spuhler, Group CEO und Eigentümer von Stadler, den neuen Eurocity-Zug, der ab Ende 2019 durch den Gotthard-Basistunnel fahren wird und Basel/Zürich mit Mailand verbindet. Mit dem EC250 hat Stadler auf Basis des erfolgreichen FLIRT für die SBB einen Hochgeschwindigkeitszug entwickelt. Die Erstbestellung umfasst 29 elfteilige Züge mit einer Option für 92 weitere Fahrzeuge.  Der erste Hochgeschwindigkeitszug von Stadler ist der Höhepunkt an der diesjährigen InnoTrans und zeigt fassbar die Innovationskraft des Unternehmens.

Im Oktober 2014 haben die SBB bei Stadler 29 elektrische Hochgeschwindigkeitszüge (EMU) bestellt, um damit ab Ende 2019 via Gotthardbasistunnel Basel/Zürich mit Mailand zu verbinden und später Frankfurt mit Mailand. Nur knapp zwei Jahre nach Vertragsunterzeichnung präsentiert Stadler heute den von den SBB auf den Namen “Giruno” getauften Zug an der InnoTrans in Form eines fünfteiligen Kurzzuges. Bewährte Technologien auf Basis des Erfolgsprodukts FLIRT werden mit den betrieblichen Anforderungen des neuen Gotthardbasistunnels kombiniert. Stufenfreies Eintreten sowohl von Bahnsteigen mit 55 cm als auch mit 76 cm Höhe, die druckdichte Ausführung der Wagenkasten und fortschrittliche thermische und akustische Isolation setzen einen neuen Standard für Bahnreisen im Fernverkehr.

Der EC250 ist mit besonderem Fokus auf Komfort und Kundenfreundlichkeit entwickelt worden, insbesondere für Familien, Senioren und Personen mit eingeschränkter Mobilität. Der Niederflureinstieg, für einen serienmässigen Hochgeschwindigkeitstriebzug ein Novum, macht für Fahrgäste das Einsteigen zum Eintreten. Im Innenraum erwartet Passagiere ein geräumiges und hell gestaltetes Interieur mit einem modernen Beleuchtungskonzept. Damit auch auf langen Tunnelstrecken keine Langeweile aufkommt, fährt der EC250 mit weiteren Komfortmerkmalen auf: Er verfügt über 4G-/3G- Mobilfunkverstärker , Steckdosen an allen Sitzplätzen, grosse Gepäckablagen und geschlechtergetrennte sowie behindertengerechte Toiletten. Die Züge bieten auf 202 Metern Länge 405 Fahrgästen Sitzplätze, davon sind 117 in der 1. Klasse und 288 in der 2. Klasse. Multifunktionsabteile- und ein Fahrradabteil ergänzen das Platzangebot sinnvoll.

Der EC250 wird nach TSI-Highspeed zertifiziert und soll alle Anforderungen an die Kollisionssicherheit nach DIN EN15227 erfüllen. Vor der Inbetriebnahme wird der Hochgeschwindigkeitszug im Klima-Wind- Kanal in Wien getestet. Die maximale Geschwindigkeit beträgt, wie der Name verspricht, 250 km/h. Die erforderliche Leistung wird über vier motorisierte Drehgestelle auf die Schiene gebracht, wobei beide Achsen der Motordrehgestelle angetrieben sind. Die maximale Leistung am Rad beträgt 6000 kW. Auf dem Dach sind vier Stromabnehmer montiert. Die Züge können bei Bedarf in Doppeltraktion geführt werden. Der EC250 wird neben der Schweiz auch für Deutschland, Österreich und Italien die Zulassung erhalten.

Quelle: Stadler AG / 22.09.2016

 
Railcare bestellt sieben Vectron-Lokomotiven

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25. Kunde für den Vectron

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Einsatz im Güterverkehr in Deutschland, Österreich und der Schweiz

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Ausrüstung mit Diesel Power Modul

Siemens gewinnt den 25. Kunden für die Vectron-Lokomotive: Das Bahnverkehrsunternehmen Railcare hat sieben Fahrzeuge dieses Typs bestellt. Der Vertrag beinhaltet zusätzlich die Wartung und Instandhaltung über einen Zeitraum von acht Jahren. Die Vectron-AC-Lokomotiven sollen im Güterverkehr in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesetzt werden. Die Höchst-geschwindigkeit beträgt 160 Kilometer pro Stunde bei einer Antriebsleistung von 6,4 MW.

Railcare ist eine 100-prozentige Tochterfirma des Schweizer Detail- und Großhandelsunternehmens Coop und befördert mit eigenen Zügen und Lastwagen Güter des täglichen Bedarfs innerhalb der Schweiz. Die neuen Lokomotiven sollen im unbegleiteten kombinierten Verkehr (UKV) bei der Verteilung von Waren zum Einsatz kommen.

Alle Fahrzeuge werden mit einem Diesel Power Modul ausgerüstet. Damit lassen sich kurze Strecken ohne Oberleitung, beispielsweise auf Anschlussgleisen oder beim Rangieren, überbrücken. Durch das Diesel Power Modul kann Railcare auf den Einsatz zusätzlicher Rangierlokomotiven verzichten.

Zusätzlich zur Lieferung der sieben Fahrzeuge hat Siemens mit Railcare den ersten Fullservice-Auftrag in der Schweiz unterzeichnet: In den kommenden acht Jahren werden alle Instandhaltungsarbeiten an den Vectron-Lokomotiven durch Siemens ausgeführt.

Quelle: Siemens AG / 22.09.2016

 

«Heavy Metal»: Stadler stellt neue EURODUAL-Lokomotive für Grossbritannien (Class 88) vor

Heute präsentiert Stadler zusammen mit Direct Rail Services und Beacon Rail Leasing Limited die Lokomotive EURODUAL UK im neuen Kleid. Die Class 88 ist eine Weiterentwicklung der Class-68-Lokomotive. Bei der Class 88 handelt es sich um eine vierachsige Zweikraftlokomotive, die an die britischen Spurweiten angepasst ist, über ein AC/AC-Traktionssystem verfügt und sich durch eine niedrige Achslast auszeichnet. Der erste Auftrag für diese modernen Zweikraftlokomotiven kam von Direct Rail Services im Rahmen einer Partnerschaft mit Beacon Rail Leasing Limited: 10 Fahrzeuge für Einsatz im Personen- und Güterverkehr in Grossbritannien. Die Fahrzeuge kombinieren einen 25-kV-Elektroantrieb mit einem Dieselantrieb und erreichen Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h.

Die Class-88-Lokomotive erfüllt alle europäischen Standards sowie die Bestimmungen der britischen Bahnregulierungsbehörden in Bezug auf Sicherheit, Emissionen und Umweltschutz. Zu ihren technischen Eigenschaften gehören eine selbsttragende Bauweise aus hochfestem Edelstahl, ein verbessertes Bremssystem mit Scheibenbremsen, ein modernes System zur Kraftschlussregelung und zwei ergonomisch gestaltete Führerstände mit Klimaanlage, die dem Fahrer noch mehr Sicherheit und Komfort bieten.

Die Lokomotive EURODUAL UK wird demnächst den Zulassungsprozess in Grossbritannien aufnehmen, nachdem zweimonatige Tests im Velim Test Center (TSI-Schiene, Oberleitungseigenschaften, Bremswege) erfolgreich verlaufen sind. Im Rahmen dieses Verfahrens wurde u.a. die Traktionssteuersoftware unter verschiedenen Bedingungen (Elektro- und Dieselantrieb) geprüft. Es wurden neue Programm-steuerungsfunktionen wie der dynamische Wechsel von Elektro- auf Dieselbetrieb (und umgekehrt) validiert und eine Feinabstimmung der automatischen Geschwindigkeitssteuerung vorgenommen. Die Tests konnten rascher als geplant abgeschlossen werden; die Lokomotive zeigte eine hervorragende Leistung.

Da die EURODUAL UK sowohl auf Haupt- als auch auf Nebenstrecken eingesetzt werden kann, bietet sie dem Bahnbetreiber grosse Flexibilität im Betrieb und damit die Einsparung von Transportkosten.

Die EURODUAL ist in jedem Fall mehr als eine Lokomotive für die «letzte Meile». Sie ist ein vielseitiges Fahrzeug mit erstaunlicher Leistung sowohl im Diesel- als auch im Elektrobetrieb. Sie ist mit vier und sechs Achsen, verschiedenen Spurweiten und für unterschiedliche Fahrdrahtspannungen verfügbar. Die modular aufgebaute Produktplattform umfasst zudem mehrere Dieselmotormodule und erfüllt damit unterschiedlichste Kundenansprüche. Dank seiner Spitzentechnologie wird das Fahrzeug allen Anforderungen effizient und zuverlässig gerecht und bietet Bahnbetreibern viele ökonomische und ökologische Vorteile.

Über die Stadler Rail Group

Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Italien, Österreich, Niederlanden, Weissrussland, Algerien, Australien und USA arbeiten gegen 7000 Mitarbeitende. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reisezugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste diesel-elektrische Lok. Nach wie vor ist Stadler der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen. Stadler Service hält zudem in 16 Ländern Fahrzeugflotten mit über 680 Fahrzeugen mit einer jährlichen Laufleistung von über 110 Millionen Kilometern instand.

Stadler in weiteren Zahlen: Der Bestseller FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) hat sich bereits über 1300 Mal in insgesamt 15 Ländern verkauft. Auch der KISS (Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug) ist sehr gefragt: Er wurde über 258 Mal in 9 Ländern verkauft. Europas stärkste dieselelektrische Lok, die Euro4000, wurde in 7 Ländern 130 Mal verkauft.

Quelle: Stadler AG / 20.09.2016

 

Stadler und Nederlandse Spoorwegen präsentieren den FLIRT in
seiner farbenfrohsten Gestalt

Stadler präsentierte heute gemeinsam mit Nederlandse Spoorwegen (NS) den elektrischen FLIRT Niederflurtriebzug in seiner bisher farbenfrohsten Gestalt als NS Sprinter.  Die 58 von NS bestellten drei- und vierteiligen Züge werden von NS Reizigers betrieben und ab 2017 regionale Routen in den Niederlanden bedienen.  Die Realisierung des Auftrags für die neuen NS Sprinter ist ein weiterer Beleg für die Agilität von Stadler und die unvergleichliche Auftragstreue.

Im April 2015 hat NS bei Stadler 58 elektrische Niederflurtriebzüge (EMU) des Typs FLIRT bestellt, um eine unfreiwillig entstandene Lücke an Rollmaterial schnell zu schliessen. Innert 12 Monaten hat Stadler in enger Kooperation mit NS einen Zug gestaltet, entwickelt und gebaut, der speziell auf die Bedürfnisse von Fahrgästen auf regionalen Routen in Holland ausgerichtet ist. Dank ausserordentlicher Teamleistung seitens NS und Stadler konnte innert eines Jahres ab Bestellung der erste fixfertige Zug am 13. April 2016 an NS anlässlich eines Roll-ins in Maastricht präsentiert werden.

Die elektrischen Niederflurzüge der neusten FLIRT-Generation sind ausserordentlich komfortabel dank luftgefederter Drehgestelle, einem einladenden Sitzplatzangebot, Klimaanlage für Fahrgäste und Lokführer sowie einem geschlossenen Toilettensystem. Die Züge erfüllen die TSI PRM Anforderungen für Personen mit eingeschränkter Mobilität und die Anforderungen an die Kollisionssicherheit nach EN15227. Die Regionalzüge sind auf eine maximale Geschwindigkeit von 160 km/h ausgelegt. Die 33 dreiteiligen Züge weisen je eine Länge über Kupplung von 63,2 Meter, die 25 vierteiligen eine solche von 80,7 Meter auf. Über die technischen Merkmale hinaus sind vor allem das frische Innenraumdesign und der hohe Komfort erwähnenswert.

Stadler hat mehr als 1300 FLIRT EMU (Electric Multiple Unit) und DMU (Diesel Multiple Unit) in Europa, Nordafrika und den USA verkauft. Die Züge basieren auf einem bewährten Plattformsystem, lassen sich wirtschaftlich individualisieren und operieren mit grosser Zuverlässigkeit in Klimazonen von +40 bis -40 Grad Celsius. Überdies sind in den Niederlanden 131 Züge des Typs GTW (Gelenktriebwagen) in Betrieb. Der holländische Markt ist für Stadler eminent wichtig. Das manifestiert sich auch in der Präsenz von aktuell drei Servicestandorten in Venlo, Leeuwarden and Nieuwegein.

Über Stadler

Stadler baut seit 75 Jahren Züge. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau hat seinen Hauptsitz im ostschweizerischen Bussnang. An mehreren Standorten in der Schweiz, in Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Italien, Österreich, Niederlanden, Weissrussland, Algerien, Australien und USA arbeiten gegen 7000 Mitarbeitende produktiv zusammen. Stadler bietet eine umfassende Produktpalette im Bereich der Vollbahnen und des Stadtverkehrs an: Highspeed-Züge, Intercity-Züge, Regio- und S-Bahnen, U-Bahnen, Tram-Trains und Trams. Überdies stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reisezugwagen her. Darunter befindet sich auch Europas stärkste diesel-elektrische Lok. Nach wie vor ist Stadler der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnfahrzeugen. Stadler Service hält zudem in 16 Ländern Fahrzeugflotten mit über 680 Fahrzeugen mit einer jährlichen Laufleistung von 110 Millionen Kilometern instand.

Stadler in weiteren Zahlen: Der Bestseller FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) hat sich bereits über 1 300 Mal in insgesamt 15 Ländern verkauft. Auch der KISS (K omfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug) ist sehr gefragt: Er wurde 2 58 Mal in 9 Ländern verkauft. Europas stärkste dieselelektrische Lok, die Euro4000, wurde in 7 Ländern 130 Mal verkauft.

Quelle: Stadler AG / 20.09.2016

 

Stadler und Solaris bauen eine partnerschaftliche Zusammenarbeit im
Stadt- und Strassenbahnbereich auf

Solaris Bus & Coach S.A. und Stadler Polska Sp. z o.o. verstärken ihre Zusammenarbeit im Stadt- und Strassenbahnbereich. Die beiden Unternehmen treten neu als Konsortium im Markt auf. Der erste gemeinsame Auftritt ist ein gemeinsames Angebot für die Strassenbahn-Ausschreibung in Krakau. Darüber hinaus werden Stadler und Solaris an weiteren Ausschreibungen im Strassenbahnbereich in Polen und anderen europäischen L ändern gemeinsam teilnehmen. 

Stadler Polska ist seit zehn Jahren einer der führenden Hersteller für Schienenfahrzeuge in Polen. Das Werk in Siedlce beschäftigt rund 800 Mitarbeitende und kooperiert mit mehr als 2000 polnischen Zulieferern und Partnern. Stadler Polska ist zudem der grösste Exporteur von Schienenfahrzeugen in Polen.

Solaris ist ein führender europäischer Hersteller von Bussen und Trolleybussen. 2009 trat das Unternehmen in den Schienenfahrzeugmarkt ein und liefert seitdem Strassenbahnen nach Poznan und Olsztyn in Polen sowie nach Jena und Braunschweig in Deutschland. Ein weiterer Vertrag über die Lieferung von 41 Strassenbahnen nach Leipzig befindet sich in der Abschlussphase.

«Durch die verstärkte Zusammenarbeit zwischen Stadler und Solaris können beide Unternehmen ihre Marktposition im Strassenbahnbereich in Polen und weiteren europäischen Ländern stärken. Die Produktpaletten der beiden Unternehmen ergänzen sich hervorragend. Wir können in der Weiterentwicklung unserer Technologie stark voneinander profitieren. Ich freue mich deshalb sehr auf die Zusammenarbeit mit Solaris», sagt Peter Spuhler, Group CEO und Eigentümer von Stadler.

«Wir möchten unsere Aktivitäten auf dem Markt für Stadtbahnfahrzeuge weiter ausdehnen und waren daher auf der Suche nach einem renommierten strategischen Partner zur Weiterentwicklung unserer Produkte und Standorte im Raum Posen und insbesondere um unsere Kundenkontakte und besonderen Ingenieur- und Rohbaukompetenzen weiter zu nutzen und sogar noch weiter auszubauen. Für eine solche Zusammenarbeit gibt es für uns keinen besseren Partner als den weltweit bekannten Schweizer Hersteller Stadler. Hinzu kommt, dass die Fahrzeuge von Stadler in Polen sehr geschätzt werden», sagt Solange Olszewska, Eigentümerin von Solaris Bus & Coach S.A.

«Stadler zeichnet sich durch die Herstellung von Fahrzeugen höchster Qualität aus, was zu hoher Zuverlässigkeit führt und sich in tiefen Betriebskosten niederschlägt. Dies ist auch der Grund, weswegen die zum Teil auch in Siedlce gefertigten FLIRT-Züge in vielen europäischen Ländern so erfolgreich sind. Ich bin überzeugt davon, dass Stadler und Solaris gemeinsam modernste Strassenbahnen auf den Markt bringen, die innerhalb kürzester Zeit in Polen und anderen ausgewählten Märkten grossen Zuspruch finden werden», ergänzt Christian Spichiger, Executive Vice President der Division Zentraleuropa von Stadler.

«Gemeinsam werden wir für unsere künftigen Kunden Synergieeffekte auf dem Strassenbahnmarkt schaffen. Ich möchte noch betonen, dass die Vereinbarung keine Auswirkungen auf unsere Aktivitäten im Bus- und Trolleybusmarkt hat, da es sich hierbei um einen vollständig unabhängigen Bereich handelt», erklärt Dr. Andreas Strecker.

Über Stadler

Stadler stellt seit 75 Jahren Züge her. Der Systemanbieter von Lösungen im Schienenfahrzeugbau ist in Bussnang in der Ostschweiz beheimatet und beschäftigt rund 7000 Mitarbeitende in der Schweiz, Deutschland, Spanien, Polen, Ungarn, Tschechien, Italien, Österreich, den Niederlanden, Weissrussland, Algerien, Australien und den USA. Stadler bietet eine umfangreiche Produktpalette in den Bereichen Stadtverkehr und Vollbahnen: Intercity- und Hochgeschwindigkeitszüge, Regional- und Pendlerzüge sowie U-Bahnen, Strassenbahnzüge und Strassenbahnen. Zudem stellt Stadler Streckenlokomotiven, Rangierlokomotiven und Reisezugwagen her. Darunter befindet sich auch die stärkste dieselelektrische Lokomotive Europas. Überdies bleibt Stadler unangefochten der weltweit führende Hersteller von Zahnradbahnen. Stadler unterhält zudem in 16 Ländern Zugflotten mit über 680 Fahrzeugen, die zusammen jährlich 110 Millionen Kilometer zurücklegen.

Im Juni 2016 war Stadler Teil der historischen Eröffnung des Gotthard-Basistunnels, des längsten Eisenbahntunnels der Welt. Ab 2019 werden die speziell von Stadler für den Tunnel entwickelten Giruno-Züge Fahrgäste in Rekordzeit von Zürich nach Mailand und später von Frankfurt nach Mailand bringen.

Weitere Zahlen: FLIRT (Flinker Leichter Innovativer Regional Triebzug) ist mit über 1300 Einheiten in insgesamt 15 Ländern der meistverkaufte Zug. KISS (Komfortabler Innovativer Spurtstarker S-Bahn-Zug) ist mit 258 verkauften Einheiten in 9 Ländern ebenfalls sehr beliebt. Von der leistungsstärksten dieselelektrischen Lokomotive in Europa, der EURO 4000, wurden 130 Einheiten in 7 Ländern verkauft.

Über Solaris Bus & Coach S.A.

Solaris Bus & Coach S.A. ist ein bedeutender europäischer Hersteller von Stadt-, Überland- und Spezialbussen sowie Niederflurstrassenbahnen. Seit Beginn der Produktion im Jahr 1996 haben über 14'000 Fahrzeuge die Fabrik in Bolechowo bei Posen verlassen. Sie sind in 30 Ländern in über 600 Städten in Betrieb. Solaris Bus & Coach S.A. ist ein Familienunternehmen, gegründet und im Besitz von Solange und Krzysztof Olszewski. Das Unternehmen hat Niederflurbusse auf dem polnischen Markt etabliert und in diesem Segment schnell eine Führungsposition eingenommen, die es bis heute innehat. Solaris beschäftigt 2300 Mitarbeiter in Polen und fast 500 weitere bei seinen Tochtergesellschaften im Ausland.

Quelle: Stadler AG / 20.09.2016
 
Premiere in Berlin: Der ICE 4 ist da!

 DB-Chef Grube: „ICE 4 Rückgrat des neuen Fernverkehrskonzepts“
 Verkehrsminister Dobrindt: „Upgrade für den
Hochgeschwindigkeitsverkehr“
 Siemens-Vorstand Busch: „Zahlreiche technische Innovationen“
 Feierliche Welt-Premiere im Berliner Hauptbahnhof
Dr. Rüdiger Grube, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Bahn (DB), und
Alexander Dobrindt, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, haben
heute den neuen Fernverkehrszug der DB, den ICE 4, der Öffentlichkeit präsentiert.
„Der ICE 4 startet eine neue Ära: Er ist das Rückgrat unseres zukünftigen
Fernverkehrskonzepts. Bis 2030 werden wir unser Fernverkehrsangebot um
25 Prozent ausbauen und mehr Städte und Regionen miteinander verbinden. Die
Zukunftsfähigkeit unseres Konzerns wird mit dem neuen Flaggschiff nachhaltig
gestärkt“, erklärte Dr. Grube in Anwesenheit von Berthold Huber, DB-Vorstand
Verkehr und Transport, sowie Birgit Bohle, Vorstandsvorsitzende DB Fernverkehr
AG, und Dr. Roland Busch, Mitglied des Vorstands der Siemens AG.
Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt: „Der ICE hat vor 25 Jahren ein neues
Mobilitätszeitalter eingeläutet und sich zu einem echten Exportschlager entwickelt.
Mit dem ICE 4 steht nun das modernste und kundenfreundlichste Upgrade für den
Hochgeschwindigkeitsverkehr bereit – nicht zuletzt durch freies WLAN in allen
Klassen. Ich bin sicher: Der ICE 4 wird wie seine Vorgänger ein weltweites
Aushängeschild für das Gütesiegel „Made in Germany“ sein. Die Bahn verstärkt
damit ihre Innovationsführerschaft. Der ICE 4 ist ein wichtiger Schritt hin zur
„Schiene Digital“, einem modernen Verkehrsträger der Gigabit-Gesellschaft.“
Birgit Bohle: „Der ICE 4 setzt neue Standards für unsere Fahrgäste: Ergonomische
Sitze, viel Stauraum für Gepäck, ein eleganter Restaurantbereich sowie ein
neuartiges Lichtkonzept sorgen für hohen Reisekomfort. Erstmals können im neuen
ICE künftig auch Fahrräder mitgenommen werden. Mit dem neu gestalteten
Familienbereich und Kleinkindabteil machen wir das Reisen für Familien jetzt noch
entspannter.“
Dr. Roland Busch: „Der ICE 4 setzt neue Maßstäbe für den Zugverkehr in
Deutschland. In ihm steckt die geballte Kraft und Energie unserer Ingenieure: Der
Zug bietet zahlreiche technische Innovationen: Ein komplett neues Antriebssystem,
deutlich weniger Energieverbrauch sowie mehr Komfort für die Fahrgäste. Zudem
liegt das Projekt im Zeitplan, daran haben wir mit der Deutschen Bahn gemeinsam
hart gearbeitet.“
Der 12-teilige ICE 4 erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 250 Kilometern pro
Stunde und hat eine Gesamtlänge von 346 Metern. Er bietet insgesamt 830
Sitzplätze, davon 205 in der 1. und 625 in der 2. Klasse. Sein geringes Gewicht und
sein optimiertes aerodynamische Design reduzieren den Energieverbrauch pro
Sitzplatz gegenüber einem ICE 1 um 22 Prozent. Sein innovatives Antriebskonzept
mit sogenannten Powercars ermöglicht flexible Zugbildungen.
Lange Einführungsphase sichert Qualität
Der ICE 4 steht für eine neue Dimension der Qualitätssicherung: Als erster
Hochgeschwindigkeitszug in Europa durchläuft er eine mehrmonatige Einführungsphase, bevor er im Dezember 2017 den Regelbetrieb aufnimmt. Ziel ist
es, den Zug unter realen Einsatzbedingungen auf Zuverlässigkeit der Technik und
Systeme zu prüfen. Schon im Vorfeld wurden im Rahmen des Projekts über
250.000 Testkilometer absolviert. Während der Einführungsphase, die in diesem
Spätherbst startet, werden zwei ICE-4-Züge auf der Strecke Hamburg–Hannover–
Nürnberg–München vereinzelt eingesetzt.
Im Zeitplan durch neues Zulassungsverfahren
Der ICE 4 wird nach dem neuen Verfahren in Deutschland zugelassen, wonach
technische Normen für sieben Jahre festgeschrieben werden. Weiterhin können
Prüfbescheinigungen durch anerkannte Prüfstellen außerhalb des Eisenbahn-
Bundesamtes (EBA) erstellt werden. Das EBA prüft in diesen Fällen mit Ausnahme
von zwei Fachgebieten ausschließlich die Vollständigkeit der Dokumente. Auf diese
Weise konnte die Vielzahl der erforderlichen Dokumente und Nachweise im Projekt
ICE 4 frühzeitig auf mehrere Prüfdienstleister verteilt und der vorgesehene Zeitplan
eingehalten werden. DB und Siemens gehen von einer rechtzeitigen Zulassung für
die Einführungsphase aus. Siemens ist Generalunternehmer für die ICE 4-Züge und
für die Zulassung verantwortlich. Der Zulieferanteil von Bombardier Transportation
liegt bei etwa 30 Prozent.
Erhöhter Kundenkomfort
Viele neue Ausstattungsmerkmale sorgen für hohen Kundenkomfort und
entspanntes Reisen. Dazu gehört ein modernes Fahrgastinformationssystem, das
dem Fahrgast künftig in Echtzeit Reiseverlauf und Anschlusszüge pro Bahnhof
anzeigt. Die weiterentwickelte Klimaanlage ist ausgelegt für Temperaturen bis
45 Grad Celsius. Viel Platz und Reisespaß finden Familien im neu gestalteten
Kleinkindabteil und im Familienbereich. Der ICE 4 verfügt über acht
Fahrradstellplätze und vier Rollstuhlplätze. Zwei Hublifte ermöglichen
Rollstuhlfahrern an allen Bahnhöfen zuggebundene Ein- und Ausstiege.

Das innovative tageszeitabhängige Beleuchtungskonzept schafft eine angenehme
Raumatmosphäre. Für leichte Orientierung im Zug sorgen anschauliche
Kennzeichnungen der Bereiche und die neue Anordnung der Platznummern und
Reservierungsanzeigen in den Kopfstützen. Der ICE 4 verfügt bereits über die neue
WLAN- und Telefonie-Technologie, mit dem die DB bis Ende des Jahres ihre
gesamte ICE-Flotte ausrüsten wird. Damit steht auch Reisenden der 2. Klasse
WLAN kostenlos zur Verfügung.
Aus dem im Mai 2011 geschlossenem Rahmenvertrag von bis zu 300 Zügen hat die
DB in einer ersten Tranche 130 Züge bestellt. Mit einem Volumen von rund
5,3 Milliarden Euro ist dies die größte Investition in der Geschichte der DB für
Fahrzeuge.

Quelle: Siemens AG / 14.09.2016

 
Ungarischer Bahnbetreiber GYSEV beauftragt Stadler mit zehn FLIRT-Zügen der neuesten Generation

Der ungarische Regionalbahnbetreiber GYSEV Zrt. und Stadler haben einen Liefervertrag über 10 vierteilige FLIRT-Niederflurtriebzüge für den Regionalverkehr unterzeichnet. Die ersten Fahrzeuge werden 2018 in Westungarn ihren Betrieb aufnehmen. Zusammen mit früheren Bestellungen wird GYSEV dann über eine Flotte von insgesamt 20 hochmodernen FLIRT-Einheiten verfügen.

GYSEV startete im April dieses Jahres eine öffentliche Ausschreibung für die Beschaffung von 10 elektrischen Niederflurtriebzügen mit einer Einreichungsfrist bis Juni. Den Zuschlag erhielt das Stadler-Konsortium, zusammengesetzt aus Stadler Polska Sp. z o.o. und Stadler Bussnang AG, beides Tochtergesellschaften der Stadler Rail Group. Laut Liefervertrag wird der erste Zug im März 2018 geliefert und der letzte im Januar 2019. Der Bahnbetreiber GYSEV hatte zwischen 2013 und 2015 im Rahmen von zwei separaten öffentlichen Ausschreibungen bereits zehn elektrische Triebzüge (EMUs) bei Stadler bestellt. Das bedeutet, dass GYSEV seine Flotte an FLIRT-Zügen mit der aktuellen Bestellung auf insgesamt 20 Züge erweitert. Die bestehenden FLIRT-Züge werden aktuell auf den Linien Sopron-Szombathely-Szentgotthárd, Sopron-Gyor und Szombathely-Rajka eingesetzt.

Die neuen Fahrzeuge entsprechen bereits den aktuellen TSI-Normen der Europäischen Eisenbahnagentur sowie den neuesten Crash-Normen EN 15227. Bei der Entwicklung der Fahrzeuge legten die Stadler-Konstrukteure besonderen Wert auf einen niedrigen Energieverbrauch und ein wartungsfreundliches Design.

Die neuen Fahrzeuge sind 2,8 Meter länger als jene der ersten Generation und bieten damit Platz für den Einbau einer zweiten Toilette (zusätzlich zu der den TSI-PRM-Anforderungen entsprechenden Toilette für Fahrgäste mit eingeschränkter Mobilität). Die vierteiligen EMUs sind 77,1 Meter lang und 2,82 Meter breit und verfügen über 208 Sitzplätze (194 feste Sitze und 14 Klappsitze). Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 160 km/h und die Beschleunigung 1,2 m/s 2 . Damit sind die Züge in nur 39 Sekunden von 0 auf 120 km/h. Die neue FLIRT-Generation verfügt über geräumige, multifunktionale Einstiegsbereiche, die einen raschen Fahrgastwechsel ermöglichen und den verschiedensten Bedürfnissen gerecht werden. Dank der multifunktionalen Bereiche und einem Niederfluranteil von 90 Prozent sind die Wagen auch sehr leicht mit Rollstühlen, Fahrrädern und Kinderwagen zugänglich. Die Fahrzeuge haben eine für den Regionalverkehr bestens geeignete Vis-à-vis-Bestuhlung und erfüllen auch sonst alle Anforderungen an moderne Standards: Klimaanlage, Kamerasystem, WLAN und Ladestationen für elektronische Geräte.

Ein grosser Teil des GYSEV-Auftrags wird in Ungarn ausgeführt. So werden alle 40 Wagenkästen im Stadler-Werk in Szolnok hergestellt. Aufgrund kürzlich getätigter Investitionen können auch die Drehgestelle vollständig in Ungarn produziert werden. Ähnlich wie bei den früheren GYSEV-Bestellungen wird die Endmontage der neuen Züge auch diesmal im Stadler-Werk in Siedlce in Polen erfolgen. Die neuen EMUs können synchron betrieben werden, und zwar nicht nur untereinander, sondern auch mit den früher gekauften FLIRT-Modellen. Die Möglichkeit des Betriebs in Mehrfachtraktion bringt der GYSEV erheblichen ökonomischen Nutzen. Die Auftragssumme beläuft sich auf 68,45 Millionen Euro und wird vollumfänglich aus EU-Mitteln finanziert.

Der FLIRT ist das erfolgreichste Modell von Stadler. Die Fahrzeugfamilie kann sowohl im Regional- und Nahverkehr als auch auf Intercitylinien eingesetzt werden. Stadler hat bereits über 1300 Einheiten in insgesamt 17 Ländern weltweit verkauft. Mit diesem Auftrag beläuft sich die Anzahl der nach Ungarn gelieferten FLIRTs bald auf insgesamt 143 Einheiten, davon 123 an MÁV Zrt. und 20 an GYSEV Zrt.

Quelle: Stadler Rail / 01.09.2016

 
„Modellbau-Messe 2016“ in der Messe Wien: 

„Modellbau-Messe 2016“ in der Messe Wien: 

Prominente Aussteller und Clubs bringen ein Feuerwerk an Attraktionen nach Wien

170 Aussteller und Modellbau-Clubs in den Hallen B und C der Messe Wien +++ Mehr als 50 Live-Shows in der Action-Arena und in der Waterworld +++ Termin heuer eine Woche vor dem Nationalfeiertag: 20. bis 23. Oktober 2016 +++ Sonderschau VIENNA TRAIN wieder mit dabei +++

http://www.modell-bau.at/de/presse/pressemitteilungen/Modellbau-Messe-2016-in-der-Messe-Wien-Prominente-Aussteller-und-Clubs-bringen-ein-Feuerwerk-an-Attraktionen-nach-Wien/

Quelle: REED Messe / 28.8.2016

 
Der erste neue Zug für Limburg rollt in die Stadler-Werkstatt

Der erste neue Zug für Limburg rollt in die Stadler-Werkstatt
Arriva und Stadler unterzeichnen Wartungsvertrag

Heute traf der erste unter Lizenz für das öffentliche Verkehrsnetz der Provinz Limburg gebaute Zug in der Stadler-Werkstatt Blerick ein. Das spektakuläre Ereignis, ein Meilenstein in der Zusammenarbeit von Arriva und Stadler, wurde von rund 150 Gästen verfolgt. Sie konnten als Erste einen der neuen Züge besichtigen, die voraussichtlich am 11. Dezember dieses Jahres in der Provinz Limburg in Betrieb genommen werden. Es wurden allerdings nicht nur die neuen Züge präsentiert, sondern auch der neue Wartungsvertrag wurde unterzeichnet. In den kommenden 15 Jahren wird die Stadler-Werkstatt Blerick für die Wartung, Instandhaltung und Reinigung der neuen Züge zuständig sein.

Anne Hettinga, Director Northern Europe bei Arriva, sagte: «Ich bin unheimlich stolz. Ich möchte mich ganz herzlich bei allen bedanken, die dafür sorgen, dass diese brandneuen Züge ab dem 11. Dezember 2016 in Limburg auf den Gleisen stehen. Wir freuen uns wirklich sehr darauf. Mit der Ankunft der Züge in der Werkstatt können wir sowohl unseren Auftraggebern als auch unseren Kunden beweisen, dass wir exakt im Zeitplan liegen. Zudem können sie sich nun persönlich davon überzeugen, dass die Züge nicht nur alle gesetzlichen Vorschriften erfüllen, sondern auch zusätzliche Ausstattungsmerkmale aufweisen.»

Mehr Beinfreiheit und breitere Türen

Während des Events erhielten die Gäste eine Führung durch die Stadler-Werkstatt und konnten den neuen Zug besichtigen. Die neue Flotte umfasst 36 Züge vom Typ FLIRT: 15 Einheiten, bestehend aus 2 Schienenfahrzeugen mit 4 Türen; 13 Einheiten, bestehend aus 3 Schienenfahrzeugen mit 5 Türen (ab Dezember 2017), und weitere 8 Einheiten, bestehend aus 3 Schienenfahrzeugen mit 3 Türen (ab 2020). Zu den besonderen Ausstattungsmerkmalen der Züge gehören: grosszügige Beinfreiheit, breite Türen, geschlossenes Toilettensystem, Lederpolsterung in den Erste-Klasse-Abteilen und Steckdosen.

Wartungsvertrag

Bei der Veranstaltung wurde zudem der Wartungsvertrag unterzeichnet. Hein van der Schoot von Stadler Netherlands und Anne Hettinga von Arriva Netherlands unterschrieben die Vereinbarung, deren Laufzeit 15 Jahre beträgt. Die gesamte Arriva-Flotte wird in der Werkstatt Blerick von einem erfahrenen Team von Stadler-Mitarbeitenden gewartet. Hein Van der Schoot: «Wir freuen uns sehr, dass wir die Wartung unserer neuen Züge für Arriva und damit den Service für die gesamte Zugflotte im Rahmen der Limburger Lizenz übernehmen können. Die Teams von Arriva und Stadler haben bereits bewiesen, dass sie hervorragend zusammenarbeiten und tolle Arbeit leisten. Der Zeitplan von Arriva sowie die Planung von Stadler werden genau aufeinander abgestimmt. Mit unserem erstklassigen Service können wir Zuverlässigkeit und Verfügbarkeit garantieren.»

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Über Arriva Netherlands

Ab dem 11. Dezember 2016 wird Arriva Netherlands für einen Zeitraum von 15 Jahren für den Betrieb des öffentlichen Bus- und Bahnverkehrs in der Provinz Limburg verantwortlich sein. Arriva Netherlands ist Teil der Arriva Group, die zur Deutschen Bahn gehört. Arriva ist ein führendes Unternehmen im öffentlichen Strassen- und Schienentransport und in 14 europäischen Ländern aktiv. Arriva ist in den niederländischen Provinzen Drente, Flevoland, Friesland, Gelderland, Groningen, Nordbrabant, Südholland und Limburg sowie in Südostfriesland und auf den Friesischen Inseln mit insgesamt mehr als 6000 Mitarbeitenden vertreten. Neben dem Bus- und Bahnverkehr betreibt Arriva zusammen mit Koninklijke Doesken den «Wasserbus» in Südholland und ist als Arriva Touring in der niederländischen Reisebusbranche tätig.

Quelle: Stadler / 06.08.2016

 

Die neuen Stadler-Züge der WESTbahn: Erste Garnitur ist bereits auf Schienen

Die WESTbahn vergrößert im Jahr 2017 ihre Flotte um zehn neue Züge des Schweizer Unternehmens Stadler. Die erste Garnitur der neuen Serie steht schon auf Schienen

Der Aufsichtsrat der WESTbahn-Konzernmutter Rail Holding AG unter der Leitung von Dr. Benedikt Weibel, ehemals CEO der SBB, konnte den Baufortschritt der 2. Serie der WESTbahn Doppelstockzüge im Doppelstock-Kompetenzzentrum in Altenrhein im Kanton St. Gallen besichtigen.

Die 10 neuen KISS-Züge werden das WESTbahn Angebot mehr als verdoppeln und noch mehr Kunden die Möglichkeit geben, die Bahn zu nutzen.

Das Grundkonzept der WESTbahn, das vor allem wegen des Service der Stewardessen und Stewards und ihrer hohen Dienstleistungskompetenz von den Kunden geschätzt wird, bleibt auch beim neuen Flottenteil erhalten. Zusätzlich nutzt die WESTbahn die Chance, Neuerungen umzusetzen und dabei die Erfahrungen der vergangenen fünf Jahre einfließen zu lassen.

Eine wichtige technische Innovation bei den neuen KISS-Garnituren gibt es im Bereich der einflügeligen Türöffnung und der grundlegenden Neuerung, den Zug druckdicht zu machen. Darüber bietet ein neues Drehgestell noch mehr Reisekomfort. Das Ergebnis der Präsentation des ersten Zugs der neuen Flotte, die sich auch der Eigentümer und Group CEO von Stadler, Peter Spuhler, nicht entgehen ließ: Begeisterung bei den Shareholdern und dem Management der WESTbahn über die Innovationen und vor allem die Geschwindigkeit, mit der Stadler bereits nach weniger als 18 Monaten nach Vertragsabschluss den ersten Zug gefertigt und somit vor dem Teststart stehen hat.

Dr. Weibel, Aufsichtsratsvorsitzender der WESTbahn, hält seine Eindrücke von der Besichtigung der neuen Garnituren folgend fest: „ Die sehr gute und kooperative Zusammenarbeit von WESTbahn und Stadler bringt zwei Unternehmen zusammen, die an einem Strang ziehen: Auf der einen Seite einen jungen Eisenbahnbetrieb, der sich in den vergangenen fünf Jahren breite Anerkennung und seinen soliden Platz in der Landschaft des öffentlichen Verkehrs in Österreich erarbeitet hat und auf der anderen Seite einen traditionsbewussten Schweizer Rollmaterialhersteller, der mit der KISS-Plattform, die für die WESTbahn für den Fernverkehr adaptiert wurde, seine Reihe erfolgreicher Produktlinien mit einem weiteren Qualitätsprodukt konsequent fortsetzt. Die „Swissness“ des Zuges trifft auf österreichische Dienstleistungskompetenz, heraus kommt das Beste für den Reisenden.“  

Auch auf Seiten des Schweizer Schienenfahrzeugherstellers zeigt man sich angetan von der Zusammenarbeit mit der WESTbahn: „Wir sind sehr stolz darauf, dass die WESTbahn die Partnerschaft mit uns fortsetzt und zehn neue Doppelstocktriebzüge bei uns bestellt. Die Zusammenarbeit zwischen den beiden Unternehmen ist vorbildlich und für alle Beteiligten eine Freude. Für die Fahrgäste der WESTbahn wird sich die Investition besonders auszahlen. Die neuen Züge wurden hinsichtlich Komfort und Wohlbefinden noch einmal verbessert. Auch bezüglich Wartung und Energieeffizienz sind die Fahrzeuge State of the Art. Mit ihrem Entscheid für unser Produkt ist die WESTbahn in guter Gesellschaft: Wir haben unseren Doppelstocktriebzug inzwischen 242 Mal in sieben Ländern – Schweiz, Österreich, Deutschland, Schweden, Russland, Georgien, Aserbaidschan – verkauft“, sagt Group CEO Peter Spuhler.

Dr. Erich Forster, CEO der WESTbahn, merkt bei der Verabschiedung des ersten neuen Zuges Richtung Testfahrten und Zulassung in den kommenden Monaten an: „Wenn alles nach den Vorgaben der EU läuft, dann gibt es Chancen, dass wir uns künftig bei wettbewerblichen Ausschreibungen im Vorarlberger Nah- und Regionalverkehr beteiligen können. Gewinner wären die Kunden: Diese könnten den WESTbahn Spirit und die Qualität, die wir auf die Schiene bringen, auch im Westen Österreichs nutzen.“

Innovationen für die Kunden sind bei der WESTbahn stets groß geschrieben: Der neue KISS 2 von Stadler begeistert mit neuen WESTcafés, der verbesserten WESTbahn PLUS, optimierten WIFI Lösungen und nicht zuletzt einer noch stärkeren Beschleunigung, um mit den Zügen – wenn der Fahrplan dafür fixiert werden kann – in 2 Stunden und 10 min zwischen Salzburg und Wien zu reisen.

Die Fahrzeuge stehen bald startbereit in den Hallen bei Stadler: In den kommenden Monaten werden laufend die Folgezüge gefertigt, sie sollen beginnend ab Sommer 2017 für die Kunden bereit stehen.

Quelle: Westbahn - Stadler/ 06.07.2016

 
 
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